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AHA hält Schutz von Natur und Landschaft im Geiseltalgebiet für dringend geboten

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht in der Entwicklung des Seengebietes in Mitteldeutschland, welches vom Leipziger Südraum bis vor die Tore der Lutherstadt Eisleben reicht, eine große und einmalige Chance für eine überregionale, beispielhafte, vielfältige und nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) erinnert sich weiterhin mit Entsetzen und Trauer an die Ereignisse um den früheren Braunkohlentagebau bei Nachterstedt, welche 3 Menschen das Leben gekostet sowie vielen Menschen den Wohnraum genommen haben.
Die massiven Erdrutsche z.B. in der Stadt Seeland und auch am Geiseltalsee sind jedoch nach Auffassung des AHA ein klarer Ausdruck dafür, dass man nicht ausreichend genug sach- und fachgerecht und sorgfältig mit Bergbaufolgelandschaften umgegangen ist bzw. umgeht.
Aus diesen Fehlern gilt zu lernen. Das trifft auch für die Bergbaufolgelandschaft Geiseltal zu, welche einst auf der Basis eines landschafts- und naturzerstörenden Bergbau entstanden ist. Somit gehört es zu einer Form der Wiedergutmachung großzügig der Natur sukzessive Entwicklungsräume zu lassen, welche im ca. 1.156 ha großen Naturschutzgebiet „Bergbaufolgelandschaft Geiseltal“ ihr Kerngebiet haben müssen. Das bedeutet nicht, dass kein Tourismus möglich ist, aber eben in natur-, landschafts- und umweltverträglichen Ausmaßen und Formen. Der AHA warnt jedoch vor einer Fortsetzung alter landschafts- und naturzerstörender Aktivitäten im Geiseltal, wozu ungehemmte Verbauungen für Wohn-, Verkehrs- und Tourismuszwecke gehören. Leider zeichnen sich genau diese besorgniserregenden Tendenzen ab.
So entsteht gegenwärtig eine weitere Hafenanlage im Bereich von Braunsbedra, schreitet mit der nunmehrigen Genehmigung für das Fahrgastschiff MS „Felix“ die Motorisierung des Geiseltalsees voran, nachdem
Daher fordert der AHA alle Verantwortlichen und Interessenten auf ein diesbezügliches sofortiges Umdenken und Handeln zu beginnen, um zu alten, keine neuen Fehler hinzuzufügen.

AHA fordert sofortiges Ende der Abholzungen in der Elster-Luppe-Aue bei Leipzig und Schkeuditz

Mit Empörung und Unverständnis musste der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) im Rahmen einer Fahrradexkursion am 04.05.2013 erneut feststellen, dass die Abholzungen in der Elster-Luppe-Aue zwischen den Städten Leipzig und Schkeuditz nicht nur fortgesetzt, sondern intensiviert und räumlich ausgeweitet stattfinden. Dabei hinterließen die Holzungskolonnen punktuell bzw. flächenmäßig gestörte bis zerstörte Bereiche in den arten- und strukturreichen Auenwäldern. In dem Zusammenhang entnahm man u.a. Pappeln, Berg- und Spitzahorn, aber auch Stieleichen und Eschen. Selbst vor Naturschutzgebieten machte man nicht halt. Besonders betroffen ist wiederum u.a. die Aue zwischen Luppe und Alter Luppe im Umfeld des Schlobachhofes und östlich der Lützschenaer Straße. Aber auch im verschlossenen Holz, welches sich innerhalb der Aue zwischen Weißer Elster und Luppe innerhalb eines Naturschutzgebietes befindet sowie das Naturschutzgebiet Burgaue, weisen ältere Fällungen und frisch gekennzeichnete Gehölze auf.
Diese Fällaktionen sorgen nicht nur für Gehölzverluste, sondern stören massiv den strukturellen Aufbau der betroffenen Auenwälder, beschädigen andere Gehölze, behindern die artgerechte und naturnahe sukzessive Gehölzverjüngung, beeinträchtigen die Krautflora durch das Zerfahren mit Maschinen und Geräten sowie tragen zur Bodenverdichtung –wie beispielsweise im Naturschutzgebiet Burgaue geschehen- bei. Ferner haben diese Abholzungen dafür Sorge getragen, dass sich lichtliebende Gehölzarten wie Berg- und Spitzahorn zunehmend in den von Motorsägen und schwerer Technik geschundenen Auenwäldern ausbreiten. Somit ist beispielsweise ein erklärtes Ziel der „Mittelwaldwirtschaft“ im Naturschutzgebiet Burgaue gänzlich gescheitert.
Der AHA mahnte bereits mehrfach gegenüber der Staatsregierung Sachsens sowie den Städten Leipzig und Schkeuditz eine Änderung dieser Politik an. Leider blieben die betreffenden Einrichtungen sogar die Antworten auf die entsprechenden Schreiben schuldig.
Daher fordert der AHA nunmehr zum wiederholtenmale massiv die Beendigung der Abholzungen ein und vertritt dabei alternativ die Auffassung, dass durch sukzessive Entwicklungen die Möglichkeit der weiteren Ausprägung naturnaher Auenwälder bestehen muss. Dazu gehört aber auch die Schaffung eines alternativen Hochwasserkonzeptes, wozu Deichrückverlegungen und die Einbindung der Auenwälder in das direkte Hochwasserregime von Weißer Elster und Luppe gehören. Ferner hält es der AHA für dringend geboten das länderübergreifende Vorhaben Sachsens und Sachsen-Anhalts intensiv zu untersuchen, inwieweit und wo Weiße Elster und Luppe ihr altes Bett zurückerhalten können, wieder intensiv aufzugreifen.
Der AHA ist im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten bereit daran aktiv und intensiv mitzuwirken.
In dem Zusammenhang ruft der AHA auch die Bevölkerung der Region auf, daran mitzutun und sich einzubringen. Die im Aufbau begriffene AHA-Regionalgruppe Leipzig und Umland bietet sich dazu als fachliches und organisatorisches Sammelbecken an. Wer Interesse hat sich mit der AHA-Regionalgruppe Leipzig und Umland in Verbindung zu setzen, kann das unter folgendem Kontakt tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
Tel.: 0176-84001924 (Handytarife aus allen Netze)
Fax.: 01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

AHA fordert naturnahe Entwicklung von Fließgewässern und Gewässerschonstreifen

Immer wieder sorgen Niederschläge, Tauwetter und teilweise gefrorene Böden für ein Ansteigen der Pegel von großen, größeren und kleineren Fließgewässern. Häufig vernachlässigt man nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) ganz wichtige Faktoren, welche dazu führen, dass der Anstieg der Wasserstände so rasant und umfassend vonstatten geht. Dazu zählen ausgeräumte Landschaften, versiegelte Böden, fehlende Gewässerschonstreifen und Retentionsflächen sowie begradigte und häufig an Ufern und in der Gewässersohle befestigte Fließgewässer. Daher hält es der AHA für dringend geboten, den Fließgewässern naturnahe Entwicklungen zu ermöglichen, wozu die Möglichkeit der Mäandrierung, die Schaffung von mindestens 10 m breiten Gewässerschonstreifen entlang beider Ufer, verstärkte Schaffung von Möglichkeiten zur Wieder- bzw. Neuentstehung von Gehölzflächen in der ausgeräumten Agrarlandschaft sowie eine vielfältige Fruchtfolge im Ackerbau, welche auch tier- und bodenfreundliche Kulturen wie z.B. Luzerne, Phacelia, Lupine und Landsberger Gemenge, bestehend aus Zottelwicke (Vicia villosa), Inkarnatklee (Trifolium incarnátum) und Welschem Weidelgras (Lolium multiflorum), einbezieht. Derartige Maßnahmen verhindern auch die wind- und wasserbedingte Bodenerosion und der damit verbundenen Einträge von häufig mehr oder minder stark nährstoff- und pestizidbelasteten Böden in die Gewässer. Einhergehend müssen solche Maßnahmen mit der Schaffung von Retentionsflächen, der Beseitigung von Verbauungen in und am Gewässer sowie die Unterstützung der Mäandrierung durch den Einsatz von Störsteinen oder –hölzern sowie z.B. des Belassens von Ästen, Laub und Zweigen im Gewässerbett.
In den Ortschaften selbst gilt es verstärkt zu prüfen, inwieweit eine Entfernung von Verbauungen aus dem Ufer- und Sohlbereich möglich und umsetzbar ist, Verunreinigungen mit Abwässern und Abfällen verhindert und beseitigt sowie Durchlässe erweitert und Verrohrungen entfernt werden können.
Die immer auftretenden Forderungen, dass Fließgewässer von „Verschmutzungen“ wie Laub, alten Zweigen und Schlamm zu beräumen sind, zeugen von wenigen oder gar nicht vorhanden Sach- und Fachverstand über die obengenannten Ursachen und Auswirkungen sowie aber auch zu dem was zur Entwicklung naturnaher Fließgewässer dazugehört. Nach Auffassung des AHA sollten sich u.a. Landkreise, Stadtkreise und Gemeinde eher dafür einsetzen, dass Fließgewässer nicht vermüllt, bestehende Vermüllungen beseitigt, Gewässerschonstreifen von mindestens 10 m gesichert bzw. eingerichtet, Abwässereinträge verhindert und unterbunden sowie Verbauungen im Sohl- und Uferbereich unterlassen und zurückgebaut werden.
Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Arbeit an derartigen Maßnahmen konzeptionell und praktisch mitzuwirken und ruft daher auch die interessierte Bevölkerung zur intensiven Mitarbeit auf. Wer Interesse daran hat, kann sich an folgende E-Mail Adresse wenden: aha_halle@yahoo.de

AHA fordert weiterhin nachhaltigen Umgang mit Hochwasser in der Saaleaue zwischen Rattmannsdorf und Benkendorf

Immer wieder muss der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) mit großer Sorge feststellen, dass der Umgang mit Hochwasser nur in bautechnischer und wasserbaulicher Form erfolgt. So beabsichtigt man beispielsweise in der Saaleaue zwischen Rattmannsdorf und Benkendorf sogenannten Hochwasserschutz wieder nur rein bautechnisch und wasserbaulich mit einem ca. vier Millionen Euro teuren und mit einer 15 m breiten Standfläche benötigenden, neuen Deich zu lösen. Nach Auffassung des AHA bedarf es jedoch einer gründlichen Untersuchung, ob der Neubau eines weiteren Deiches erforderlich ist und ob Deichrückverlegungen entlang der Saale sowie der Weißen Elster und der Luppe nicht geeigneter erscheinen, so dass die Auen das Hochwasser wieder aufnehmen. Hier lässt der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft wieder einmal die notwendige Transparenz vermissen. Ferner ist zudem ein länderübergreifendes Herangehen zu prüfen. Daher verurteilt der AHA den alleine zwischen Deutscher Bahn und Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft ausgehandelten Bau des Deiches mit der dazugehörigen Bereitstellung der Flächen, welcher offenbar ohne Einbeziehung von Landtag des Landes Sachsen-Anhalt, Kreistag des Saalekreises, dem Gemeinderat der Gemeinde Schkopau, den zuständigen unteren, oberen und obersten Naturschutz- und Wasserbehörden sowie Umweltorganisationen über die Bühne gegangen ist. Das stellt jedoch nach Auffassung des AHA eine massive Änderung des Planfeststellungsbeschlusses für die ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Halle/Leipzig-Berlin dar, was somit eines entsprechenden Änderungsverfahrens mit Öffentlichkeitsbeteiligung bedarf.
Hinsichtlich der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Halle/Leipzig-Berlin bekräftigt der AHA erneut seine Position, dass dieser nicht notwendig ist, wertvolle Auenlandschaft zerschneidet und massiv in den Hochwasserausbreitungsraum von Saale und Weißer Elster eingreift. Dieses Vorhaben unterstützten u.a. auch das Land Sachsen-Anhalt sowie die damaligen Landkreise Saalkreis und Merseburg bzw. Merseburg-Querfurt. Somit tragen das Land Sachsen-Anhalt und der heutige Landkreis Saalekreis gewaltige Mitverantwortung dafür, dass in der Aue dieser skandalöse Bau mit seiner Zerschneidungs- und Raumeinschränkungswirkung zum Tragen kommt.

Ebenso zählt der Bau der Umgehungsstraße von Hohenweiden bis zur Saalebrücke bei Röpzig Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit dazu. Der Straßendamm trägt ebenfalls zum Rückstau von Hochwasser bei. Alle Warnungen hatte man damals sehr aggressiv seitens der Verantwortlichen zurückgewiesen, schnell Baurecht geschaffen und letztendlich umgesetzt.
In bezug auf die sogenannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sei seitens des AHA angemerkt, dass diese nur im räumlichen Zusammenhang Sinn erbringen. Dabei verweist jedoch der AHA zum wiederholtenmale auf die mangelnde Qualität und Quantität der Vorhaben. So hält es der AHA für wesentlich sinnvoller, anstatt Gehölze anzupflanzen, Sukzessionsflächen bereit zu halten. Nur so lässt sich die Entwicklung standortgerechter und artengerechter Gehölzflächen realisieren.

AHA führt Radexkursion entlang der Ilm durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 11.05.2013 eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion Fahrradexkursion durch die Ilmaue zwischen Weimar und Apolda durch.
Die Fahrradexkursion bildet den Auftakt für ein ehrenamtliches Engagements des AHA für den Schutz, Erhalt und Entwicklung des 128,7 km langen Flusses Ilm, welcher nach Saale, Werra und Unstrut der viertlängste Fluss Thüringens und viertlängste Nebenfluss der Saale ist. Es gilt die Ilm und ihre Aue als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Überflutungsraum sowie Biotopverbund- und Naherholungsraum zu schützen, zu erhalten und womöglich umfassend zu erweitern. Dies erfordert einen umfassenden gesamtgesellschaftlichen Einsatz und eine Einbindung in die Schutzaktivitäten in der Saaleaue.
Im Rahmen der Fahrradexkursion beabsichtigt der AHA vor Ort seine ersten Vorstellungen und Gedanken darzulegen. Dazu zählen die Betrachtung der Bedeutung des Gewässerraumes der Ilm und ihrer sehr bedeutsamen Aue. Darüber hinaus ist vorgesehen Möglichkeiten der Mitwirkung von Interessierten zu erläutern. Ebenso möchte der AHA in dem Zusammenhang die Überlegungen der Bildung einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe für die Ilm sowie von Ortsgruppen in Weimar und Apolda vorstellen.
Die Fahrradexkursion beginnt 10.00 Uhr an der Ilmbrücke Steinbrückenweg Oberweimar in Weimar und endet am Bahnhof Apolda.
Wer noch mehr zu der Radexkursion und den Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

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