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Bäume pflanzen statt abholzen

Das war wieder das Motto unter dem die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum achten mal auch am Karfreitag, den 25.03.2016 aufgerufen hatten, um Bäume auf die Ziegelwiese in Halle (Saale) zu pflanzen. Zum Treff an der Ochsenbrücke zwischen Riveufer und Ziegelwiese in Halle (Saale) waren 22 Mitglieder und Freunde beider Organisationen erschienen. Mit der Aktion setzten beide Organisationen erneut ein deutliches Zeichen für ein umfassendes mehr, statt weniger Gehölze, welche eine große ökologische und landschaftsgestaltende Funktion ausüben.

Bild 04 - Ein Geschenk als Dank für die Spende

Bild 04 – Ein Geschenk als Dank für die Spende

Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei.
Jedoch die Stadt Halle (Saale) geht rechtlich und praktisch einen anderen Weg. Die nunmehrige hallesche Baumschutzsatzung trägt keinesfalls zum angemessenen Schutz und Erhalt von Bäumen und Sträuchern bei. In der Praxis zeigt sich das mangelnde Schutzverständnis u.a. in den Massenfällungen am Saaleufer am Holzplatz/Pulverweiden, zwischen Genzmerbrücke und Karl-Meseberg-Straße, in der Beesener Straße, im und am Gelände des früheren Gesundbrunnenbades, am Gimritzer Damm, in der Delitzscher Straße, im Gelände des künftigen Sitzes der Leopoldina, in der Berliner Straße, in der Otto-Stomps-Straße, Fiete-Schulze-Straße sowie nicht zuletzt auch am Steintor, auf der Peißnitzinsel und der Ziegelwiese. Nunmehr sind z.B. die Baumbestände am Gimritzer Damm und in Teilen der Heideallee massiv bedroht.
Dieser inakzeptablen und katastrophalen Gehölzschutzpolitik Halles gegenüber Alternativen aufzuzeigen, diente auch die siebente Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“ am Karfreitag, den 03.04.2015.

Bevor die eigentliche Aktion begann, überreichte Ines Wegel, Inhaberin der Burg-Apotheke in Wettin und der Ahorn-Apotheke in Halle in Ihrem Namen und ihrer Apothekenteams dem AHA eine Umweltspende im Umfang von 200,00 Euro. Dazu sei folgende Erklärung der Wegel Apotheken zitiert, Zitat:

Plastiktüte nur gegen Umweltspende

Wer auf eine Plastiktüte nicht verzichten möchte, kann bei uns trotzdem etwas für die Umwelt tun

Mit einer besonderen Aktion sind die Wegel-Apotheken zum Zwecke des Umweltschutzes aktiv geworden.

Ines Wegel, Inhaberin der Burg-Apotheke in Wettin und der Ahorn-Apotheke in Halle, und ihre Apothekenteams empfanden es schon lange als störend jeden Tag eine unsinnige Menge an Plastiktüten abzugeben, die meist sofort zu Hause wieder im Müll landen.

Wer dennoch nicht auf eine Plastiktüte in den beiden Apotheken verzichten möchte, spendet bereits seit Juli 2014 seinen Betrag für den Umweltschutz.

Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden so 200 Euro gesammelt, die am 25.03.2016 dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. übergeben wurden.

Der Verein setzt sich für den Schutz, die Erhaltung und die Pflege der Auenbiotope im halleschen Saaletal ein und klärt die Bevölkerung zum Thema Umwelt- und Naturschutz auf.

Die Burg-Apotheke in Wettin und die Ahorn-Apotheke in Halle hoffen, so das Umweltbewusstsein ihrer Patienten noch weiter zu stärken und den Verbrauch von Plastiktüten weiter zu senken.

Zitat Ende

Im Namen aller Mitglieder von AHA und Initiative „Pro Baum“ sowie der anwesenden Freunde beider Organisationen bedankte sich Vorsitzender Andreas Liste ganz herzlich für das mit der Übergabe der Spende verbundene Vertrauen und drückte den Wunsch zur weiteren Zusammenarbeit aus. Die übergebene Spende fließt eindeutig in die Pflanzaktion am 25.03.2016 ein. Ferner lud er Ines Wegel und ihre Apothekenteams recht herzlich zu allen Veranstaltungen beider Organisationen ein.

Im Rahmen dieser Aktion pflanzten Mitglieder und Freunde der Initiative „Pro Baum“ (IPB) und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Stieleiche, eine Gemeine Esche und eine Schwarzerle auf die Ziegelwiese. Beeinflusst war das Bild von Leere des Standortes einer vom Orkan „Niklas“ am 31.03.2014/01.04.2014 umgeworfenen großen Hybridpappel sowie der Stümpfe von drei gefällten Silberpappeln. Somit war die Pflanzung diesmal wiederum auch eine verstärkte Botschaft in Richtung Schutz unseres Klimas, welchem u.a. die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) jedoch durch den zerstörerischen Umgang mit den ihnen anvertrauten Bestand an Bäumen und Sträuchern stark entgegen wirken.
Die anwesenden Mitglieder und Freunde von IPB und AHA waren sich zudem einig, dass die Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“ so lange ihre Fortsetzung finden muss, bis die Ursachen nicht mehr bestehen. Damit rechnet jedoch keiner der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion, so dass die Fortsetzung Nummer 9 im kommenden Jahr schon jetzt als vorprogrammiert ist.
Dank gilt es an der Stelle den engagierten Akteuren des Tages zu sagen sowie den größeren finanziellen Beiträgen der Tilia GmbH und der Wegel Apotheken, welche somit ebenfalls entscheidend zum Gelingen beigetragen haben.

Als nächster Meilenstein im Jahr 2016 u.a. in Sachen Schutz unserer Gehölze fungiert eine ca. fünfstündige Exkursion am Tag des Baumes am Montag, den 25.04.2016, welche IPB und AHA ebenfalls gemeinsam durchführen. Die Exkursion, welche 16.30 Uhr am halleschen Peißnitzhaus (früheres Pionierhaus) auf der Peißnitzinsel beginnt, hat folgende Route:
NSG Peißnitznordspitze, Gimritzer Damm und Heideallee sowie entlang des Saugrabens bis zum Landschaftsschutzgebiet „Dölauer Heide“ in Halle (Saale)
Diese Route steht symbolisch für das Unvermögen des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) einen zeitgemäßen, nachhaltigen Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu betreiben sowie einen ordnungsgemäßen, konzeptionell-wissenschaftlich-fundierten Umgang mit Hochwasser länderübergreifend und fließgewässerorientiert zu organisieren, zu planen und umzusetzen.
Die IPB und der AHA möchten daher diese Exkursion nutzen, nicht nur auf bestehende Missverständnisse –wie z.B. der mit massiven Verwüstungen am Gehölzbestand und Stadtbild sowie Einschränkungen des Überflutungsgebietes der Saale verbundenen und begonnenen Deichbau am Gimritzer Damm- hinzuweisen, sondern der interessierten Öffentlichkeit eigene Vorschläge darzulegen und zu erörtern.

In Vorbereitung der neunten Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“ , welche aller Voraussicht nach am Karfreitag, den 14.04.2017 stattfinden wird, rufen bereits jetzt die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die hallesche Bevölkerung zur massiven Mitwirkung auf. Dazu können organisatorische und finanzielle Hilfe beitragen.

Wer finanziell Unterstützung leisten möchte, -z.B. zum Kauf von Bäumen- kann dies unter folgender Bankverbindung des AHA tun:

  • Konto: 380 302 257 oder BIC: NOLADE21HAL
  • Bankleitzahl: 800 537 62 oder IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
  • Saalesparkasse
  • Verwendungszweck „Bäume“

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an:

Gesund ist Bunt Apotheke Logo

Wegel Apotheken Logo

Darüber hinaus können Interessenten auch organisatorisch und inhaltlich mitwirken und sich dazu an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46;
Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Fotos: Dietmar Hörner & Werner Zabel

AHA und Initiative „Pro Baum“ verurteilen Massenfällungen am halleschen Steintor

Wie bereits seit Langem vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ befürchtet, haben die Massenfällungen am halleschen Steintor fast zur Komplettzerstörung des Parks am Steintor geführt. Die sehr große Besorgnis beider Organisationen in Sachen Schutz und Erhalt des umfassenden und bedeutsamen Gehölzbestandes in dem Bereich haben sich somit leider bestätigt.
Nach den gegenwärtigen Planungen hat man 59 Bäume als „nicht verkehrssicher“ eingestuft, wovon 10 Bäume die Wertung „gefährliche Bäume“ erhalten haben. Mit der Fällung dieser Bäume und der Abholzungen zu Gunsten der geplanten Verkehrsanlagen hat die Stadt Halle (Saale) schon die Vernichtung von 107 Bäumen in Rechnung gestellt. Hinzu kommt noch die angedachte pauschale Fällung von 28 nektarreichen und blühreichen Robinien. Somit wären eigentlich von den 30 „Restbäumen“ nur noch 2 Bäume übrig.

1a-Halle Blick Von Großer Steinstraße Nach Südosten Zukreuzung Magdeburger Straße & Krausenstraße & Am Steintor  (1)

1a-Halle Blick Von Großer Steinstraße Nach Südosten Zukreuzung Magdeburger Straße & Krausenstraße & Am Steintor (1)

Die bisher durchgeführten und ggf. noch zu befürchtenden Fällungen zielen nunmehr offenkundig auf eine komplette Vernichtung des Parks ab. Nach Auffassung von AHA und Initiative „Pro Baum“ ist das ein weiterer Ausdruck einer arroganten, ignoranten und fachlich inkompetenten Politik der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale), welche sich einreiht in die Massenabholzungen in Delitzscher Straße, Otto-Stomps-Straße/Fiete-Schulze-Straße, Beesener Straße, in der Paracelsusstraße und am Gimritzer Damm. Der Schutz und Erhalt von Umwelt und Natur spielt bei den Planungen weder bei der Verwaltung der Stadt Halle (Saale) unter Leitung des Oberbürgermeisters Dr. Bernd Wiegand, noch bei einer Mehrheit des halleschen Stadtrates eine erkennbare Rolle. Immer wieder verdeutlicht sich dabei, dass bei der halleschen Stadtplanung Gehölze nur als Störfaktoren gelten und so behandelt werden.

3a-Halle Blick Von Großer Steinstraße Nach Südwesten Zukreuzung Am Steintor & Große Steinstraße  (1)

3a-Halle Blick Von Großer Steinstraße Nach Südwesten Zukreuzung Am Steintor & Große Steinstraße (1)

Beide Organisationen forderten immer wieder den vollständigen Erhalt des Steintorparks und appellierten daher dringend an die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf die Planungen entsprechend anzupassen. Ebenso mahnten AHA und Initiative „Pro Baum“ immer wieder an, noch einmal genau zu überprüfen, wie es tatsächlich mit der Gesundheit und Standfestigkeit der Bäume bestellt ist. Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ legten dazu am 10.04.2013 und in Folge der Exkursion am 24.09.2013 dem Stadtrat der Stadt Halle (Saale) und dem halleschen Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand gemeinsame Stellungnahmen zum Umbau des Steintors in der Stadt Halle (Saale) vor. Dazu zählte neben technischen Vorschlägen zur Umverlegung der Gleise, von Straßenabschnitten und Wegen, der Vorschlag einer Verkehrsberuhigung des Areals „Am Steintor“. Die Verkehrsströme müssen nicht über den Platz verlaufen. Ferner können die Bahngleise fahrbahnunabhängig verlaufen. Eine Aufwertung des Platzes ist ebenso zu erwarten, da bestehende bzw. sich entwickelnde Gastronomie Teile des Bereiches mitnutzen können.
Die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) nahmen offenbar keine Notiz von den Vorschlägen und Überlegungen.

Wer Interesse an der ebengenannten Stellungnahme hat, kann diese in der AHA-Homepage http://www.aha-halle.de lesen. Hier der Link zum Artikel mit der Stellungnahme.
Nunmehr fordern AHA und die Initiative „Pro Baum“ endlich die alternativen Vorstellungen zur Gestaltung und Entwicklung des Schlüsselbereiches in der Stadt Halle (Saale) ernst zu nehmen, alle weiteren Fällungen sofort zu stoppen und den Park mit umfassenden Gehölzneupflanzungen wieder zu beleben!

Fotos: Andreas Liste

Initiative „Pro Baum“ begrüßt Baumbepflanzungen in der halleschen Thomasiusstraße

Mit großem Interesse hat die Initiative „Pro Baum“ Pläne der Stadt Halle (Saale) aufgenommen, in der Thomasiusstraße, nach dem geplanten Ende der Bauarbeiten im Juni 2018, 66 Bäume zu pflanzen. Die Initiative „Pro Baum“ sieht hier einen richtigen und sehr wichtigen Schritt in Richtung der Entwicklung einer grüneren Stadt Halle (Saale). Dies stellt nach Ansicht der Initiative „Pro Baum“ einen sehr beachtlichen Ansatz hinsichtlich der Entwicklung zu einer grüneren Stadt dar, wo die Verbesserung der ökologischen Situation, der Wohnqualität und stadtgestalterischer Gesichtspunkte eine bedeutsamere Rolle spielt. Die bisherige und garantiert noch hauptsächliche Planungsabsicht bewusst oder unbewusst dem Auto eine besonders bedeutende Funktion einzuräumen, erhält hier ansatzweise einmal einen dringend notwendigen Einhalt. Dabei sieht die Initiative „Pro Baum“ weiterhin noch wesentlich mehr Handlungsbedarf, um den Gehölzbestand nicht nur zu erhalten und zu schützen, sondern umfassend auszuweiten.

So legte die Initiative „Pro Baum“ bereits mit Schreiben vom 31.07.2006 der damaligen Oberbürgermeisterin Halles Ingrid Häußler die ersten Vorschläge für mögliche Standorte für Nach- bzw. Neupflanzungen von Straßenbäumen in 3 Stadtteilen vor. Es handelt sich dabei um das Stadtzentrum, Giebichenstein und das Paulusviertel. Zum Beispiel allein für das Paulusviertel ermittelte man ein Potenzial für Nach- und Neupflanzungen im Umfang von 334 Bäumen. Mit Schreiben vom 23.09.2013 schlug die Initiative „Pro Baum“ dem nunmehrigen halleschen Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand in der Landsberger Straße eine Bepflanzung von einreihig 22 bzw. zweireihig von 44 Bäumen vor. Die Initiative „Pro Baum“ ist der Auffassung, dass im Stadtgebiet von Halle (Saale) noch weitere Reserven und Standorte zur Nach- und Neu- bzw. Erstbepflanzung von Bäumen bestehen. Daher beabsichtigt die Initiative „Pro Baum“ die Forstsetzung der Erfassung möglicher Standorte zur Bepflanzung von Bäumen entlang von Straßen und Wegen zu intensivieren.

Wie jedoch der bestehende Widerstand in der Thomasiusstraße deutlich aufzeigt, haben ca. 25 Jahre politisch geförderte Dominanz des Motorisierten Individualverkehrs als Ausdruck von „Freiheit“ und „Selbstbestimmtheit“ massive Spuren im Denken und Handeln der Menschen hinterlassen. Dies ist aber auch einer eng damit verbundenen massiven Ausdünnung und Verteuerung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie des Schienenpersonennah- und Schienenpersonenfernverkehrs geschuldet. Somit hat sich der Wille, der Druck und der Zwang das Auto für den Berufs- und Freizeitverkehr zu nutzen unverantwortlich erhöht.

Im Raum des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes sollte daher die Prüfung der Umsetzung eines fahrscheinlosen des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie des Schienennahverkehrs eine gründliche und umfassende Intensivierung erfahren.
Nach Auffassung der Initiative „Pro Baum“ gilt es nunmehr im engen und umfassenden Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern das Vorhaben anzugehen und daher weiter voranzutreiben. Eine weitere Begrünung in der der Stadt Halle (Saale) ist jedoch nicht nur eine Angelegenheit der Anwohnerinnen und Anwohner der Thomasiusstraße, sondern aller in Halle lebenden und arbeitenden Menschen.

Die Initiative „Pro Baum“ beabsichtigt im Rahmen des nächsten Treffens am Montag, den 25.01.2016, 19.00 Uhr im Versammlungsraum des Reformhauses Halle in der Großen Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale) zu dem Vorhaben zu beraten. Ferner besteht die Möglichkeit mit der Initiative „Pro Baum“ unter folgender Anschrift Kontakt aufzunehmen:

Initiative „Pro Baum“
c/o
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46; Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: initiativeprobaum@yahoo.de

AHA und Initiative „Pro Baum“ stellen mit Sorge die Entwicklungen am halleschen Steintor und zum GSZ fest

Wie bereits seit Langem vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ befürchtet, zeigen haben nun die ersten Massenfällungen am halleschen Steintor ihre Auswirkungen. Die sehr große Besorgnis beider Organisationen in Sachen Schutz und Erhalt des umfassenden und bedeutsamen Gehölzbestandes in dem Bereich haben sich bestätigt.

Nach den gegenwärtigen Planungen hat man 59 Bäume als „nicht verkehrssicher“ eingestuft, wovon 10 Bäume die Wertung „gefährliche Bäume“ erhalten haben. Mit der Fällung dieser Bäume und der Abholzungen zu Gunsten der geplanten Verkehrsanlagen hat die Stadt Halle (Saale) schon die Vernichtung von 107 Bäumen in Rechnung gestellt. Hinzu kommt noch die angedachte pauschale Fällung von 28 nektarreichen und blühreichen Robinien. Somit wären eigentlich von den 30 „Restbäumen“ nur noch 2 Bäume übrig.

Die begonnenen Fällungen zielen nunmehr offenkundig auf eine komplette Vernichtung des Parks ab.

Beide Organisationen forderten immer wieder den vollständigen Erhalt des Steintorparks und appellierten daher dringend an die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf die Planungen entsprechend anzupassen. Ebenso mahnten AHA und Initiative „Pro Baum“ immer wieder an, noch einmal genau zu überprüfen, wie es tatsächlich mit der Gesundheit und Standfestigkeit der Bäume bestellt ist. Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ legten dazu am 10.04.2013 und in Folge der Exkursion am 24.09.2013 dem Stadtrat der Stadt Halle (Saale) und dem halleschen Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand gemeinsame Stellungnahmen zum Umbau des Steintors in der Stadt Halle (Saale) vor. Dazu zählte neben technischen Vorschlägen zur Umverlegung der Gleise, von Straßenabschnitten und Wegen, der Vorschlag einer Verkehrsberuhigung des Areals „Am Steintor“. Die Verkehrsströme müssen nicht über den Platz verlaufen.

Diese Stellungnahmen und Vorschläge bildeten offenbar keine Diskussionsgrundlage beim halleschen Stadtrat und beim Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale). Nun fordern AHA und Initiative „Pro Baum“ die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf keine weiteren Reduzierungen des Parks und seines Gehölzbestandes zuzulassen bzw. vorzunehmen.

Ebenso mit großem Interesse und großer Sorge verfolgen die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die gegenwärtige Entwicklung am nunmehrigen Baustandort des Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Zentrums (GSZ). Die ausgebliebene, von der Initiative „Pro Baum“ und vom AHA immer wieder eingeforderte breite öffentlichen Diskussion in der Angelegenheit ist ja nun leider weitgehend ausgeblieben. Nun ist das eingetreten, was beide Organisationen befürchtet haben, aber zum Beispiel von den Verantwortlichen u.a. bei der von der Initiative „Pro Baum“ am 01.07.2008 in der Heiligkreuzgemeinde organisierten und durchgeführten öffentlichen Forum immer abgestrittenen Gefahr der Massenfällung von Bäumen. Bereits in der Anfangsphase fällte man im Bereich der Adam-Kuckhoff-Straße mindestens eine alte Rosskastanie und einen sehr großen Bergahorn.

Mit der Fällung von weiteren 6 großen, standortbestimmenden Bäumen offenbarte sich zum wiederholten Male, dass die Verantwortlichen erwartungsgemäß nicht Wort gehalten haben. Gleiches ist vom Park am früheren Standort der Landwirtschaftlichen Fakultät zu berichten. Hier fanden massive Eingriffe in den Gehölzbestand ein, obwohl man auch hier andere Aussagen traf.

Ferner zeugt der Standort von unpassender Bauweise, welche sich auf Gestaltung der Gebäude und massiver Flächenversiegelung bezieht. Initiative „Pro Baum“ und AHA schlagen daher vor, eine umfassende Reduzierung der Flächenversiegelung und Erhöhung des Grünanteils vorzunehmen. In dem Zusammenhang erscheint es sinnvoll zu sein neben der Pflanzung von Bäumen, mit Wand- bzw. Fassadenbegrünung mit Klettergehölzen zu arbeiten. Ferner appellieren beide Organisationen an die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) dafür Sorge zu tragen, den Gehölzbestand auf dem Gelände der früheren Landtechnik, in Angrenzung an den ehemaligen „Bauernclub“ und das Julius-Kühn-Haus an der Ludwig-Wucherer-Straße zu erhalten bzw. zu sichern.

Fotos Andreas Liste

Bäume pflanzen statt abholzen

Das war wieder das Motto unter dem die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum siebentenmal auch am Karfreitag, den 03.04.2015 aufgerufen hatten, um Bäume auf die Ziegelwiese in Halle (Saale) zu pflanzen. Zum Treff an der Ochsenbrücke zwischen Riveufer und Ziegelwiese in Halle (Saale) waren zahlreiche Mitglieder und Freunde beider Organisationen erschienen.

Mit der Aktion setzten beide Organisationen erneut ein deutliches Zeichen für ein umfassendes mehr, statt weniger Gehölze, welche eine große ökologische und landschaftsgestaltende Funktion ausüben. Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei.

Jedoch die Stadt Halle (Saale) geht rechtlich und praktisch einen anderen Weg. Die nunmehrige hallesche Baumschutzsatzung trägt keinesfalls zum angemessenen Schutz und Erhalt von Bäumen und Sträuchern bei. In der Praxis zeigt sich das mangelnde Schutzverständnis u.a. in den Massenfällungen am Saaleufer am Holzplatz/Pulverweiden, zwischen Genzmerbrücke und Karl-Meseberg-Straße, in der Beesener Straße, im und am Gelände des früheren Gesundbrunnenbades, am Gimritzer Damm, in der Delitzscher Straße, im Gelände des künftigen Sitzes der Leopoldina, in der Berliner Straße, in der Otto-Stomps-Straße, Fiete-Schulze-Straße sowie nicht zuletzt auch am Steintor, auf der Peißnitzinsel und der Ziegelwiese. Nunmehr sind z.B. die Baumbestände im Böllberger Weg und in Teilen der Heideallee massiv bedroht.
Dieser inakzeptablen und katastrophalen Gehölzschutzpolitik Halles gegenüber Alternativen aufzuzeigen, diente auch die siebente Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“ am Karfreitag, den 03.04.2015.

Im Rahmen dieser Aktion pflanzten Mitglieder und Freunde der Initiative „Pro Baum“ (IPB) und des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) eine Stieleiche, eine Gemeine Esche und eine Schwarzerle auf die Ziegelwiese. Beeinflusst war das Bild von einer vom Orkan „Niklas“ umgeworfenen großen Hybridpappel. Somit war die Pflanzung diesmal auch eine verstärkte Botschaft in Richtung Schutz unseres Klimas, welchem u.a. die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) jedoch durch den zerstörerischen Umgang mit den ihnen anvertrauten Bestand an Bäumen und Sträu-chern stark entgegen wirken.

Die anwesenden Mitglieder und Freunde von IPB und AHA waren sich zudem einig, dass die Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“ so lange ihre Fortsetzung finden muss, bis die Ursachen nicht mehr bestehen. Damit rechnet jedoch keiner der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion, so dass die Fortsetzung Nummer 8 im kommenden Jahr schon jetzt als vorprogrammiert ist. Dank gilt es an der Stelle den engagierten Akteuren des Tages zu sagen sowie dem größeren finanziellen Beitrag der Tilia GmbH, welche wie bereits im Jahr 2014, somit ebenfalls zum Gelingen beigetragen hat.

Als nächster Meilenstein im Jahr 2015 u.a. in Sachen Schutz unserer Gehölze fungiert eine ca. fünfstündige Exkursion am Tag des Baumes am Samstag, den 25.04.2015, welche IPB und AHA ebenfalls gemeinsam durchführen. Die Exkursion, welche 10:00 Uhr am halleschen Peißnitzhaus (früheres Pionierhaus) auf der Peißnitzinsel beginnt, hat folgende Route:
NSG Peißnitznordspitze, Gimritzer Damm und Heideallee sowie entlang des Saugra-bens bis zum Landschaftsschutzgebiet „Dölauer Heide“ in Halle (Saale)

Diese Route steht symbolisch für das Unvermögen des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) einen zeitgemäßen, nachhaltigen Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu betreiben sowie einen ordnungsgemäßen, konzeptionell-wissenschaftlich-fundierten Umgang mit Hochwasser länderübergreifend und fließgewässerorientiert zu organisieren, zu planen und umzusetzen.

Die IPB und der AHA möchten daher diese Exkursion nutzen, nicht nur auf bestehende Missverständnisse –wie z.B. der mit massiven Verwüstungen am Gehölzbestand und Stadtbild sowie Einschränkungen des Überflutungsgebietes der Saale verbundenen und begonnenen Deichbau am Gimritzer Damm hinzuweisen, sondern der interessierten Öffentlichkeit eigene Vorschläge darzulegen und zu erörtern.

In Vorbereitung der achten Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“ , welche aller Voraussicht nach am Karfreitag, den 25.03.2016 stattfinden wird, rufen bereits jetzt die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die hallesche Bevölkerung zur massiven Mitwirkung auf. Dazu können organisatorische und finanzielle Hilfe beitragen. Wer finanziell Unterstützung leisten möchte, z.B. zum Kauf von Bäumen kann dies unter folgender Bankverbindung des AHA tun:

  • Konto: 380 302 257 oder BIC: NOLADE21HAL
  • Bankleitzahl: 800 537 62 oder IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
  • Saalesparkasse
  • Verwendungszweck „Bäume“

Darüber hinaus können Interessenten auch organisatorisch und inhaltlich mitwirken und sich dazu an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46; Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
Internet: http://www.aha-halle.de; E-Mail: aha_halle@yahoo.de

AHA und Initiative „Pro Baum“ verurteilen Massenfällungen am halleschen Steintor

Wie bereits seit Langem vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und der Initiative „Pro Baum“ befürchtet, haben nun die Massenfällungen am halleschen Steintor begonnen. Die sehr große Besorgnis beider Organisationen in Sachen Schutz und Erhalt des umfassenden und bedeutsamen Gehölzbestandes in dem Bereich haben sich bestätigt. Nach den gegenwärtigen Planungen hat man 59 Bäume als „nicht verkehrssicher“ eingestuft, wovon 10 Bäume die Wertung „gefährliche Bäume“ erhalten haben. Mit der Fällung dieser Bäume und der Abholzungen zu Gunsten der geplanten Verkehrsanlagen hat die Stadt Halle (Saale) schon die Vernichtung von 107 Bäumen in Rechnung gestellt. Hinzu kommt noch die angedachte pauschale Fällung von 28 nektarreichen und blühreichen Robinien. Somit wären eigentlich von den 30 „Restbäumen“ nur noch 2 Bäume übrig.

Die begonnenen Fällungen zielen nunmehr offenkundig auf eine komplette Vernichtung des Parks ab. Nach Auffassung von AHA und Initiative „Pro Baum“ ist das ein weiterer Ausdruck einer arroganten, ignoranten und fachlich inkompetenten Politik der Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale), welche sich einreiht in die Massenabholzungen in Delitzscher Straße, Otto-Stomps-Straße/Fiete-Schulze-Straße, Beesener Straße, in der Paracelsusstraße und am Gimritzer Damm. Der Schutz und Erhalt von Umwelt und Natur spielt bei den Planungen weder bei der Verwaltung der Stadt Halle (Saale) unter Leitung des Oberbürgermeisters Dr. Bernd Wiegand, noch bei einer Mehrheit des halleschen Stadtrates eine erkennbare Rolle. Immer wieder verdeutlicht sich dabei, dass bei der halleschen Stadtplanung Gehölze nur als Störfaktoren gelten und so behandelt werden. Beide Organisationen forderten immer wieder den vollständigen Erhalt des Steintorparks und appellierten daher dringend an die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf die Planungen entsprechend anzupassen. Ebenso mahnten AHA und Initiative „Pro Baum“ immer wieder an, noch einmal genau zu überprüfen, wie es tatsächlich mit der Gesundheit und Standfestigkeit der Bäume bestellt ist. Der AHA und die Initiative „Pro Baum“ legten dazu am 10.04.2013 und in Folge der Exkursion am 24.09.2013 dem Stadtrat der Stadt Halle (Saale) und dem halleschen Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand gemeinsame Stellungnahmen zum Umbau des Steintors in der Stadt Halle (Saale) vor. Dazu zählte neben technischen Vorschlägen zur Umverlegung der Gleise, von Straßenabschnitten und Wegen, der Vorschlag einer Verkehrsberuhigung des Areals „Am Steintor“. Die Verkehrsströme müssen nicht über den Platz verlaufen. Ferner können die Bahngleise fahrbahnunabhängig verlaufen. Eine Aufwertung des Platzes ist ebenso zu erwarten, da bestehende bzw. sich entwickelnde Gastronomie Teile des Bereiches mitnutzen können. Die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) nahmen offenbar keine Notiz von den Vorschlägen und Überlegungen.

Wer Interesse an der ebengenannten Stellungnahme hat, kann diese in der AHAHomepage http://www.aha-halle.de lesen. Nunmehr fordern AHA und die Initiative „Pro Baum“ endlich die alternativen Vorstellungen zur Gestaltung und Entwicklung des Schlüsselbereiches in der Stadt Halle (Saale) ernst zu nehmen und alle Fällungen sofort zu stoppen!

Stellungnahme des AHA zum Steintor

Fotos: Christine Fröhlich

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