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AHA führt Exkursion in Leipzigs Pleiße-Elster-Aue durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 03.11.2018 eine ca. dreieinhalbstündige Herbstexkursion in die Pleiße-Elster-Aue in der Stadt Leipzig durch. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigt der AHA die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Auenlandschaft sowie Möglichkeiten zu deren Schutz und Weiterentwicklung aufzuzeigen. Dazu gehört ferner über Potenziale der Ausweitung von Retentionsflächen, die naturnahe und standortgerechte Entwicklung des Auenwaldes sowie die Nutzung für Wissenschaft, Bildung, Naherholung und Tourismus zu beraten.

Dabei beabsichtigt der AHA eigene Vorstellungen zum Schutz, Erhalt und zur Weiterentwicklung der Auenlandschaft darzulegen. Dazu zählen die Vorrangigkeit einer naturnahen Entwicklung, die Ausweitung von Retentionsflächen und das Ende flächendeckender Abholzungen.

Ebenfalls ist vorgesehen Vorstellungen zu den Gedanken zur Ausweisung der Elsteraue als UNESCO-Weltkulturerbe vorzustellen.

In dem Zusammenhang möchte der AHA Varianten der Mitwirkung von ehrenamtlichen Interessenten aufzeigen und seiner Regionalgruppe Leipzig und Umland vorstellen.
Treff ist 10.00 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle „Koburger Brücke“ der Linie 9 in Richtung „Markleeberg-West“. Enden wird die Exkursion spätestens am Hauptbahnhof Leipzig.
Wer mehr zu der Exkursion und des Aktivitäten des AHA in der Stadt Leipzig und ihrem Umland erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

AHA und Initiative „Pro Baum“ fordern weiterhin Erhalt des Gehölzbestandes am Riveufer in der Stadt Halle (Saale) und rufen zur Protestexkursion auf

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Halle (Saale) René Rebenstorf hat eine Beschlussvorlage „Variantenbeschluss Hochwasserfolgemaßnahmen Riveufer“ dem halleschen Stadtrat zur seiner Sitzung am 26.09.2018 vorgelegt.

Dieser hat nun offensichtlich die Vertagung beschlossen, was aber bedeutet, dass die Pläne nicht vom Tisch sind.

In den Planungsunterlagen gibt man als Bestand der Baumallee 146 Linden und 9 Rosskastanien, also gesamt 155 Bäume an. Im Zuge von geplanten Baumaßnahmen beabsichtigt man insgesamt 99 Bäume, davon 28 Alleebäume zu fällen. Das sind 18.06 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Alleebäume. Als Gründe gibt man den Zustand und Sanierungserfordernisse für den Abwasserhauptsammler sowie die Sanierung des „Senkgartens“ nördlich des Heinrich-Heine-Felsens sowie die fehlende Vitalität von zahlreichen Bäumen an.

Nunmehr liegt laut Medienberichtern ein Gutachten des Inhabers der Universitätsprofessur für Geobotanik im Institut für Biologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Prof. Dr. rer. nat. habil. Helge Bruelheide sowie des Herbarkustos / curator vom Bereich Geobotanik und Botanischer Garten, Herbarium im Institut für Biologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Prof. Dr. rer. nat. habil. Uwe Braun vor, welches durchaus zu gegenteiligen Ergebnissen kommt.

Auf Grund dieser momentanen Faktenlage fordern der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ nunmehr eine gutachterliche Transparenz ein und somit die unverzügliche vollständige Veröffentlichung aller existierenden Gutachten zum Zustand der Bäume im Bereich des halleschen Riveufers.

Ferner besteht aus der Sicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ hier noch sehr viel Raum einer alternativen Entwicklung des Riveufers. So sehen beide Organisationen das dringende Erfordernis die stark befestigten Standräume aufzulockern oder gar auszutauschen, da u.a. die Verwendung von Auftausalzen zu starken Bodenbelastungen geführt haben. Mangelnde Durchlüftung, schlechte Zufuhr von Wasser und Salzbelastungen haben unweigerlich zur Schwächung des Baumbestandes mit entsprechenden Infektionen geführt. Daher sind auch fach- und sachgerechte Schnittmaßnahmen erforderlich, um den Bäumen bei dem „Abstoß“ angeblich infizierter Kronenteilen zu helfen.

Im Bereich des Hauptsammlers halten es Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ für erforderlich selektive Rückschnitte von Wurzelbereichen zu prüfen und den Hauptsammler so zu gestalten und zu ertüchtigen, dass ein Eindringen von Wurzeln künftig ausgeschlossen ist. Zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen erscheint es sinnvoll zu sein, dort wo es möglich ist, den obengenannten Bodenaustausch zu realisieren.

Im Zuge der Sanierung des „Senkgartens“ nun eine „Steinschlagsicherung“ vorzunehmen erscheint beiden Organisationen vollkommen überflüssig zu sein. Der bestehende Gehölzbestand hat bisher hervorragend diese „Steinschlagsicherung“ übernommen. Eine ordnungsgemäße langjährige Beobachtung des Standortes im Vorfeld der Maßnahmeplanung ist offenbar ausgeblieben. Daher ist das Vorhaben auf ca. 800 m² ca. 30 Bäume zu fällen vollkommen überflüssig und daher zu unterlassen. Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ weisen an der Stelle darauf hin, dass die Vermehrung von Bäumen über Samen die natürliche, generative Vermehrungsform ist und versteht daher nicht die geringe Wertschätzung durch die Verwaltung der Stadt Halle (Saale).

Auf Grund der unzureichenden fachlichen und sachlichen Betrachtung halten es daher Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ für dringend geboten die Planungen vollständig neu zu starten und so zu gestalten, dass eine umfassende öffentliche Beteiligung stattfindet.

Hinsichtlich der Planung weisen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ darauf hin, dass nach eigenen Angaben der Stadt Halle (Saale) unter Natur- und Denkmalschutz stehen und weist auf das Zitat aus dem Denkmalschutzverzeichnis in der Beschlussvorlage, auf Seite 4 hin:

„Dem gewundenen malerischen Verlauf des Flusses folgende Straße, die saaleseitig von einer Promenade mit Lindenallee begleitet wird. Die Straße wird durch das Saaleufer mit dem reichen Baumbestand, die aufragenden Porphyrfelsen und die freistehenden, repräsentativen Villen landschaftlich und architektonisch geprägt.“ Zitat Ende

Nach Auffassung von Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ widerspricht jedoch die gegenwärtige Beschlussvorlage „Variantenbeschluss Hochwasserfolgemaßnahmen Riveufer“ eindeutig dieser Darstellung und Erhaltungsziel.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ fordern daher Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) auf, eine transparente, fachlich fundierte Stadtplanung im Bereich des Riveufers vorzunehmen, wo der Schutz, der Erhalt und die Verbesserung von Umwelt, Natur sowie Landschafts- und Stadtbild das Primat haben.

In dem Zusammenhang bekunden Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ weiter und verstärkt für den Schutz, Erhalt, Betreuung und Erweiterung der Gehölzbestände aktiv zu sein.

Aus diesen Gründen rufen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ zu einer gemeinsamen Protestexkursion am Mittwoch, den 31.10.2018 zum halleschen Riveufer auf und appellieren an die interessierte Bevölkerung, aber auch an die Verantwortlichen von Politik und Verwaltung sowie die Gutachter an der Veranstaltung teilzunehmen.

Treff: 11:00 Uhr Ecke Burgstraße/Riveufer

Ferner sind interessierte Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Verbände, Vereine und weitere Organisationen eingeladen im AHA und in der Initiative „Pro Baum“ mit- und zusammenzuarbeiten. Wer Interesse hat daran mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeiten:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) & Initiative „Pro Baum“
c/o Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail „Initiative Pro Baum“: initiativeprobaum@yahoo.de

Ankündigung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Fasanerie in Köthen am 06.11.2018

Informations- und Diskussionsveranstaltung für die Bürger von Köthen und Umgebung, Naturfreunde und alle, für die die Fasanerie eine Herzensangelegenheit ist!

06. November 2018 – ab 18:30 Uhr
Ort: „Creperie Lorette“
Bernburger Straße 58 A, Köthen

Programmpunkte:

1. Vortrag von Dipl. Forst-Ing. Karl-Friedrich Weber:

„Anspruch und Wirklichkeit in deutschen Wirtschaftswäldern“

Aus den Erfahrungen der jahrzehntelangen Tätigkeit im niedersächsischen Landesforst hat Herr K.-F. Weber neue Sichtweisen und Erkenntnisse zur Bewirtschaftung, Pflege, Diversität (Vielfalt) sowie Verjüngung von Baumbeständen gewonnen. Sein Fachwissen spiegelt sich im vielfältigen ehrenamtlichen Engagement wider, u. a. als Experte im Bundesarbeitskreis „Wald“ des BUND, Präsident der Stiftung Naturlandschaft und Sprecher der „AG Braunschweiger Wälder“.

2. Präsentation des Positionspapiers unter dem Leitsatz:

„Fasanerie: Innovativ- und Querdenken ausdrücklich erwünscht!“

Aufbauend auf das beschlossene Leitbild zur Fasanerie werden die Positionen und Ideen zum Erhalt und zur zukunftsorientierten Entwicklung zur Diskussion gestellt. Jede weitere Anregung aus der Bürgerschaft ist willkommen und zählt. Der Punktekatalog wird anschließend als „Meinung der Bürger“ der Arbeitsgruppe „Fasanerie Köthen“ beim Landkreis zugeleitet und dort entsprechend vertreten.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der „Bürgerinitiative Anhalt-Köthen“ sowie in Kooperation mit dem „Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V.“

Kompletten Flyer als Download PDF(ca 100kb): Info-Blatt zum 06.11.2018 – Informationsveranstaltung Fasanerie

AHA und NABU führten gemeinsame mykologische Exkursion durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Fachgruppe „Mykologie“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Regionalverband Halle/Saalkreis e.V. führten im Hochherbst 2018 am 20.10.2018 ihre gemeinsame mykologische Exkursion in das ca. 92 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Brandberge“ durch. Bekanntlich bildet das Naturschutzgebiet einen sehr wichtigen arten- und strukturreichen Lebens- und Rückzugsraum, welcher sich aus Trocken- sowie Halbtrockenrasen und Zwergstrauchheiden auf Porphyrkuppen, Kleingewässer und Röhrichte, Bruchwald, anmoorige Standorte, Ruderalstellen sowie magere Ackerflächen zusammensetzt. Neben dieser Bedeutung, dient das NSG als Biotopverbundraum zwischen den Landschaftsschutzgebieten „Dölauer Heide“ und Saaletal. Die lange Trockenheit hat auch in diesem Gebiet deutliche Spuren hinterlassen.

Die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer erfuhren sehr viel Fachkundiges zu Pilzen, ihrer Vielfalt und ihrer ökologischen Bedeutung. So erfuhren die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer, dass in der benachbarten Dölauer Heide ca. 800 Pilzarten vorkommen. In Folge der mehrmonatigen Trockenheit entdeckte die Exkursionsgruppe nur 8 Pilzarten. Bei der Exkursion am 21.10.2017 waren es noch 47 verschiedene Pilzarten. Ferner tauschten sich die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer über den notwendigen Schutz von Pilzen aus. Dazu gehören unbedingt der Schutz und Erhalt von Vielfalt und Bestand von Umwelt, Natur und Landschaft. Die Pilze nehmen dabei im Stoffkreislauf eine sehr wichtige Funktion bei der Umwandlung von organischer in anorganischer Substanz wahr. Sie bilden eine sehr wichtige Station bei der müllfreien Entsorgung von organischen Zerfallsprodukten in der Natur.

Ferner hat die Sukzession seit Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu einem vielfältig strukturreichen Gehölzbestand entwickelt. Diese Gehölzbestände reihen sich in die obengenannte Vielfalt an Natur- und Landschaftsbestandteile und –strukturen ein.

Im Rahmen der Exkursion musste man freiherumlaufende Hunde feststellen und ein Mopedfahrer, welcher das Naturschutzgebiet durchqueren wollte.
Alle Anwesenden waren sich daher sehr schnell einig, dass das NSG Brandberge eines besonderen Schutzes bedarf. Dafür gilt es sich massiv einzusetzen.

Fotos Christine Fröhlich

Fotos Dietmar Hörner

AHA sieht dringende Notwendigkeit und hohe Verantwortung der Gemeinde Teutschenthal beim besseren Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft

Die Gemeinde Teutschenthal ist nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) von einer vielfältigen Struktur an Landschaft und Natur geprägt. Daher trägt nach Ansicht des AHA auch der Gemeinderat sowie die Gemeindeverwaltung unter Leitung von Bürgermeister Ralf Wunschinski eine sehr große Verantwortung für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft. Alleine die Lage der 84,23 km² großen Gemeinde zwischen den Fluss- und Auenlandschaften von Saale, Salza und Würdebach, dem Seengebiet des Mansfelder Landes sowie dem Lintbusch und der Dölauer Heide beinhaltet sehr viel ökologisches Potenzial im Einzelnen, im Gesamten sowie im Grün- und Biotopverbund. So gilt es nach Auffassung des AHA alles Erdenkliche zu tun, dass die Entwicklungs- und Gestaltungsplanungen der Gemeinde Teutschenthal auf diese Notwendigkeiten Rücksicht nimmt und sogar noch Erweiterungsräume schafft. Überlegungen des Landkreises Saalekreises Biotopverbundräume über die Laucha bis zur Salza, zum Würdebach, zur Saale, der Mansfelder Seenlandschaft sowie zum Lintbusch und Dölauer Heide zu schaffen bzw. zu entwickeln, gilt es mit den Möglichkeiten und Kapazitäten der Gemeinde Teutschenthal zu begleiten und zu unterstützen.

Desweiteren hält der AHA eine klare Positionierung der Gemeinde Teutschenthal zu den Folgen des am 11.09.1996 erfolgten spontanen Pfeilerbruchs im westlichen Teil des Ostfeldes in der Grube Teutschenthal für dringend erforderlich, was auf einer Fläche von 2,5 km² zu einem dominoartigen Einbruch des gesamten Ostfeldes in Sekunden in einer Teufe von 620 bis 770 m verursacht und schlagartigen Deckgebirgsabsenkung um 0,5 m führte.
In Folge dessen forderte damals der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Verwendung der umliegenden Halden als Versatzmaterial zu prüfen. Es handelt sich hier um Aushub, der in den vergangenen Jahrzehnten aus der Grube gefördert wurde. Es ist wohl kaum zweifelhaft, dass dieses Material am besten geeignete wäre, um zu Sicherungszwecken. Dabei gilt es keine Kosten zu scheuen, insbesondere dann, wenn man a) Sicherheit schaffen kann und b) die Gefahr der Verseuchung der Umwelt verhindern kann.

Eine Verwendung von Sonder- bzw. Giftmüll jeglicher Art ist dagegen eindeutig abzulehnen. Die Schächte sind wasserbeeinflusst und weisen auf dem Weg eine umfassende Reaktionsfähigkeit auf. Insbesondere die als Schadstoffe aufgeführten Oxide von Magnesium, Kalium, Natrium und Kalzium könnten in Verbindung mit Wasser zu Hydroxiden reagieren, welche starke und sehr umweltbelastende Basen entstehen lassen können. Auf Grund der Tatsache, dass das Wasser der Schächte auch in das Umfeld austritt ist mit umfassenden und nachhaltigen Belastungen der Umwelt einer Region zu rechnen, wo ca. 300.000 Menschen leben.

Aus dem Grund fordert der AHA weiter ganz massiv das Aus für das Projekt Dickstoffversatzanlage Angersdorf. Es gilt massiv alles Erdenkliche zu unternehmen, dass keine Verbringung gefährlichster Giftstoffe in Schächte bei Angersdorf erfolgt.

Hier sieht der der AHA auch eine massive Verantwortung von Landtag und Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt sowie des Landkreises Saalekreis.

Jedoch auch die Gemeinde Teutschenthal mit ihrem künftigen Bürgermeister Ralf Wunschinski tragen hier eine große Verantwortung. Insbesondere seine Erkenntnisse als Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt in den Jahren 2011 bis 2016 und ganz im Speziellen seine Erkenntnisse aus der Antwort der Landesregierung vom 03.11.2014 auf seine Kleine Anfrage „Aktueller Sachstand des Genehmigungsverfahrens der Grube Angersdorf“, Kleine Anfrage – KA 6/8523 können da sehr hilfreich sein.

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA ist jedenfalls bereit im Rahmen seiner Möglichkeiten die Gemeinde Teutschenthal auch mit ihrem Bürgermeister bei der Bewältigung der Aufgaben zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der sehr vielfältigen Umwelt, Natur und Landschaft zu unterstützen.

Selbstverständlich kann die interessierte Bevölkerung im Rahmen einer ehrenamtlichen AHA-Ortsgruppe Teutschenthal daran mitwirken.
Wer Interesse hat kann sich an folgende Anschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

AHA hält Schutz und Entwicklung der halleschen Saaleauenlandschaft für dringend geboten

Der heutige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt schon seit dem Jahre 1980 wissenschaftlich-fachlich fundierte Schritte, welche dem Schutz, der Entwicklung, dem Erhalt und der Betreuung der halleschen Auenlandschaft dienen. Bekanntlich prägen die Auenlandschaften von Saale, Weißer Elster, Reide, Hechtgraben, Götsche, Saugraben, Roßgraben und ihrer Nebengewässer umfassend Natur, Landschaft, Umwelt, Klima, Stadtbild sowie Naherholung und Tourismus der Stadt Halle (Saale). Neben der Tatsache, dass diese Fluss- und Auenlandschaften in ein sehr großes Netz bundesweit bzw. länderübergreifend derartiger sehr bedeutsamer, arten- und strukturreicher Landschaften eingebettet ist und somit Teil einer Gesamtverantwortung darstellt, ist eine sehr gut überlegte Herangehensweise dringend geboten. Dazu gehören aber solche Erkenntnisse, dass eine enge Korrelation zwischen Fließgewässern und Auen bestehen, Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Landschaften der gemäßigten Zonen gehören, als Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, natürliche Retentionsflächen der Fließgewässer und Wasserspeicherraum dienen sowie daher unbedingt einer naturnaheren, naturnahen bis natürlichen Entwicklung bedürfen.

Im Jahr 2016 berichteten Medien, dass die Stadt Halle (Saale) beabsichtigt im Herbst Pflanzungen von insgesamt 249 Birken, Erlen, Ulmen, Salweiden und Schwarzpappeln, aus nicht genannten Baumschulen stammend, im Raum zwischen Peißnitzhaus, Ziegelwiese bis zu den Pulverweiden vorzunehmen. Dafür sind knapp 240.000,00 Euro aus Mitteln des Fluthilfefonds vorgesehen. Als Begründung führt man die Einflussnahme des Hochwassers im Juni/Juli 2013 auf den Baumbestand des Teils der Saaleauenlandschaft an. Der AHA warnte in einer Presseerklärung vor den Folgen derartiger Aktionen und erkannte keinen Sinn darin. Diese Pflanzaktionen sind auf Grund ungünstiger Standorte und letztendlich an der Trockenheit und der Sommerhitze mehr oder minder gescheitert.

Grundsätzlich gesehen begrüßt der AHA Maßnahmen, um den Gehölzbestand in der Stadt Halle (Saale) zu erhöhen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Stadt Halle (Saale) eher mit Massenfällungen von Gehölzen sowie Verwässerungen von entsprechenden Schutzsatzungen auffällt.

Im konkreten Fall sieht der AHA jedoch der AHA diese angedachten Pflanzmaßnahmen mit Skepsis. Diese Skepsis beginnt schon im Grundsätzlichen. Trotz mehr oder minder starker forstwirtschaftlicher Eingriffe in die halleschen Auenwälder ist es unter Mitwirkung des heutigen AHA seit dem Jahr 1983 gelungen, wieder verstärkt naturnahere Entwicklungen zuzulassen bzw. zu ermöglichen. Dies hat zur merklichen arten- und standortgerechten sukzessiven Verbesserung der halleschen Auenwälder beigetragen. Eine derartige Entwicklung wäre aber ohne Hochwasser und deren hydrologischen und gestalterischen Folgen nicht möglich gewesen. Das gilt selbstverständlich auch für die Zukunft. Gesunde, starke sowie arten- und strukturreiche Auenwälder können nur existieren und sich weitere entwickeln, wenn der Mensch sich weitgehend aus seinem natürlichen Aufbau und Gestaltung heraushält. Nährstoffeinträge, das Vordringen von Neophyten, Vermüllungen, Vandalismus und klimatische Einflüsse bilden ohnehin schon umfassende Einflussfaktoren. Die menschlichen Maßnahmen gilt es u.a. auf Beseitigung von baulichen Anlagen, Müll und Unrat sowie der Absperrung von Trampelpfaden und Wegen in besonders sensiblen Schutz- und Entwicklungsbereichen zu beschränken.

Die Entwicklung der Auenwälder nach den Sommerhochwasserereignissen im Jahr 2013 unterscheidet sich da zu vergangenen Hochwassern nur in Höhe, Dauer und mediale Aufmerksamkeit. Bisher fehlen solche richtigen Schlussfolgerungen wie Rückgabe von Altauen an das Wechselregime Fließgewässer – Aue. Das hat nicht nur eine Ausweitung der Retentionsflächen zur Folge, sondern ermöglicht der Natur wieder verstärkt Auenlandschaften nach den Bedingungen der jeweiligen Standorte zu formen. Dazu gehören Struktur, Artenzusammensetzung und Entwicklungszeiträume.

Eine garantiert gutgemeinte Pflanzaktion wie die nunmehr geplanten Pflanzmaßnahmen im Raum Peißnitz, Ziegelwiese und Pulverweiden, können diesen Prozess empfindlich stören. Insbesondere auf der Peißnitz und in den Pulverweiden sind diese Maßnahmen nicht erforderlich. Hier ist es eher wichtiger, endlich alle Abholzungsmaßnahmen und Ringelaktionen einzustellen, um einer sukzessiven Raum und Zeit zu geben. Zum Einem gelangen weitgehend standortgerechte und ortsbürtige Pflanzen in Natur und Landschaft sowie zum Anderen benötigt man keine Finanzmittel und keinen Aufwand für Pflanzung und Pflege.

Zudem ist davon auszugehen, dass Baumschulen selten autochthones Pflanzmaterial anbietet. Ferner unterschneiden bzw. verschulen häufig Baumschulen Gehölze, um kompaktes Wurzelwerk entwickeln zu lassen. Dies ist u.a. wichtig, um bei der Rodung keine Schädigung des Wurzelwerks hervorzurufen. In Folge dessen ist davon auszugehen, dass eine Kappung von Pfahlwurzeln erfolgte und welche in der Regel nicht weiterwachsen. Jedoch benötigen Gehölze mehr oder minder Pfahlwurzeln zum Aufschluss von Wasser aus tieferen Schichten –u.a. wichtig in trockenen Zeiten im Jahr- und zur Gewährung von Standfestigkeit.
Im Übrigen gehören Birkenarten nicht in die Gehölzzusammensetzung der halleschen Aue.

Aus den ebengenannten Gründen favorisiert der AHA eher eine Beförderung der sukzessiven Gehölzentwicklung. Eine Ausnahme stellen zentrale Teile der Ziegelwiese dar. Hier hatten sogar mal die Stadt Halle (Saale), die Initiative „Pro Baum“ und der AHA für den Freiwilligentag am 13.09.2014 eine gemeinsame Pflanzaktion von Schwarzpappeln geplant. Leider fiel die Pflanzaktion kleiner aus, da die Stadt Halle (Saale) sich praktisch dann doch nicht beteiligte, aber nach intensiven Verhandlungen und nach einer Begehung dankenderweise die Finanzierung von 2 Stieleichen, 2 Schwarzerlen und einer Flatterulme übernahm. Hier sind weiterhin dringend gemeinsame Pflanzaktionen mit der Bevölkerung und derer Organisationen und Initiativen zu empfehlen, um eine praktische Mitwirkung zu ermöglichen, einen Beitrag zur Umweltbildung zu leisten und um letztendlich die gesellschaftliche Akzeptanz von Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz zu erhöhen.

Gegenwärtig möchten Gewerbetreibende in der Klaustorvorstadt am Pfälzer Ufer vorrangig aus vermuteten Eigenvorteilen am dortigen Saaleufer weitgehend die bestehenden Gehölzbestände entfernen, Uferbereiche weiter verbauen und trotz Widerstände eine weitere zwischen Salinehalbinsel und Franz-Schubert-Straße Brücke errichten lassen. Dabei befindet sich einige Meter weiter in der Mansfelder Straße eine umfassende Brücke. Der AHA sieht hier die Gefahr weiterer Eingriffe in Hochwasser-, Natur- und Landschaftsräumen entlang der Saale, welche mit den Asphaltierungen und Abholzungen in der Saaleaue zwischen Holzplatz und Sophienhafen, auf der Würfelwiese sowie in den Bereichen Ziegelwiese und Peißnitz, mit der zusätzlichen Verbauungen im Bereich Hafenstraße/Sophienhafen sowie den geplanten bzw. begonnenen Wegebaumaßnahmen in den Naturschutzgebieten Rabeninsel und Peißnitznordspitze sowie der Öffnung der Wilden Saale zusammen massive Schädigungen für Umwelt, Natur und Landschaft darstellen bzw. darstellen können. So fordert der AHA derartige Aktivitäten am Pfälzer Ufer und im NSG Rabeninsel einzustellen, Planungen für Bauarbeiten im NSG Peißnitznordspitze, zum Neubau einer Brücke zwischen Peißnitzsüdbereich/Gimritzer Park und Bootsanlegern sofort zu stoppen sowie bestehende Asphaltwege in der Saaleaue sofort zurückzubauen.

Darüber hinaus regt der AHA erneut mit Nachdruck an, der Saale wieder mehr Vielfalt zurückzugeben, indem der Saalealtverlauf im Bereich Holzplatz und Sandanger wieder entsteht, eine Renaturierung von Roßgraben und Sandanger erfolgt sowie ein kompletter Rückbau des einstigen Geländes der Eisporthalle und ihrer Nebengebäude Umsetzung findet. So besteht die Möglichkeit innerhalb der Stadt Halle (Saale) der Saale auch wieder mehr Retentionsflächen zurückzugeben. Der AHA hatte bereits im Jahr 1996 den Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) entsprechende Konzeptionen vorgelegt.

Der AHA appelliert daher an die Stadt Halle (Saale) diese Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Ferner bekräftigt der AHA seine Bereitschaft im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten daran mitzuwirken.
In dem Zusammenhang ruft der AHA die Bevölkerung zur Mitarbeit auf, um sich verstärkt für den Schutz, Erhalt und Entwicklung der Landschaft, Natur und Umwelt der halleschen Auen einsetzen zu können. Wer Interesse hat in der Gruppe mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

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