Seite 252 von 493

AHA betrachtet die Landesentwicklung Hauptstadtregion mit Sorge!

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) betrachtet mit großer Sorge bestimmte Aspekte der von den Ländern Berlin und Brandenburg getragenen Landesentwicklung Hauptstadtregion.
Insbesondere die geplante Verdoppelung bzw. Vervierfachung der Möglichkeit der zusätzlichen baulichen Eigenentwicklungsoption mit einem Umfang von bis zu 1 Hektar bzw. 2 Hektar / 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 31. Dezember 2018) für einen Zeitraum von zehn Jahren für Wohnsiedlungsflächen. Das bedeutet bei einer Gesamtzahl von 4 Kreisfreien Städten + 413 kreisangehörigen Städten und Gemeinden = 417 Städte und Gemeinden, basierend auf einer baulichen Eigenentwicklungsoption mit einem Umfang von bis zu 1 Hektar/ 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie verteilt auf 10 Jahre eine durchschnittliche Neuversiegelung von 41,7 ha pro Jahr bzw. 417,00 ha pro 10 Jahre.
Trotz eines Bevölkerungszuwachses beispielsweise von Ende Januar 2018 bis Ende November 2018 von 2.504.365 Personen um 7.578 Personen auf 2.511.943 Personen gilt es darauf zu achten, dass die Neuversiegelung von Böden ihr Ende findet.
Eigentlich gilt es zu bedenken, dass laut Umweltbundesamt und Statistischem Bundesamt bundesweit noch immer eine tagtägliche Neuversiegelung im Umfang von 66 ha stattfindet, was in etwa 92,44 Fußballfeldern mit den internationalen Maßen 68 m x 105 m = 7.140 m² = 0,714 ha und im Jahr in etwa einer Fläche von zwischen 24.090 ha entspricht. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt Leipzig, welche 29 760 ha beträgt.
In Brandenburg weisen die Entwurfsunterlagen zur Landesentwicklung Hauptstadtregion eine tägliche Neuversiegelung im Umfang von 2 ha aus, was jährlich eine Fläche von 730 ha ausmacht.
Ferner gilt es zu bedenken, dass laut Auswertung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 09.05.2011 zum Zensus 2011 folgende Wohnungssituation in Berlin und Brandenburg vorherrscht:

Zensus 2011Gebäude und Wohnungen am 9. Mai 2011 Gebäude Wohnungen Leerstandsquote
(Wohnungen)
Eigentümerquote
(Wohnungen)
Anzahl {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31}
 
  Berlin
01 Mitte 12 844 180 019 3,9 6,6
02 Friedrichshain-Kreuzberg 9 377 141 961 2,9 5,8
03 Pankow 34 641 201 356 3,0 13,5
04 Charlottenburg-Wilmersdorf 17 473 174 201 3,3 14,6
05 Spandau 26 753 115 157 4,4 20,4
06 Steglitz-Zehlendorf 39 400 149 540 3,7 27,7
07 Tempelhof-Schöneberg 28 170 176 149 3,2 18,5
08 Neukölln 27 318 158 855 3,5 14,5
09 Treptow-Köpenick 35 521 129 534 2,7 20,4
10 Marzahn-Hellersdorf 29 009 125 968 4,2 19,3
11 Lichtenberg 15 088 142 079 3,2 6,0
12 Reinickendorf 34 859 126 633 4,4 25,0
Berlin 310 453 1 821 452 3,5 15,6
 
  Brandenburg
51 Brandenburg an der Havel 12 605 41 800 9,4 24,3
52 Cottbus 14 557 53 803 5,2 21,5
53 Frankfurt (Oder) 8 102 33 295 8,2 19,7
54 Potsdam 19 320 82 443 2,9 16,2
 
60 Barnim 47 875 84 443 4,6 49,9
61 Dahme-Spreewald 46 791 76 665 4,0 53,6
62 Elbe-Elster 32 167 54 625 7,1 57,1
63 Havelland 43 870 73 507 4,9 51,1
64 Märkisch-Oderland 55 626 92 021 5,1 53,5
65 Oberhavel 55 614 96 737 3,4 49,9
66 Oberspreewald-Lausitz 28 392 62 417 7,3 40,4
67 Oder-Spree 47 926 90 979 6,2 47,4
68 Ostprignitz-Ruppin 27 660 51 181 6,1 48,3
69 Potsdam-Mittelmark 59 832 91 837 3,6 58,9
70 Prignitz 23 811 43 787 9,8 49,0
71 Spree-Neiße 32 677 63 066 9,2 50,0
72 Teltow-Fläming 43 397 78 841 6,2 48,1
73 Uckermark 30 531 65 984 5,7 39,2
Brandenburg 630 753 1 237 431 5,6 44,9
Gebäude = Wohngebäude (ohne Wohnheime)
Wohnungen = Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime)

Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. hat noch am 02.08.2017 unter

https://www.haufe.de/immobilien/wohnungswirtschaft/bbu-leerstand-in-brandenburg-gesunken_260_420772.html

erklärt, Zitat:

„…Doch anderswo ist der Leerstand laut BBU immer noch enorm. Etwa in Wittenberge (Prignitz), wo 20,5 Prozent der Wohnungen keine Mieter finden und in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland), wo Werte von 19,4 Prozent registriert wurden. Negativ-Spitzenreiter ist Forst mit 28 Prozent. In den Landkreisen Prignitz und Spree-Neiße lag der Leerstand bei 17,3 Prozent beziehungsweise 16,9 Prozent.“

Weiter fordert der BBU, Zitat:

„An das Land Brandenburg appelliert der Verband, sich beim Bund einzusetzen, den Abriss nicht benötigter Wohnungen weiterhin zu fördern. Bislang sind nach Angaben des BBU im Rahmen des Stadtumbaus Ost 60.000 Wohnungen im Land abgerissen worden. Für die kommenden Jahre sollen weitere 6.700 folgen…..

Der Rückbau von leerstehenden Wohnungen bleibe weiter notwendig, sagte Kern. Steigende Kosten und auf den Gebäuden lastende Schulden behinderten das jedoch oft. Sie forderte eine Erhöhung der Abrissförderung von derzeit 75 auf 120 Euro pro Quadratmeter. Sollte sich der Bund nicht beteiligen, müsse an ein neues Landesprogramm gedacht werden. Die Kosten für das Land schätzt der Verband auf jährlich sieben Millionen Euro.“, Zitat Ende

Nach Auffassung des Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) ist erst einmal an der Stelle Handlungsbedarf geboten, anstatt in Brandenburg neue Flächen zu versiegeln. So weisen die Entwurfsunterlagen zur Landesentwicklung Hauptstadtregion u.a. aus, dass ein baulicher Verlust von ca. 28.000 ha Landwirtschaftsflächen in den letzten 20 Jahren in Brandenburg zu beklagen ist.

Eng damit verbunden ist der Umgang mit den Strömen, Flüssen und Bächen sowie ihren Auen im Land Brandenburg. Insbesondere prägend sind dabei die Ströme und Flüsse Elbe, Oder, und Spree sowie ihrer Nebengewässer wie zum Beispiel Schwarze Elster, Panke, Ucker, Briese und Nuthe. Hier gilt es nicht nur mindestens 10 m beiderseits der Ufer von jeglicher Bewirtschaftung als naturnaheren bis naturnahen Entwicklungsraum zu sichern, sondern umfassend den Fließgewässern ihr Überflutungsraum zurückzugeben. Nur so ist ein nachhaltiger Umgang mit den Auenlandschaften der Ströme, Flüsse und Bäche möglich, welcher den Kriterien eines ordnungsgemäßen Schutzes und Erhaltes sowie einer darauf beruhenden Entwicklung möglich.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hat dazu folgende Fahrradexkursionen geplant, welche auch das Land Brandenburg tangieren:

Samstag, den 27.07., um 10.00 Uhr
Fahrradexkursion entlang der Schwarzen Elster und der Elbe
zwischen der Stadt Uebigau-Wahrenbrücke, Ortsteil München und der Lutherstadt Wittenberg
Treffpunkt: Friedrich-Engels-Straße/Bahnhofstraße, Falkenberg (Elster)
Dauer: ca. 8 Stunden

Samstag, den 24.08., um 10.00 Uhr
Fahrradrundexkursion entlang der Elbe
zwischen der Großen Kreisstadt Torgau und der Stadt Mühlberg (Elbe)
Treffpunkt: Bahnhof Torgau
Dauer: ca. 8 Stunden

Der heutige AHA ist bereit, seine nunmehr 39 Jahre gesammelten Erfahrungen einzubringen und im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten an der Landesentwicklung Hauptstadtregion sowie beim Schutz und Erhalt und bei der Entwicklung von Auenlandschaften in Brandenburg mitzuwirken.
Daher beabsichtigt der AHA ehrenamtliche Regional- und Ortsgruppen im Land Brandenburg zu bilden.
Wer Interesse hat daran mitzuwirken, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift des AHA:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 1

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345/200 27 46
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzende

Halle (Saale), den 23.04.2019

Bäume pflanzen statt abholzen!

Das ist das Motto unter dem die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zum elften Mal auch am Karfreitag, dem 19.04.2019, aufgerufen hatte, um Bäume auf die Ziegelwiese in Halle (Saale) zu pflanzen. Der Treff war 10.00 Uhr an der Ochsenbrücke zwischen Riveufer und Ziegelwiese in Halle (Saale).
Mit der Aktion möchten beide Organisationen immer wieder ein deutliches Zeichen für ein umfassendes mehr, statt weniger Gehölze setzen, welche eine große ökologische und landschaftsgestaltende Funktion besitzen.
Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei.
Jedoch die Stadt Halle (Saale) geht rechtlich und praktisch einen anderen Weg. Die nunmehrige hallesche Baumschutzsatzung trägt keinesfalls zum angemessenen Schutz und Erhalt von Bäumen und Sträuchern bei. In der Praxis zeigt sich das mangelnde Schutzverständnis u.a. in den Massenfällungen am Saaleufer am Holzplatz/Pulverweiden, zwischen Genzmerbrücke und Karl-Meseberg-Straße, in der Beesener Straße, im und am Gelände des früheren Gesundbrunnenbades, in der Delitzscher Straße, im Gelände des Sitzes der Leopoldina, in der Berliner Straße, in der Otto-Stomps-Straße, Fiete-Schulze-Straße, am Steintor, auf der Peißnitzinsel sowie nicht zuletzt auch auf der Ziegelwiese. Nunmehr sind z.B. weitere Baumbestände in Teilen der Heideallee und des Gimritzer Damms massiv bedroht.
Erst jüngst holzte man u.a. massiv entlang des Gimritzer Dammes bis zur Heideallee ab, um somit ein Festhalten an einer falschen Umwelt- und Verkehrspolitik der Stadt Halle (Saale) zu manifestieren.
Dieser inakzeptablen und katastrophalen Gehölzschutzpolitik Halles gegenüber Alternativen aufzuzeigen, dient die Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen“.
Jedoch führte die wiederholte katastrophale Aufstellung von Buden zwischen den über mehreren Jahren gepflanzten Gehölzen sowie deren Ab- und Aufbau zu umfassenden Schädigungen an einzelnen Gehölzen und Stützpfählen. Entsprechende Anzeigen und Aufforderungen zur Behebung der Schäden an den Veranstalter Stadt Halle (Saale) haben bisher nicht zum Erfolg geführt. Die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) halten ein derartiges Verhalten für skandalös und fordern endlich Konsequenzen.
Die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer pflanzten bei diesem Arbeitseinsatz eine Schwarzpappel, eine Gemeine Esche und eine Schwarzerle.
Sie bekräftigten die Notwendigkeit eines verbesserten Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz in der Stadt Halle (Saale), welcher einen besseren Gehölzschutz einbezieht.
Ferner forderten sie die Wilde Saale von jeglicher Bootsbefahrung freizuhalten und alle Beeinträchtigungen dieses bedeutsamen Flussteiles zu unterlassen. Dazu zählen u.a. Abholzungen in den Uferbereichen, Ausbaggerungen von Schlamm, Kies und Sand sowie die Schaffung von Zugangsstellen für Boote.
Ferner fordern sie ein Ende der von Ignoranz geprägten Herangehensweise der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) und Wahrnehmung eines demokratisch fundierten Umgangs mit der Bevölkerung sowie ihrer Vereine und Initiativen.
Auf jeden Fall waren sich die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass es ganz bestimmt zum Karfreitag, dem 10.04.2020, zum zwölften Mal eine Aktion „Bäume pflanzen statt abholzen !“ geben wird.

Wer mehr zu Aktivitäten von Initiative „Pro Baum“ und AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345/200 27 46
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 20.04.2019

Fotos: Dietmar Hörner

AHA führt Exkursion zu Goldgrundbach, Kliebigbach und Dippelsbach durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, dem 27.04.2019,eine ca. sechsstündige Exkursion entlang des Goldgrundbaches, des Kliebigbaches und des Dippelsbaches bis zur Bösen Sieben durch. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigt der AHA die Vielfältigkeit von Fließgewässern, deren Schutz, Erhalt und Entwicklung darlegen.
Insbesondere der Kliebigbach steht für eine fast komplett naturnahe Entwicklung. Gerade der Ober- und Mittellauf ist davon geprägt und hat daher einen bundesweiten Vorbild- und Beispielcharakter. Insgesamt gesehen haben alle Bäche der Region einen ungemeinen hohen Wert. Das trifft auch auf ihre Bedeutung für die Umweltbildung zu.
Daher hält es der AHA für dringend geboten im Rahmen der Exkursion genau dafür zu werben, insbesondere im Blickfeld auf die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der daraus resultierenden Verantwortungen der Behörden aller Ebenen. Jedoch trägt die Bevölkerung ebenfalls ein hohes Grad der Verantwortung.
Ferner ist vorgesehen die Ergebnisse eines Arbeitseinsatzes zur Eindämmung der Ausbreitung des Riesenbärenklaus zu besichtigen.
In dem Zusammenhang ist vorgesehen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Interessierte sich entsprechend einbringen können. Dazu möchte der AHA für eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe in der Region werben.
Treff ist um 10.00 Uhr am Bahnhof Wolferode, wo auch die Exkursion enden wird.
Wer noch mehr zur Exkursion und den Aktivitäten des AHA erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder z
u Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Tel.: 0345 – 2002746

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 19.04.2019

AHA, Initiative „Pro Baum“ und Bürgerinitiative für ein Grünes Medizinerviertel führen Exkursion zum Tag des Baumes durch

Zum Tages des Baumes führen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V., die Initiative „Pro Baum“ und die Bürgerinitiative für ein Grünes Medizinerviertel am Donnerstag, dem 25.04.2019, gemeinsam eine ca. dreieinhalbstündige Exkursion ab Ecke Delitzscher Straße/Landsberger Straße, entlang des Schlachthofes bis zur Ecke Magdeburger Straße/Forsterstraße in Halle (Saale) durch.
Treff: 17.00 Uhr Ecke Delitzscher Straße/Landsberger Straße

Im Rahmen der Exkursion ist angedacht die Möglichkeiten zur weiteren Begrünung von zentralen Gebieten in der Stadt Halle (Saale), Bedeutung und Schutzwürdigkeit von Gehölzen sowie Vorschläge zur Entwicklung und Gestaltung der Gebiete in der Landsberger Straße, des Geländes des früheren Schlachthofes und des Medizinerviertels darzulegen. Die drei Organisationen möchten dabei auch praktische Aktionen erläutern, wozu die Auszählung von möglichen Baumstandorten durch Mitglieder der Initiative „Pro Baum“ sowie das Aufstellen bzw. Ausbringen von Blumenkübeln und Samenbomben durch Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative für ein Grünes Medizinerviertel gehören. Ferner ist es Ziel der Veranstaltung Möglichkeiten gemeinsamer Aktionen bzw. Aktivitäten von Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V., die Initiative „Pro Baum“ und die Bürgerinitiative für ein Grünes Medizinerviertel zu erörtern und ggf. bereits konkreter zu planen. Nach Auffassung von Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V., Initiative „Pro Baum“ und Bürgerinitiative für ein Grünes Medizinerviertel muss es Ziel der Exkursion zum Tag des Baumes sein, Bevölkerung, Politik, Verwaltung, Vermieter und Wirtschaftsunternehmen verstärkt für einen Schutz, Erhalt, Betreuung und Ausweitung von Grün im halleschen Stadtgebiet zu sensibilisieren sowie letztendlich zur Mitarbeit zu bewegen.

Andreas Liste
Vorsitzender des AHA
und der Initiative „Pro Baum“

Halle (Saale), den 19.04.2019

Die BI Saalettal bezieht Stellung gegen Herrn Riedels Petition

Jan Riedels Petition auf change.org:

„Der Lückenschluss der #A 143 bei Halle muss nun zügig vollzogen werden! Nach berechtigten Einwänden der Naturschutzverbände etc. liegt nun ein umsichtiger Planfeststellungsbeschluss mit weitreichenden Schutzmaßnahmen für Mensch und Natur vor. Wir bitten inständig, insbesondere zum Wohle der Menschen in unserer Region, die tagein tagaus mit den Folgen der fehlenden Stadtumfahrung zu kämpfen haben, nicht erneut gegen das Projekt zu klagen

Mit Ihrer Unterschrift bekunden Sie Ihr JA zum Lückenschluss und appellieren an die Vernunft der Autobahngegner.“

Im Einzelnen:

…liegt nun ein umsichtiger Planfeststellungsbeschluss mit weitreichenden Schutzmaßnahmen für Mensch und Natur vor.“

Nein, tut er nicht.

1. Es liegt kein Plan vor, um Menschen vor dem Lärm der Autobahn zu schützen, noch nicht einmal das Minimum einer weitläufigen Schallschutzmauer ist vorgesehen. Menschen werden zwangsenteignet und viele ihrer Häuser würden nahezu wertlos. Menschen verlören ihr Zuhause durch die Autobahn. Menschen werden krank durch permanenten Straßenlärm.

2. Seltene Tiere und Pflanzen, schon heute vom Aussterben bedroht, würden regional, manche in Mitteleuropa, ganz aussterben. Naturverträglich wäre der endgültige Stopp der Autobahn, das Ende von Ackergiften und Insektensterben, das Ende der Flächenversiegelung, um das mindeste zu nennen.

Menschen in unserer Region, die tagein tagaus mit den Folgen der fehlenden Stadtumfahrung zu kämpfen haben“

1. Der Autoverkehr in Halle besteht zu 95{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} aus Hallenserinnen und Hallensern und aus Durchgangsverkehr, der nichtvon Sangerhausen undsüd-ost-Harz Richtung nord-westen, nach Bernburgfährt. Das geht aus der Studie der Stadt Halle hervor. Die Menschen würden auch mit A-143 unter Autoverkehr leiden. Die A 143 ist eine Ablenkung vom wirklichen Problem.

2. Es ist erwiesen, dass Straßenzubau Verkehr induziert. Eine Zunahme von Verkehr insbesondere auf den Autobahnzubringern ist wahrscheinlich.

3. Menschen in Halle und weltweit kämpfen heute schon tagein tagaus mit den Folgen fehlenden Klimaschutzes. Das Jahr 2018 war eines der trockensten in der Geschichte der Wetteraufzeichnung.

4. Der nicht endende Strom von Flüchtlingen aus Afrika, Asien und dem nahen Osten ist heute schon neben anderen Faktoren dem Klimawandel geschuldet. Diese Menschen kämpfen tagein tagaus mit ausbleibendem Regenfall, Hunger, Vertreibung. Der Verkehrssektor, vor allem Flugzeug und Auto, steht an fünfter Stelle der Klimazerstörer. In Deutschland ist der Autoverkehr für 115 Millionen Tonnen, das entspricht 13{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Co2 Emissionen verantwortlich. (115 mil t / 868 = 13{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31})

„nicht erneut gegen das Projekt zu klagen“

1. Die Klage läuft seit beinah einem Jahr. Wer Zeitung liest ist klar im Vorteil.

Unsere Antwort:

Wir bitten inständig, zuerst nachzudenken, bevor wieder Petitionen gestartet werden, die das sechste planetare Artensterben weiter verschlimmern würden. (https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben#Das_gegenw{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31}C3{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31}A4rtige_Massenaussterben)

Wir bitten inständig, das Gehirn einzuschalten, bevor ein weitere Intensivierung des Automobilismus verlangt wird. Die Gegenwart eines Systems mit zu vielen Autos würde unnötig in die Zukunft verlängert. Autobahn heißt Autoverkehr, und allein die PKW sind für rund 10{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} des deutschen Co2 Ausstoßes verantwortlich. Wir bitten inständig, einmal über die Realität des Klimawandels nachzudenken.

(https://www.welt.de/wams_print/article1828854/Verkehr-als-CO2-Quelle.html)

Wenn wir, die Menschen, eine Zukunft auf diesem Planeten haben wollen, dann nur ohne Klimakatastrophe. Wer der nächsten Generation das schlimmste ersparen will, darf die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen nicht fortsetzen. Das aber heißt, Schluss mit Autobahnneubau, Schluss mit dem Automobilismus, wie wir ihn kennen.

Die Gruppe Extinction Rebellion hat leider Recht: „Wir stehen vor dem ökologischen Kollaps.“

(https://extinctionrebellion.de/forderungen/)

Wir haben die Wahl, per Automobilismus und fossilen Brennstoffen ins Klimachaos, oder endlich umdenken.

Bürgerinitiative Saaletal
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

17. April 2019

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »