Kategorie: Exkursion (Seite 21 von 37)

AHA führt Radexkursion entlang von Schlackenbach, Lohbach, Schlenze und Saale durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 29.03.2014 eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion mit folgender Route durch: Bahnhof Belleben ➟ Schlackenbach ➟ Gutspark Piesdorf mit Quellgebiet des Schlackenbaches➟ Lohbach➟ Mündungsbereich des Lohbaches in die Schlenze ➟ Schlenze ➟ Kornflaschen in Friedeburgerhütte ➟ Mündungsbereich des Fleischbaches in die Schlenze ➟ Einmündung des Mansfelder Schlüsselstollens in die Schlenze ➟ Mündungsbereich der Schlenze in die Saale ➟ Schleuseninsel bei Nelben gegenüber von Rothenburg ➟ Severin ➟ Bahnhof Könnern.

Im Rahmen dieser Fahrradexkursion ist vorgesehen die Bedeutung, Entwicklungsmöglichkeiten und die Schutzwürdigkeit der Gesamtlandschaft und der einzelnen Bereiche darzulegen. Ferner beabsichtigt der AHA Beeinträchtigungen bzw. Gefahren und deren Abwendung sowie eigene Vorstellungen zum Schutz, zur Entwicklung und zur Betreuung sowie Möglichkeiten der Mitwirkung Interessierter aufzuzeigen.

So hat der AHA zum Vorhaben „naturnahe Gewässerentwicklung Schlenze und Nebengräben, 1. BA Thaldorfer Bach von Einmündung Schlenze bis Thaldorf“ folgendermaßen Stellung bezogen:
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt grundsätzlich und ausdrücklich Maßnahmen, welche zur Renaturierung von Fließgewässern beitragen. Fließgewässerbegradigungen, Sohl- und Uferbefestigungen, Abwassereinträge sowie eingeschränkte bis gar nicht vorhandene Gewässerschonstreifen haben auch im Bereich der Schlenze und ihrer Nebengewässer zu teilweisen Beeinträchtigungen beigetragen. Jedoch ist beispielsweise im gesamten Verlauf der Schlenze deutlich erkennbar, dass das Fließgewässer bemüht ist eigenständig Mäander auszubilden, um dem unnatürlichen, begradigtem Zustand zu begegnen. Nach unserer Auffassung gilt es vorrangig diesen Prozess zu unterstützen. Dazu ist es erforderlich mindestens 10 m breite Gewässerschonstreifen beidseitig der Uferoberkante von jeglicher landwirtschaftlichen und baulichen Nutzung freizuhalten. Eine derartige Prüfung ist auch in den Ortslagen vorzunehmen. In dem Zusammenhang sind ebenso die Sohl- und Uferbefestigungen zu beseitigen, um a) diese naturnahe Mäandrierung zu ermöglichen und b) die hydrologische Anbindung an das Umland wiederherzustellen.
Die Mäandrierung kann a) durch Verbleib von Gehölzteilen, Steinen, Kies- und Sandflächen sowie b) durch gezielten Eintrag von Störsteinen und Störhölzern Unterstützung finden. Gerade die Schlenze und ihre Nebengewässer eignen sich dafür. Beim Lohbach zwischen Gerbstedt und Zabenstedt ist es jedoch dann erforderlich zu ermöglichen, dass das Wasser wieder im eigentlichen Gewässerbett fließen kann.

Die mindestens 10 m breiten Gewässerschonstreifen dienen dabei nicht nur der Minderung von Abdrift von Düngemitteln und Pestiziden, sondern als Entwicklungsraum des Fließgewässers und der sukzessiven Entwicklung. Nach unseren Erfahrungen sollte es den Fließgewässern überlassen sein, wo es den sukzessiven Gehölzaufwuchs „zulässt“ und wo nicht. Nur so kann das Fließgewässer ungehindert und ohne unnötige menschliche Eingriffe seine Mäandrierung gestalten. Von daher sollten Gehölzpflanzungen in den Uferzonen unterbleiben, um diesen Prozess nicht zu behindern bzw. gar zu gefährden. Das Umland lässt ohnehin eine standortgerechte, sukzessive Gehölzentwicklung zu, wie beispielsweise Schlenze, Lohbach, aber auch der Thaldorfer Bach aufzeigen. Andernfalls besteht die Gefahr einer „biologischen Kanalisierung“, wie sie bei der Schlenze in Zabenstedt, kurz vor der Einmündung des Lohbaches mit Trauerweiden geschehen ist. Von daher halten wir es für dringend geboten, das Vorhaben nochmals dahingehend zu überprüfen, wo auch obengenannte Prozesse möglich sein können. Das trägt nicht nur zur ökologischen Vielfalt und Stabilität, sondern garantiert auch zur Kostensenkung bei. Ggf. eingesparte Gelder könnten dann womöglich zu notwendigen Flächenaufkäufen zur Verfügung stehen.

Der AHA erklärt sich bereit das Vorhaben mit seinen Erfahrungen zu begleiten. Im dem Zusammenhang möchte der AHA seine ehrenamtliche Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg vorstellen und für eine Mitwirkung werben.Die Exkursion beginnt um 10.00 Uhr am Bahnhof Belleben u nd endet am Bahnhof Könnern. Wer Interesse hat noch mehr über die Arbeit des AHA und die Exkursion zu erfahren, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg
in attac-Villa Könnern
Bahnhofstraße 06
06420 Könnern (Saale)
Tel.: 034691/52435
Fax.: 01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Bilder – Fällungen von Bäumen im Naturschutzgebiet „Auewald bei Plötzkau“

Fotos: Lutz Hülskath
52 Bilder

Bilder Exkursion Rieda-Burgstetten-Streuobstwiesen Brachstedt-Abatassinenberg

Fotos: Heiko Fiedler

AHA führt eine Radrundexkursion zwischen Merseburg und Bad Dürrenberg durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 22.03.2014 eine ca. vierstündige Fahrradrundexkursion durch die Saaleaue zwischen den Städten Merseburg, Leuna und Bad Dürrenberg mit Aufenthalt auf der Rischmühleninsel, im Mündungsbereich des Ellerbaches in die Saale, im Kreypauer(Göhlitzscher) Holz und in der Fasanerie durch. Die Fahrradrundexkursion endet mit einem Besuch der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM), Weiße Mauer 33 in 06217 Merseburg.

Nach Auffassung des AHA handelt es sich um einen sehr wertvollen, arten und strukturreichen Bereich der Saaleaue. Die Schutzwürdigkeit und Bedeutung, aber auch die Bedrohungspotenziale darzustellen ist das Anliegen der Fahrradrundexkursion. Im Rahmen der Exkursion beabsichtigt der AHA außerdem, eigene konzeptionelle Überlegungen zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der genannten Gebiete darzulegen und in dem Zusammenhang zur Mitarbeit anregen. In dem Blickfeld möchte der AHA seine im Aufbau begriffene ehrenamtliche Ortsgruppe Merseburg, die Aktivitäten zu Erfassungen von Wasser- und Bodenqualität sowie Fauna und Flora im Bereich des Ellerbaches, aber auch der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM) vorstellen.
Treff ist um 10.00 Uhr am Vorplatz des Bahnhofes Merseburg,

Wer sich noch mehr zu der Exkursion bzw. den Aktivitäten des AHA und der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM) erkundigen möchte, kann dies unter folgender Anschrift tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Merseburg/ Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM)
Nach telefonischer Vereinbarung
in Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
Tel.: 0176 – 52562945
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

Exkursion bekräftigte die Notwendigkeit des Schutzes von Natur und Landschaft zwischen Rieda, Burgstetten und Abatassinenberg

Im Rahmen einer vom Burgstettenverein und Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) organisierten, ca. vierstündigen Exkursion, nahmen am 08.03.2014 die Teilnehmer die Rieda und den Burgstetten in bzw. bei Niemberg, ein Feuchtgebiet südlich von Wurp, die Streuobstwiese an den Westenteichen bei Brachstedt sowie den Abatassinenberg in Augenschein. Die erste Station bildete die Rieda, welche u.a. südlich von Kütten bzw. nordwestlich von Kütten entspringt und nach etwa 25 km westlich von Mösthinsdorf in die Fuhne mündet. Auf dem Weg dahin durchquert das Fließgewässer u.a. 6 Ortschaften, größtenteils ausgeräumte Ackerlandschaft sowie den bedeutsamen Park in Ostrau. Streckenweise säumen Gehölze den Bach und bei Werderthau sogar ein als flächenhaftes Naturdenkmal geschütztes arten- und strukturreiches Gehölz.

In Niemberg stellten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer fest, dass die Rieda stark begradigt und ohne Gewässerschonstreifen in der Ortslage ankommt, sie durchfließt und so auch verlässt. Nach Erläuterungen und Darlegungen seitens des AHA, bekräftigten die Anwesenden die Notwendigkeit, dass die Rieda einen beidseitig mindestens 10 m breiten Gewässerschonstreifen benötigt, um sich naturnaher entwickeln zu können. Dazu gehören die sukzessiven Entwicklungsmöglichkeiten gewässerbegleitender Gehölz-, Kraut- und Staudenbestände, die damit verbundene Schaffung der Möglichkeiten von Mäandrierungen und die damit gekoppelte Verhinderung der weiteren Eintiefung des Gewässerbettes. So besteht die Möglichkeit, dass die Rieda sich verstärkt zu einem naturnahen Fließgewässer, arten- und strukturreichen Lebens- und Rückzugsraum mit Funktion eines Biotop- und Grünverbundes entwickeln sollte und zudem besseren Schutz vor Abdrift von Düngemitteln und Pestiziden erhalten kann. Eine derartige Entwicklung sorgt auch für einen nachhaltigen Umgang mit Hochwasser und entspricht den Erfordernissen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, welche bis zum Jahre 2015 umzusetzen ist.

Im Anschluss daran führte der Weg zum 139,5 m hohen Burgstetten, u.a. durch eine vielfältige und schützenswerte Landschaft, welche von Gehölzbereichen, Acker- und Wiesenflächen, Hochstaudenbereichen sowie Trocken- und Halbtrockenrasenflächen geprägt ist.Der Burgstettenverein drückte hier mit klaren und fachkompetenten Worten die große Sorge zu dem noch immer existenten Plan zum Aufschluss eines „Hartsteintagebaues Niemberg-Brachstedt“ aus. Ein Neuaufschluss eines ca. 90 ha großen „Hartsteintagebaues Niemberg-Brachstedt“ führt unweigerlich zu nachteiligen Veränderungen im Grundwasserregime, zur Vernichtung wertvollen Bodens und eines Kaltluftentstehungsgebietes. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass das Landschaftsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Landschaftsrahmenplan das beplante Gebiet als Vorranggebiet für Landwirtschaft, aber auch für Umwelt- und Naturschutz ausweisen. Jegliche Beeinträchtigungen ökologisch wertvoller Standorte –wie z.B. der Burgstetten- gilt es jedoch zu vermeiden. Dazu zählen der vollständige Erhalt der Gehölz-, Halbtrocken- und Trockenrasenbestände, die Vermeidung der Verlärmung, der Belastung mit Stäuben und Abgasen sowie der Total- bzw. Teilvernichtung von Flächen.

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AHA fordert besseren Schutz des NSG „Untere Geiselniederung bei Merseburg“

Das ca. 52 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ stellt einen sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar, bildet einen wichtigen Teil eines Grün- und Biotopverbundes entlang der Geisel und des Klyegrabens sowie besitzt als großflächiges Kaltluftentstehungsgebietes mit Abfluss in Richtung Merseburg eine sehr wichtige Klimaschutzfunktion. Aus diesem Grund bedarf dieses arten- und strukturreiche Schutzgebiet entlang eines Teils des Unterlaufes der Geisel und des Mündungsgebietes des Klyegrabens eines umfassenden und unanfechtbaren Schutzes. Als Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie besitzt das NSG ebenfalls einen europäischen Schutzstatus.
Im Rahmen von zahlreichen Exkursionen zu Fuß und mit dem Fahrrad des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder Dinge feststellen, welche das NSG und FFH-Gebiet mehr oder minder beeinträchtigen.

So haben am Weg im nördlichen Randbereich des NSG und FFH-Gebietes, unweit des Campus der FH Merseburg, immer wieder umfassende Ab- und Ausholzungsarbeiten stattgefunden. Das Ziel war offenbar den Weg, welcher auch als Jakobweg ausgewiesen ist, weitgehend auf Autospurbreite zu bringen, was natürlich u.a. garantiert zur Erleichterung der illegalen Entsorgung von Müll und Unrat im Schutzgebiet beitragen könnte. Die Säge verschonte z.B. weder Silberweiden, Roten Hartriegel, noch Wildobstbäume. Der Müll und Unrat blieb jedoch unberührt liegen.
Entlang der Geisel hat man massiv das Schilf gemäht, was wiederum zum Betreten des Kernbereiches des Schutzgebietes verlockt sowie zur Beseitigung von Teilen des sehr wichtigen Rückzugsgebietes führte.

Ebenso ist zu beobachten, dass besonders im Nord- und Südbereich verstärkt Jäger mit Hochständen in das Schutzgebiet drängen. Selbst eine Kirrung, also „Lockfütterung“, entdeckten die Teilnehmer unweit des Kirschweges im Süden des NSG und FFH-Gebietes.Der AHA verurteilt alle derartigen Eingriffe, Störungen und Beeinträchtigungen in bzw. direkt am NSG und FFH-Gebiet, welche durch nichts zu begründen und zu rechtfertigen sind. Alle diese Aktivitäten stellen somit einen weiteren Meilenstein in der Missachtung sämtlicher Regeln und Notwendigkeiten zum Schutz, Erhalt und Entwicklung eines derartig wichtigem Schutzgebietes dar.

Der AHA fordert jetzt daher einen sofortigen Stopp aller derartigen Eingriffe, Störungen und Beeinträchtigungen sowie deutliche und unmissverständliche Besinnung auf die klaren und eindeutigen Notwendigkeiten zum ungestörten Schutz, Erhalt und Entwicklung des NSG und FFH-Gebietes. Dazu gehört auch alle Mahdarbeiten im Bereich der Geisel zu unterlassen und die Mäandrierung des Fließgewässers zu befördern, um eine weitere Eintiefung auszuschließen und die Uferzonen zu erweitern.Dies ist wichtig, um eine Austrocknung zu vermeiden und ermöglicht bei eintretenden Hochwassersituationen das NSG und FFH-Gebiet als Hochwasserrückhalteraum zu nutzen sowie durch die Mäandrierung die Strömungsgeschwindigkeit einzudämmen.

Dabei sieht der AHA auch die Notwendigkeit eines besseren Schutzes, Erhalts und einer besseren Entwicklung der Geisel über das Schutzgebiet hinaus. Insbesondere innerhalb Merseburgs der Bereich im Einzugsgebiet des Südparks und des Ulmenweges, des Absetzbeckens, des Verlaufes bis zum Hinteren Gotthardteich – einschließlich der Restauenwälder- und parkähnlichen Wiesenbereiche sowie die künftige Entwicklung des Überlaufes vom Vorderen Gotthardteich zur komplett ausgebauten Klia und die Prüfung einer perspektivischen Wiederbelebung des Altlaufes der Geisel durch die bebaute Stadt Merseburg.

Das entspricht auch dem Anliegen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, welche es gilt bis zum Jahr 2015 umzusetzen.
Im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten ruft der AHA die Bevölkerung auf, ebenfalls alles für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung des NSG und FFH-Gebietes „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ und darüber hinaus zu tun. Wer dabei besonders aktiv mitwirken möchte, kann sich an folgende Kontaktanschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Ortsgruppe Merseburg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“
Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
Tel.: 0176 – 52562945
Fax.: 0180-5684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

Bilder von Andreas Liste

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