Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – hält den Schutz und Erhalt der Landschaften und der Natur im Nordwesten und Norden der Stadt Halle (Saale) für dringend geboten. Dazu zählen insbesondere die Auen von Saale, Hecht- und Hassgraben, der Amselgrund/die Kreuzer Teiche sowie das Gebiet der Brandberge. Im Rahmen zahlreicher Exkursionen hat der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – immer wieder seine Positionen zum Schutz, Erhalt und Entwicklung dieser vielfältigen, bedeutsamen und besonders schützenswerten Natur- und Landschaftsbestandteile im Nordwesten und Norden der Stadt Halle (Saale) vorgestellt und erläutert.
Eingebettet in diesem Landschafts- und Naturraum ist das Brandbergegebiet. Während der Nordteil der Brandberge zum 92,00 ha großen Naturschutzgebiet „Brandberge“ und zum ca. 90,00 ha großen FFH-GEBIET “BRANDBERGE IN HALLE“ (EU-CODE: DE 4437-309, LANDESCODE: FFH0179) gehört, genießt leider der südliche Teil keinen gesonderten Schutzstatus.
https://www.natura2000-lsa.de/front_content.php?idart=241&idcat=33&lang=1
https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/brandberge-halle
Dabei hat sich der südliche Teil zu einem arten- und strukturreichen Natur- und Landschaftsbereich mit sukzessiven Gehölz-, Wiesen- und Staudenbeständen entwickelt, welcher im südöstlichen Bereich die Reste der Veithbachaue beinhaltet.

Über die Jahrzehnte haben sich zahlreiche Veränderungen vollzogen.

Die gesamten Brandberge fungieren als Lebens- und Rückzugsraum von Fauna, Flora und Funga, Biotop- und Grünverbundraum zwischen Saaleaue, Amselgrund/Kreuzer Teiche, Dölauer Heide Bashing zu den Auen von Hecht- und Hassgraben sowie Frisch- und Kaltluftentstehungsgebiet und -korridor. Daher gilt es diesem Natur- und Landschaftsraum einen besonderen Schutz anzugedeihen, Dazu gehören Stopp aller weiteren baulichen Eingriffe zu unterlassen, Rückbaumaßnahmen zu prüfen sowie Möglichkeiten der sukzessiven Ausweitung des Gebietes zu untersuchen. Daher sieht der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – die dringende Notwendigkeit der Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption. Als Partner können hier die Martin- Luther-Universität Halle – Wittenberg, Hochschule Anhalt sowie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ.
Jedoch haben neben den Wohnbebauungen zwischen Brandbergweg und Eibenweg sowie im Bereich zwischen Dölauer Straße und der Wohnheime im Brandbergweg sich sportliche und medizinische Einrichtungen immer weiter in das Gebiet hineingefressen.
Mit den größten Eingriff stellt die 9.400,00 m² große Sporthalle Brandberge-Leichtathletikhalle dar. In einer gemeinsamen Stellungnahme hatten im Jahr 1994 der damalige Heideverein e.V. und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – vielfältige Bedenken zu dem Bauvorhaben geäußert. Dazu zählen z.B. Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, des Kaltluftkorridors, der Entwicklungsmöglichkeiten für Fauna und Flora, Störungen hydrologischer Bewegungen, massive Einschränkungen des sehr vielfältigen Verbindungsraumes zwischen Dölauer Heide, Brandberge, Amselgrund und Kreuzer Teiche sowie Saaleaue.
Jedoch in der auch schon damals vorhandenen Ignoranz gegenüber fachlich-inhaltlichen Einwendungen gegenüber Prestigeobjekten, beschloss der hallesche Stadtrat im Oktober 1994 den Bau der Sporthalle, welcher mit der Schlüsselübergabe am 20.12.1997 endete. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – bekräftigt seine vor nunmehr 32 Jahren geäußerten Bedenken.
https://halle.de/leben-in-halle/sport-und-freizeit/sporteinrichtungen
https://halle365.de/veranstaltungsort/sporthalle-brandberge
Im Anschluss an die Exkursion in der Dölauer Heide am Samstag, den 05.09.2026 erfolgte die Feststellung, dass im südöstlichen Bereich des südlichen Bereiches der Brandberge im Raum zwischen dem Universitätsklinikum Halle (Saale), eines kleineren Sportplatzes, der Sporthalle Brandberge – Leichtathletikhalle sowie des Geländes des Sportvereins Halle e.V. massive Ausholzungs-, Boden- und Bauarbeiten zur Errichtung eines Weges mit Porphyrsplitt stattgefunden haben. Die Bauarbeiten führten zu massiven und zerstörerischen Eingriffen in dem Landschafts- und Naturraum. Zudem verschwendete man den wertvollen Rohstoff Porphyr.
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – fordert nicht nur eine öffentliche Aufklärung zu dem unverantwortlichen Eingriff in Umwelt, Natur und Landschaften, sondern ebenfalls einen sofortigen und vollständigen Rückbau des Porphyrsplittes.
In dem Zusammenhang bekräftigt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – die dringende Notwendigkeit sich verstärkt für den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft einzubringen.
Ferner weist der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – auf folgende Exkursion hin:
Samstag, den 12.12.2026, Start um 10.00 Uhr
Rundexkursion durch Halles Nordwesten zum Amselgrund/Kreuzer Teiche, zu den Brandbergen, zum Hechtgraben, zur Kiesgrube Kröllwitz, zum Saalwerder, zum Ochsenberg und zum Park der früheren Papierfabrik Kröllwitz
Treff- und Endpunkt: Eingang Bergschenke, Kröllwitzer Straße in Halle (Saale)
Dauer: ca. 5 Stunden
Der ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – bietet sich zudem für Aktivitäten zum Schutz und Erhalt von Umwelt, Natur und Landschaft als eine sehr gute Plattform an.
Wer dazu Interesse hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:
Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 200 27 46
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Andreas Liste
Vorsitzender
Halle (Saale), den 06.09.2026







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