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AHA hält eine nachhaltige Entwicklung der Fluss- und Auenlandschaften von Elbe und Saale dringend geboten

Bekanntlich setzt sich der ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) für den Schutz, Erhalt und einer darauf aufbauenden Entwicklung von Fluss- und Auenlandschaften sowie der angrenzenden Gebiete und Landschaften ein. Dem diente auch eine Fahrradexkursion am Samstag, den 22.07.2017 durch die Auen von Elbe und Saale sowie der angrenzenden Agrarlandschaft von Schönebeck bis zur Einmündung der Saale in die Elbe.

Das erste Ziel bildete dabei der ca. 12 ha große Bürgerpark Salineinsel in der Stadt Schönebeck (Elbe). Der Bürgerpark Salineinsel entstand in den Jahren 2010 und 2013 aus einer ehemaligen Industriebrache, wo im Jahr 1704 ein staatlicher preußischer Salinebetrieb entstand und im Jahre 1967 die letzte Siedung von Salz stattfand. Weiterlesen

AHA setzt sich für Schutz, Erhalt und Entwicklung der Elbe ein

Die Elbe, mit 1.091 Kilometern Länge der vierzehntlängste Fluss in Europa, entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 148.000 Quadratkilometern. Auf Grund der Tatsache, dass die Elbe nicht in einen anderen Fluss, sondern ins Meer -Nordsee-mündet und eine gewisse Größe hat, gilt sie als Strom.

Entlang der Elbe befinden sich zahlreiche arten- und strukturreiche Auenlandschaften, wovon ein großer Teil naturnahe Strukturen besitzen.

Daher sind große Teile der Elbe u.a. als Biosphärenreservate, Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete, Gebiete nach der europäischen Natura 2000-Richtlinie, Europäische Vogelschutzgebiete sowie örtlich als flächenhafte Naturdenkmale ausgewiesen. Andrerseits gibt es immer wieder Ausbaupläne und -aktivitäten, wozu die Uferschotterungen und Buhnenertüchtigungen gehören. Ferner haben wasserbauliche Einschränkungen durch Deichbaumaßnahmen, Zersiedlung und Verkehrstrassenbau massiv die Aue beeinträchtigt.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) setzt sich nunmehr seit mehreren Jahrzehnten länderübergreifend für den Schutz, Erhalt, Entwicklung und Betreuung von Auenlandschaften ein. Im Rahmen einer ca. achtstündigen Fahrradexkursion entlang der Elbe zwischen der Großen Kreisstadt Torgau und Lutherstadt Wittenberg, mit Aufenthalt an der Schwarzen Elster in der Stadt Jessen (Elster), Gorsdorf-Hemsendorf am Samstag, den 29.07.2017 beabsichtigt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. sich schwerpunktmäßig dem Schutz, Erhalt und Entwicklung der Elbe und ihrer Aue zwischen der Großen Kreisstadt Torgau und der Lutherstadt Wittenberg sowie im Mündungsgebiet der Schwarzen Elster und ihrer Auenlandschaft zu widmen.

Die Fahrradexkursion startet um 10:00 Uhr am Bahnhof Torgau und endet nach ca. acht Stunden in der Lutherstadt Wittenberg.

Der gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt daher sich sehr intensiv für den Schutz, Erhalt und naturnahe Entwicklung der Elbe zwischen Torgau und Wittenberg sowie der Schwarzen Elster, ihrer Fluss- und Auenlandschaften, ihrer Nebengewässer sowie angrenzender Natur- und Kulturlandschaften einzusetzen.

Dies soll in Form von Stellungnahmen, Vorschlägen, Exkursionen sowie Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit geschehen.

Auf Grund der vielfältigen Aufgaben beabsichtigt der AHA verstärkt im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten seine räumlich, fachlich-inhaltlichen und organisatorischen Tätigkeiten und Aktivitäten im Bereich der Elbe und der Schwarzen Elster zu intensivieren.

In dem Zusammenhang möchte der AHA ehrenamtliche Regional-, Orts- und Arbeitsgruppen in der Region der Elbe und der Schwarzen Elster bilden. In diesen AHA-Gruppen können ehrenamtliche Interessenten unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung und Beruf mitwirken. Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeiten:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Ortsgruppe Dessau – Rosslau
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
E-Mail: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Seilhängebrücke TitanRT an der Rappbodetalsperre bei Rübeland – Veröffentlichung in der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom 20.07.2017

Die Aussage der grünen Umweltministerin Sachsen-Anhalts verwundert hier überhaupt nicht. Wer die Rodung von 8.000 m² Waldfläche als nicht problematisch ansieht hat komplett fachlich, moralisch und politisch versagt. Es ist schon skandalös im mehrfachen Sinne das Auto zu befördern. Einmal, dass dieses Vorhaben vollkommen autofixiert angesetzt ist und zum anderen neben den zusätzlichen Eintrag von Lärm, Abgasen und Feinstaub, nun auch noch Wald beseitigen zu wollen, welcher einen Großteil zur Gegensteuerung zum Klimagau beträgt. Dazu kommt noch neue Flächenversiegelung im Umfang von 8.000 m².

Alles im Blickpunkt von Klimabkommen, von Allgemeinwissen zur Bedeutung von Bäumen und Wäldern sowie der Folgen diesbezüglicher Eingriffe.

Auf jeden Fall treffen hier wieder einmal mehr grenzenlose Profitsucht sowie politisches und fachliches Unvermögen von Politik und Verwaltung im Land Sachsen-Anhalt deutlich aufeinander.

Link zum Artikel in MZ-Web: http://www.mz-web.de/landkreis-harz/seilhaengebruecke-titanrt-umweltschuetzer-kritisieren-wald-rodung-fuer-parkplatz-28004260

Grundsätze im Umgang mit Hartholzauenwäldern

An:

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Vorstand & Direktorin
Frau Brigitte Mang
Ernst-Zindel-Straße 08
06847 Dessau-Roßlau

Sehr geehrte Frau Mang,
wie am 12.07.2017 abgesprochen, erhalten Sie nachfolgend von uns formulierte „Grundsätze im Umgang mit Hartholzauenwäldern“ sowie Grobkonzeptionelle Überlegungen zum Park am Sieglitzer Berg und zur Nutzung der wiederentstehenden Solitude vom 05.05.2008, den Antrag auf Erweiterung des NSG „Untere Mulde“ und Vogelschutzgebietsneuausweisungen vom 04.11.2008 und den Rahmenplan zur Erstellung einer Schutz- und Entwicklungskonzeption für den Großen Busch, Stadt Coswig (Anhalt) im Landkreis Wittenberg vom 02.08.2010.
Wir bitten um Kenntnisnahme und dringende Beachtung.
Grundsätze im Umgang mit Hartholzauenwäldern
Aus naturschutzfachlicher Sicht handelt es sich um sehr sensible und wertvolle Waldökosysteme, die eine große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen beherbergen. Hartholzauenwälder sind inzwischen – aufgrund der großflächigen Zerstörung dieser Auwaldökosysteme im europäischen Maßstab – auf der roten Liste der geschützten Biotope zu finden. Deshalb ist aus unserer Sicht im Falle dieser Auwaldökosysteme die Einstellung der forstwirtschaftlichen Nutzung dringend geboten, damit sie sich – frei von anthropogener Einflussnahme – zu Naturwaldreservaten weiterentwickeln können. Wir möchten dies wie folgt begründen:

  • Der Einsatz des Harvesters (Holzvollernter) wird als alternativlos angesehen, obwohl wissenschaftliche Studien vorliegen, welche die enorme Schadwirkung dieser Erntetechnik auf die Waldböden und die im Arbeitsbereich dieser Maschine stehenden Bäume (Verletzungen durch Schlagwirkung) belegen.
  • Es wird zu wenig Rücksicht auf störungsempfindliche Tierarten genommen, wie z.B. Rotmilan u.a. Tierarten.
  • Für die Bewohner der Baumkronen wie Habicht, Wespenbussard, Mäusebussard, Stammbewohner wie unsere heimischen Spechtarten, Höhlenbrüter wie Hohltaube, Waldkauz, Meisen und Schnäpper sind ältere Baumbestände von großer Bedeutung.
  • Von 86 vom Aussterben bedrohten Vogelarten sind allein für 24 alte Wälder unverzichtbar.
  • Etwa 37 Tierarten sind als „Nachmieter“ auf Spechthöhlen angewiesen.
  • Für die Glieder der Waldlebensgemeinschaft, die alte, starke, beschädigte, absterbende oder tote Bäume benötigen (z.B. Hirschkäfer u. Eichenbock), ist zu befürchten, dass ihre Ansprüche nicht hinreichend berücksichtigt werden.
  • Da es in Mitteleuropa kaum noch Urwälder gibt, sollten aus unserer Sicht die möglichst naturnah zusammengesetzten Auwälder als Naturwaldreservate ihrer eigenen Entwicklung überlassen werden.
  • Denn Naturnähe, Strukturreichtum, Diversität, und Reife sehen wir als wichtige Voraussetzungen für die Sicherung der vielfältigen Funktionen der Auwälder, wie Boden/Klima/Wasserspeicherung und für die Arterhaltung.

Für eine Antwort Ihrerseits wären wir sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Liste
Vorsitzender

Anhang:

AHA führte Radexkursion zur Parkanlage in Gatersleben, zum Hakel, nach Cochstedt und entlang der Bode durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt verstärkt und massiver sich für den Schutz, Erhalt und Entwicklung des Raumes zwischen Selke, Hakel, Wipper, Eine und Bode bzw. zwischen Harz, Harzvorland und Börde einzusetzen.
In dem Zusammenhang sieht der AHA aber großräumig gesehen massive Veränderungen geboten. Eingebettet zwischen Harzvorland und Börde sowie weiträumig gesehen zwischen den Fließgewässern Bode, Selke, Wipper und Eine gilt es unbedingt die Biotopverbundräume zu stabilisieren. Dazu zählen die sukzessive Wiederausdehnung des Hakel in Richtung der Selke, die Entwicklung bzw. Schaffung von Grünverbindungen zum gefluteten Concordia-See sowie die Wieder- und Neuentstehung von Streuobstwiesenbeständen in Richtung Hakeborn, Egeln und Cochstedt. Diese Grünverbindungen sollten aus mindestens 10 m breiten Gehölzstreifen mit einem mindestens 3 m breiten Kraut- und Staudensaumen bestehen. Als Leitlinie könnten u.a. Wege dienen. Diese Gehölzstreifen können sich sukzessiv entwickeln oder bzw. sowie als Pflanzung aus Obstalleen und an feuchteren Stellen aus Kopfweiden bestehen.
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Initiative „Pro Baum“ und AHA halten mehr Biotop- und Grünverbund in Halles Norden für erforderlich

Halles Norden im Bereich der Stadtteile Frohe Zukunft, Seeben, Tornau und Mötzlich haben z.B. mit dem Gutspark Seeben, den Posthornteichen, den Gehölzflächen im Bereich des Zöberitzer Weges sowie den Landschafts- und Naturbestandteilen im Bereich des Goldberges ökologisch sehr wertvolle Bereiche aufzuweisen, welche bis zu den Auen von Saale, Götsche, Reide und Rieda heranreichen. Die Bedeutsamkeit ist auch deutlich in den Schutzausweisungen von 3 Naturdenkmalen und 2 geschützten Landschaftsbestandteilen erkennbar.

1-Halle_Zöberitzer Straße Blick auf Verbindungsweg zum Wickenweg nach Süden (1)

1-Halle_Zöberitzer Straße Blick auf Verbindungsweg zum Wickenweg nach Süden (1)

Für die Initiative „Pro Baum“ und den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) war und ist sehr wichtig, dass zusammen mit dem Schutz, Erhalt und Entwicklungen einzelner Schutzgebiete, Natur- und Landschaftsbestandteile der Biotop- und Grünverbund noch mehr Raum und Bedeutung erhält. Dazu ist es dringend erforderlich, den rechtlichen sowie fachlich-inhaltlichen Rahmen dafür zu schaffen, da es dringend geboten ist, neben dem Schutz und Erhalt von bestehendem und der Erweiterung von Wegbegleitgrün, Prüfung der Erweiterung des Gutsparkes Seeben sowie dem Schutz, Erhalt und Betreuung bestehender Streuobstflächen im Raum Seeben und die Entstehung einer Streuobstwiese auf der Fläche der einstigen Fasanerie, den Schutz und Erhalt der Gehölzflächen zwischen Posthornteichen und Froher Zukunft zu sichern.

2-Halle_Zöberitzer Straße - Am Abzweig zum Verbindungsweg zum Wickenweg Blick nach Norden (1)

2-Halle_Zöberitzer Straße – Am Abzweig zum Verbindungsweg zum Wickenweg Blick nach Norden (1)

Nunmehr haben massive bauliche und forstwirtschaftliche Eingriffe in den Gehölzflächen zwischen Posthornteichen und Froher Zukunft stattgefunden. Dazu zählen der massiv umstrittene Neubau eines Verbindungsweges zwischen Wickenweg und Zöberitzer Straße sowie die umfassende Abholzungen in dem Waldgebiet. Dabei entfernte man nicht nur umfassend Gehölze, deren Stämme entlang der Zöberitzer Straße aufgeschichtet wurden, sondern auch stark verdichteten Rückegassen.

3-Halle_Zöberitzer Straße - Am Abzweig zum Verbindungsweg zum Wickenweg Blick nach Südwesten in Richtung Dessauer Straße (1)

3-Halle_Zöberitzer Straße – Am Abzweig zum Verbindungsweg zum Wickenweg Blick nach Südwesten in Richtung Dessauer Straße (1)

Daher fordern Initiative „Pro Baum“ und AHA Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) auf, derartige Eingriffe künftig zu unterlassen. Immerhin gehören auch die Gehölzflächen zwischen Posthornteichen und Froher Zukunft zu bedeutsamen Lebens- und Rückzugsräumen von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Ferner stellen sie einen bedeutsamen Bestandteil eines umfassenden Biotop- und Grünverbundes zwischen der Stadt Halle (Saale) und dem angrenzenden Saalekreis dar.

4-Halle_Zöberitzer Straße - Blick nach Südwesten in Richtung Dessauer Straße (2)

4-Halle_Zöberitzer Straße – Blick nach Südwesten in Richtung Dessauer Straße (2)

Dies gilt es unbedingt und massiv zu schützen, zu erhalten und eine sukzessive Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Die Initiative „Pro Baum“ und AHA beabsichtigt daher Interessenten gewinnen, welche sich für den Schutz, den Erhalt und Weiterentwicklung ehrenamtlich einbringen möchten.

Wer daran Interesse hat im Rahmen einer gemeinsamen ehrenamtlichen Arbeitsgruppe von Initiative „Pro Baum“ und AHA mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Fotos Andreas Liste

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