Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) hat bei einer rund sechsstündigen Fahrradexkursion am 26. September 2026 die Natur- und Landschaftsräume entlang von Fuhne, Zörbiger Strengbach und Rieda zwischen Bitterfeld-Wolfen, Südlichem Anhalt, Zörbig, Petersberg und Halle (Saale) in Augenschein genommen. Dabei wurden sowohl die hohe ökologische Bedeutung der arten- und strukturreichen Auen- und Gewässerlandschaften als auch zahlreiche bestehende Belastungen und Gefährdungen festgestellt.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die anhaltenden Wasserdefizite der Fuhne, Nährstoff- und Abwassereinträge, Flächenversiegelungen, Eingriffe in Gewässer- und Uferbereiche, Abholzungen sowie der teilweise unzureichende Schutz wertvoller Biotope. Der AHA sieht daher dringenden Handlungsbedarf, um die Gewässer, Auen, Feuchtgebiete, Streuobstwiesen und weiteren wertvollen Landschaftsbestandteile dauerhaft zu schützen, naturnah weiterzuentwickeln und miteinander zu vernetzen.

Die Fuhneaue und die angrenzenden Landschaftsräume besitzen nach Auffassung des AHA eine herausragende Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie als Biotopverbund zwischen Saale und Mulde. Zugleich bieten sie wichtige Voraussetzungen für einen natur- und umweltverträglichen Tourismus. Der AHA verbindet seine aktuellen Beobachtungen deshalb mit konkreten Vorschlägen und Forderungen für Schutz, Erhalt, Renaturierung und nachhaltige Entwicklung dieser Landschaftsräume.

Fotos: Andreas Liste