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AHA sieht in früherer Aschedeponie zwischen Halle und Sennewitz einen sehr sensiblen Landschaftsbereich

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht in der ca. 14 ha großen früheren Aschedeponie des früheren Kohlekraftwerkes Halle-Trotha ein sehr sensibles Teil des Landschaftsraumes zwischen der Stadt Halle (Saale) und der Gemeinde Petersberg, Ortsteil Sennewitz. Nach Auffassung des AHA ist diese einstige Aschedeponie einerseits als Belastung für die Umwelt zu betrachten. Dies ist insbesondere in der Auswaschung durch Niederschlagswasser und Eintrag in angrenzende oder tiefliegende Bodenschichten sowie Grund- und Schichtwasserbereichen zu sehen. Der nunmehrige fortgeschrittene Pflanzenbewuchs hat zu einer gewissen Stabilisierung geführt und verhindert u.a. eine Abdrift durch Wind und verringert möglicherweise die Auswaschung von Schadstoffen in den Untergrund.

Andrerseits dient das Gebiet, gerne als Brachland bezeichnet, als Lebens- und Rückzugsraum sowie Durchgangsbereich für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Auf Grund der obengenannten Ausgangsbedingungen gilt es nach Auffassung des AHA alles zu unterlassen, um bauliche Eingriffe jeglicher Art in den bzw. auf dem Deponiekörper vorzunehmen. Neben der Störung bzw. der Zerstörung der faunistischen und floristischen Funktionen, besteht die Gefahr der Erhöhung vermehrter Auswaschungen von belasteten Stoffen und Verbindungen. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie beinhaltet eine Pflicht zur Verbesserung von Grund- und Oberflächenwasser. Im konkreten Fall ist eher mit einer Verschlechterung in so einem Fall zu rechnen.
In dem Zusammenhang sieht der AHA das Vorhaben der Energieversorgung Halle (EVH) als sehr problematisch an, auf der Fläche 154 Solar-Wechselrichter und 38.280 Solarmodule zu errichten.

Vom Grundsatz her ist die Nutzung erneuerbarer Energien, wozu unweigerlich die Gewinnung von elektrischen Strom aus Sonnenkraft dazugehört, verstärkt zu befördern. Jedoch verliert ein derartiges Vorhaben die umweltpositiven Auswirkungen, wenn obengenannte Gefahren und Beeinträchtigungen drohen.

Abgesehen von der Tatsache, dass mehr verbaute Flächen auf Dächern, an Wänden und Plätzen als Baufläche für Solaranlagen dienen sollten, hält es der AHA für notwendig, dass im Rahmen eines Energiekonzeptes der Region geeignete Standorte zu suchen und zu prüfen sind, um Konflikte mit dem Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes auszuschließen. Eine Schmälerung des Wertes des Sinns und der Nutzung für die Nutzung von erneuerbaren Energien ist aus der Sicht des AHA inakzeptabel und auszuschließen.

Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten, daran mitzuwirken. Dazu soll die im Aufbau befindliche ehrenamtliche Arbeitsgruppe Energie dienen.

Wer Interesse hat an dem Thema mitzuwirken, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift des AHA:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

AHA fordert weiterhin und mit Nachdruck unverzügliche und vollständige Aufklärung der Interessenkonflikte im Zusammenhang der Bebauungsplanung zum Hufeisensee

Wie bereits mehrfach vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) festgestellt, bedarf es im Interesse der Allgemeinheit eines wissenschaftlichen Gesamtkonzeptes für den Schutz und der Entwicklung des Hufeisensees im Osten der Stadt Halle (Saale), welches die Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, des Tourismus und der Naherholung, des Sportes sowie der Land- und Forstwirtschaft untersucht und zueinander abwägt.

Der am 25.03.2015 mehrheitlich vom Stadtrat der Stadt Halle (Saale) beschlossene Bebauungsplan 158 „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ erfüllt dieses Anliegen in keiner Weise. Dazu zählen das nunmehr begonnene Vorhaben zur Errichtung eines 27-Loch-Golfplatzes, sowie die unverantwortliche Ausweitung der Wassersportanlagen, die Errichtung eines Trainings- und Ausbildungszentrum der DRK-Wasserwacht Halle und eines Campingplatzes im Süden des Hufeisensees.

Ganz besonders zählen aber auch die baulichen Einrichtungen von Badestränden im Norden und Nordwesten des Hufeisensees sowie eines asphaltierten 6 km langen und mindestens 3 m breiten Rundweges um den See herum.

Die vorgesehenen Standorte der Badestrände mit ihren Schilfbereichen und Gehölzhecken – welche zudem einen Schutz nach § 22 Absatz 1 Nummer 8 Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt genießen – bilden einen sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gerade die Entwicklung in den letzten 32 Jahren hat zu einer umfassenden ökologischen Aufwertung geführt. So nutzen z.B. zahlreiche Wasservögel, Lurche und Insekten diese angedachten Strandbereiche. Im Falle der Umsetzung der Pläne ist mit einer massiven Zerstörung einer jahrzehntelangen sukzessiven Entwicklung zu rechnen.

Auf Grundlage der vorliegenden Pläne ergibt sich bei einer Länge von 6 km = 6.000 m x Mindestbreite im Umfang von 3 m, eine zusätzliche Versiegelung von 18.000 m² = 1,8 ha. Dieser Weg zerschneidet den Landschaftsraum, erschwert für Kleinsttiere die ungestörte Überwindung der Asphaltstrecke, was sich bei Erhitzung im Sommer und intensiver Nutzung der Wege noch verschärft. Hinzu kommt die Missbrauchsgefahr der Nutzung durch Motorräder und Mopeds sowie Nutzung als Rennstrecke für Rennräder, was zudem noch die Unfallgefahr für andere Fahrradfahrer und Fußgänger steigert.

Im Rahmen einer Exkursion am 14.07.2015 und am 29.09.2015 konnten sich die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick zu den massiven und zerstörerischen Bauarbeiten zum Golfplatz im Westteil des Hufeisensees verschaffen. In großen Abschnitten von mehreren hundert Metern haben die Bauarbeiten die Uferbereiche mit ihrem sukzessiven Bestand an Gehölzen, Hochstauden und Schilf komplett zerstört. Das hat zur Vernichtung eines arten- und strukturreichen Lebens- und Rückzugsraum von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten geführt. Ferner vernichteten die Bauarbeiten eine angrenzende Ackerfläche, welche noch im Sommer mit zahlreichen Hochstauden, wie Gewöhnlicher Kratzdistel, bewachsen war. Diese Flächen dienten u.a. zahlreichen Insekten als Blütenweide und im Samenstadium zum Beispiel dem Stieglitz als Nahrungsgrundlage.

Dabei ist Jedem klar und bekannt, dass diese Bauarbeiten reinen Partikularinteressen einer deutlich geringen Minderheit, in der Regel einem vermögenden Klientel dienen. Jedoch haben der Stadtrat der Stadt Halle (Saale) und der hallesche Oberbürgermeister und seine Verwaltung den gesetzlichen Auftrag und somit die Aufgabe dem Allgemeinwohl zu dienen. Die Inaugenscheinnahme der massiven Zerstörungen an Umwelt, Natur und Landschaft im Westteil des Hufeisensees versinnbildlichen eher den deutlichen Verstoß gegen dieses Prinzip. Die angedachten weiteren Maßnahmen im Zuge des am 25.03.2015 mehrheitlich vom Stadtrat der Stadt Halle (Saale) beschlossenen Bebauungsplans 158 „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“, wozu noch die Badestrände, der Rundweg und die Erweiterung der Wassersportanlagen gehören, lassen weitere derartige massive Zerstörungen und Verwüstungen an Umwelt, Natur und Landschaft am und im Hufeisensee erahnen bzw. vermuten. Alle anderen bisherigen und womöglich künftigen derartigen Beteuerungen von den politischen Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) und des Labuschke-Clans können in keiner Weise der Wahrheit entsprechen. Bereits die gegenwärtigen Zerstörungen und Vernichtungen an Umwelt, Landschaft und Natur am Hufeisensee reihen sich ein in die zahlreichen anderen derartigen und gegenwärtigen ähnlichen Aktionen gleichen Ausmaßes ein, wozu die Massenabholzungen in der Fiete-Schulze-Straße/Otto-Stomps-Straße, Beesener Straße, Delitzscher Straße, am Park Am Steintor und am Saaleufer am Holzplatz, der Brückenbau zur Rabeninsel sowie der Raubbau in der Dölauer Heide eindeutig dazugehören.

Nunmehr tut man verwundert, dass die Wasserqualität des Hufeisensees keinesfalls zum Baden geeignet ist. Diese Tatsache war schon zu DDR-Zeiten, aber im Zusammenhang mit der 1984 geschlossenen Mülldeponie Kanena bekannt. Der Deponiekörper hat direkten Kontakt mit dem Wasser im Hufeisensee und somit besteht die klare Möglichkeit der Einspülung von Schadstoffen. Die Gefährlichkeit nimmt noch zu, da niemand genau weiß, was für Materialien und Stoffe in der Deponie einst entsorgt worden.

Das erst das Umweltbundesamt kommen muss, um Vinylchlorid, Summenformel C2H3Cl, festzustellen ist skandalös. Warum haben diese Boden- und Wasseruntersuchungen nicht im Vorfeld der Erstellung des Bebauungsplan 158 „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ stattgefunden ? Dass man als mögliche zusätzliche Schadstoffquellen den ehemaligen Chemiehandel und angrenzende Bahnhofsanlagen vermutet, macht die Sache nicht besser.

Vinylchlorid hat eine stark reizende Wirkung auf Schleimhäute und Augen, eine leicht betäubende Wirkung sowie schädigt Leber, Speiseröhre, Milz, Handdurchblutung, Handknochen sowie Haut und ist außerdem als krebserzeugend eingestuft.

Ferner gilt Vinylchlorid bei einer Zündtemperatur 415 °C als leicht entflammbar. Beim Verbrennen von Vinylchlorid entstehen Chlorwasserstoff und Spuren von Phosgen. Zudem löst sich Vinylchlorid fast unbegrenzt in organischen Lösungsmitteln, aber nur wenig in Wasser. Bei Einwirkung von Licht, Luft und Wärme polymerisiert Vinylchlorid zu PVC.

Allein diese Fakten müssen zur Einstellung und Aufhebung des Bebauungsplans 158 „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ sowie zu weiteren tiefgreifenderen Untersuchungen von Wasser, Boden und Luft führen. In dem Zusammenhang sieht es der AHA als problematisch an, wenn die Golfplatzbetreiber ihre Flächen mit dem belasteten Wasser beregnen. Abgesehen davon, dass der offenbar sehr hohe Wasserverbrauch zu nicht seltenen niederschlagsarmen Zeiten zu unverantwortlichen Absenkungen des Wasserstandes des Hufeisensees führt. Damit einhergehend könnte sich der Zustrom von Schadstoffen über Grund- und Schichtwasserleiter verstärken, was eine schnelle Ortung und Sanierung der Ausgangsstandorte und Ab- und Zuleiter sehr dringend erforderlich macht.

Wie sich nun offenbar herausgestellt hat, gibt es in mehrfacher Hinsicht massive Interessenkonflikte. In diesen scheinen nicht nur bisher unbekannte Vertreter des halleschen Stadtplanungsamtes, sondern auch der frühere Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt Thomas Leimbach (CDU) verstrickt zu sein.

Für den AHA fügen sich nunmehr noch mehr Puzzle zusammen, welche zu dem auf Ignoranz fachlicher Einwendungen beruhenden Beschluss des Bebauungsplanes 158 „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ führte. Der AHA fordert erneut und mit Nachdruck nun endlich eine externe Untersuchung unter Einbeziehung der zuständigen Staatsanwaltschaft einzuleiten. Ferner befürchtet der AHA verstärkt, mangelnden Aufklärungswillen oder gar Verdunklungsgefahr, wenn die Stadt Halle (Saale) und womöglich das Landesverwaltungsamt diese skandalösen Angelegenheiten selbst untersuchen. Darüber hinaus hält der AHA einen sofortigen Stopp aller Aktivitäten zur Umsetzung des Bebauungsplanes 158 „Freizeit- und Erholungsraum Hufeisensee“ für dringend geboten.

Im Interesse einer verstärkten ökologischen und bürgerschaftlichen Begleitung der Entwicklung des Hufeisensees hat der AHA beschlossen eine „Arbeitsgruppe Hufeisensee“ zu bilden. Wer in dieser Arbeitsgruppe mitarbeiten möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V.
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/2002746
Fax.: 01805-684 308 363
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

AHA sieht mit sehr großer Sorge die fortgesetzte schonungslose Nutzung der halleschen Ziegelwiese als Partymeile

Wie immer wieder dargelegt, gehören bekanntlich Auenlandschaften zu den arten- und strukturreichsten Natur- und Landschaftsräumen der gemäßigten Zonen. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsräume, Hochwasser der Flüsse und Bäche den notwendigen Ausbreitungsraum, tragen zur Steuerung des Wasserhaushaltes bei sowie ermöglichen den Menschen Erholung und Entspannung.

Diese vielfältigen Funktionen von Auen entlang von Flüssen und Bächen bedürfen nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) besonderer und umfassender Maßnahmen zum Schutz und Erhalt sowie zur Betreuung und Entwicklung. Dafür sich einsetzen sieht der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA als seine vorrangige Aufgabe an.

1-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südosten

1-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südosten

Aus dem Grund verfolgt der AHA weiterhin und verstärkt mit großer Sorge, wie sich das einstige Erholungsgebiet Ziegelwiese in Halles Saaleaue immer mehr in eine Partymeile mit Lärm, Grill, Alkohol Gestank und Unmengen Müll verwandelt. Diese Nutzung ist offensichtlich Teil des gewässertouristischen Konzeptes der Stadt Halle (Saale). Anders kann sich der AHA nicht erklären, warum die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) ihrer Verantwortung für Umwelt, Natur und Landschaft sowie für das Recht aller Bevölkerungsgruppen auf Naherholung nicht nachkommt und diesem Treiben ein Ende setzt.

2-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Süden

2-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Süden

Der AHA kann die immer wieder im Gleichschritt von Verwaltung der Stadt Halle (Saale) und der Mitteldeutschen Zeitung –u-a. am 08./09.07.2017, Seite 7, Autorin Katja Pausch- vorgetragenen Hurrarufe auf die Nutzung des „Saalestrandes“ in keiner Weise mittragen.
Für den AHA ist es unverständlich, wie ignorant man sein muss, die wiederholt vorgetragenen Mahnungen zu umgehen bzw. zu missachten. Bei Fortsetzung dieser verheerenden Umweltpolitik sieht der AHA die Notwendigkeit mit anderen Mitteln und Methoden dem Anliegen des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes den notwenigen Durchbruch zu verschaffen.

Dieses gegenwärtige, langjährige Treiben auf der Ziegelwiese hat nichts mit feiern und erholen, sondern eher mit um sich greifender Verantwortungslosigkeit und voranschreitendem Egoismus zu tun. In dem Zusammenhang eine Forcierung dieser Zustände und einen weiteren Verbau von Saaleabschnitten in Halle (Saale) zu fordern, hält der AHA für unverantwortlich, da neben der bisherigen Vermüllung und Verlärmung sowie Schädigung von Grün, eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit Budendörfern und weiteren Steganlagen dazu käme. Nunmehr befahren immer mehr „Partygäste“ mit Kraftfahrzeugen die Ziegelwiese, um bequemer vor Ort zu gelangen.

3-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Nordwesten

3-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Nordwesten

Momentan zeichnet sich ab, dass die gesamte Ziegelwiese immer mehr zu einem rechtsfreien Raum des Vandalismus, der Verlärmung, der Vermüllung und des Gestankes inmitten in der Stadt Halle (Saale) abgleitet, wo bestimmte Personengruppen glauben und meinen sich alles erlauben zu können. Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt finden selten bzw. gar nicht statt.

2-Halle Nordteil Ziegelwiese Blick nach Osten

2-Halle Nordteil Ziegelwiese Blick nach Osten

Der AHA muss in letzter Zeit verstärkt feststellen, dass dabei der Vandalismus immer mehr zunimmt. So beschädigen die Partyleute u.a. Gehölze und zerstören Stützpfähle von Jungbäumen. Es kann nicht sein, dass sich im zunehmenden Maße eine „Arbeitsteilung“ dahingehend entwickelt, dass Partygäste ihr zerstörerisches Werk verrichten und ehrenamtliche AHA-Mitglieder das in ihrer Freizeit wieder in Ordnung bringen !

4-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südosten

4-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südosten

Der AHA fordert daher erneut und mit Nachdruck die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) auf, den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft sowie die Befriedigung des Bedürfnisses der Naherholung für alle Bevölkerungsgruppen endlich ernst zu nehmen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen und Aufgaben nachzukommen sowie unverzüglich diese Zustände zu beenden. Nach Auffassung des AHA ist eine Fortsetzung dieser Entwicklung nicht mehr tolerierbar und bedarf eines entsprechenden Handelns. Ferner vertritt der AHA die Auffassung, dass die Stadt Halle (Saale) eine Veranstaltungs- und Naherholungskonzeption benötigt, welches sich den Belangen des Schutzes, des Erhaltes und der Entwicklung von Umwelt, Natur und Landschaft sowie des fachgerechten Umgangs mit Hochwasser unterordnet.

5-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südwesten

5-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südwesten

Aber auch die „Mitteldeutsche Zeitung“ trägt hier eine klare Verantwortung. Diese kritiklose Hurraberichterstattung ist aus der Sicht des AHA vollkommen inakzeptabel bzw. verantwortungslos und befördert zudem u.a. den obengenannten Vandalismus. Daher richtet die ehrenamtliche und gemeinnützige Umweltorganisation einen sehr dringenden Appell an die zuständigen Redaktionen der Mitteldeutschen Zeitung in der Stadt Halle (Saale) derartige Berichterstattungen auf den Prüfstand zu stellen.

6-Halle Nordteil Ziegelwiese - Blick nach Südosten

6-Halle Nordteil Ziegelwiese – Blick nach Südosten

Ferner gilt es mehr für die Umweltbildung zu tun. So wäre es sinnvoll zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht Umweltsünder, zu Umweltschulungen zu verpflichten.

Darüber hinaus ruft der AHA die Bevölkerung auf, mehr auf den Schutz von Umwelt, Natur und Landschaft zu achten.

Fotos Isabell Schneider

AHA fordert nachhaltigen Schutz des Harzes und Untersuchung der Vorgänge um geplanten Erlebnisbereich Schierke

Weiterhin mit großer Sorge beobachtet der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das fortgesetzte Bestreben der Stadt Wernigerode, Teile des ihr anvertrauten Harzes baulich mit einem ganzjährigen Erlebnisbereich inklusive Skipiste zu überziehen.

Dabei bestehen laut Medienberichten bereits seit der Amtszeit des früheren sachsen-anhaltinischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) schwere Bedenken gegen das Vorhaben von Gerhard Bürger aus Hildesheim. Offensichtlich hat die frühere sachsen-anhaltinische CDU/SPD – Regierungskoalition unter Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff gegenüber Landtag und Öffentlichkeit diese Feststellungen und Bedenken bewusst verschwiegen. Dabei geht es offenbar hauptsächlich um ein ökologisch und landschaftlich bedeutsames 20 ha großes Wald- und Moorgebiet, welches bei dem geplanten Bauvorhaben den Maßnahmen zum Opfer fiele.

Nach Auffassung des AHA gilt es daher nicht nur das Vorhaben unverzüglich und unwiderruflich zu stoppen, sondern auch mögliche skandalöse Verfilzungen von Vertretern aus Politik und Verwaltungen mit Herrn Bürger sowie damit verbundener Verfehlungen gründlich zu untersuchen und darauf beruhend notwendige Konsequenzen zu ziehen.

Dazu fordert der AHA den Landtag Sachsen-Anhalts auf, einen Untersuchungsausschuss zu bilden, um genau diese Angelegenheiten zu ermitteln. Gleiches gilt für die zuständige Staatsanwaltschaft sowie für den Landesrechnungshof des Landes Sachsen-Anhalt und die Rechnungsprüfungsämter des Landkreises Harz und der Stadt Wernigerode. Dazu zählen u.a. die Ausgaben von Steuergeldern in Höhe von 20 Millionen Euro für ein Parkhaus sowie neue Straßen und Brücken.

Es ist nach Ansicht des AHA ungeheuerlich, wie selbstherrlich Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sowie frühere und aktuelle Minister von CDU und SPD über die langfristig und detailliert geäußerten Bedenken hinweggehen, mit einem dritten Gutachten sich eine Genehmigung zurechtbiegen möchten sowie zudem öffentliche Gelder in Millionenhöhe verschwenden.

Der AHA regt stattdessen erneut und mit Nachdruck ein länderübergreifendes Tourismuskonzept zwischen Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen an, welche den Schutz, den Erhalt und die darauf beruhende Entwicklung des Harzes und des Harzvorlandes berücksichtigt sowie zudem den Besucherinnen und Besuchern in vielfältiger Form ökologische, geologische, archäologische und historische Aspekte nahebringt. Nur ein Tourismus, welcher sich den Belangen des Schutzes von Umwelt, Natur, Landschaft und Klima unterordnet kann den Harz als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als hydrologische Quelle für zahlreiche Fließgewässer sowie damit eng verbunden als Ort der Erholung und des Tourismus in der Naturschatzkammer bewahren.

Auf jeden Fall ist der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA bereit daran mitzuwirken sowie Interessenten zu gewinnen, welche sich für den Schutz, Erhalt und Entwicklung des Landschafts- und Naturraumes Harz einsetzen möchten.

Der AHA ist unter folgender zentralen Anschrift zu erreichen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Wanderung zu den Bienenfressern

Am 8.7.2017 machten sich 19 Interessierte zusammen mit Herrn Udo Schwarz von der Ortsgruppe Ornithologie aus Merseburg auf den Weg, auf einem Rundweg am Südfeldsee in Großkayna die Bienenfresser zu entdecken und zu beobachten. Der Weg führte oberhalb des Sees durch ein Gebiet mit Ölweide, Johanniskraut, Natternkopf, Wiesenflockenblume und vielen anderen interessanten Bäumen, Sträuchern und Blumen. Begleitet wurde die Tour von den Gesängen der unterschiedlichsten Vögel, wie Pirol, Sperbergrasmücke, Goldammer, Kolkrabe und natürlich den Bienenfressern.
68 Brutpaare gibt es derzeit von diesen bunten Vögeln am Südfeldsee, die in der Bergbaufolgelandschaft und bei den klimatischen Verhältnissen gute Lebens-und Brutbedingungen vorfinden. Seit 2010 gibt es ein Projekt zur Erforschung des Zugverhaltens. Daran beteiligen sich nebendem NABU auch die Schweizer Vogelwarte und die Beringungszentrale Hiddensee. So konnte man mittels Geolokatoren herausfinden, daß die Bienenfresser aus dem Raum Merseburg
ihr Winterquartier im 6000 km entfernten Gabun und Kongo haben.
Zum Abschluß führte Herr Schwarz die Teilnehmer noch zu einer Steilwand mit Bruthöhlen in einem Gewerbegebiet in Leuna. Auf die Jungvögel muß man allerdings noch etwas warten, sie zeigen sich erst Ende Juli-Anfang August.

Fotos Christine Fröhlich

Erfolgreicher Arbeitseinsatz auf Streuobstwiese am Landhaus in Dessau-Roßlau am 08.07.2017

am Samstag, den 08.07.2017 fanden sich 6 AHA-Mitglieder und eine Helferin aus Köthen ein, um bei hochsommerlichen Temperaturen und bei prallen Sonnenschein in der ca. 5.400 m² großen, aus Apfelbäumen bestehenden Streuobstwiese am Landhaus den Wiesenbestand zu mähen. Der angagierte Arbeitseinsatz führte zu einer Mahd von mehr als 75 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Fläche. Im Rahmen des Arbeitseinsatzes nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bestand an Äpfeln in Augenschein und berieten über Formen und Aktivitäten des unbehandelten Bio-Obstes.

3-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese am Landhaus (1)

3-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese am Landhaus (1)

Erfreulicherweise war zu Beginn des Arbeitseinsatzes ein Fotograf der „Mitteldeutschen Zeitung“ erschienen, welcher in künstlerisch korrekter Aufstellung Teilnehmer des Arbeitseinsatzes beim Sensen fotografierte.

Ebenfalls besuchte ein Pächter einer Streuobstwiese in Roßlau den Arbeitseinsatz, um sich über die Aktivitäten zu informieren. In dem sehr intensiven, fachlich fundierten und genauso sehr interessantem Gespräch standen fachlich-inhaltliche, aber auch organisatorisch-strukturelle Themen auf der Beratungsliste. Man vereinbarte im engen Kontakt zu bleiben.

2-Dessau-Roßlau-Blick nach Osten auf Streuobstwiese am Landhaus & Parkplatz (1)

2-Dessau-Roßlau-Blick nach Osten auf Streuobstwiese am Landhaus & Parkplatz (1)

Ein weiterer kleiner Höhepunkt war das Ausbringen von Saatgut von Klatschmohn und Akelei auf dem Gelände des gepachteten Kleingartens, welcher sich genau zwischen den Streuobstwiesen an der Braunschen Lache und am Landhaus befindet.

Nach einer genüsslichen Mittagspause und damit verbundener intensiver Gespräche endete der sehr engagiert ausgeführte Arbeitseinsatz. Im Anschluss daran, nahmen einige AHA-Mitglieder den sehr bedrohlichen Zustand der ca. 6.000 m² großen, vorrangig von Pflaumen geprägten Streuobstwiese an der Braunschen Lache in Augenschein. Der AHA hatte ja bereits gegenüber der Stadt Dessau-Roßlau sein Interesse zur Übernahme der Pflegschaft. Jedoch gestaltet sich der Prozess, um die dem Land Sachsen-Anhalt gehörenden, bedeutsamen Landstrich sehr problematisch. Der Wunsch einer schnellen Klärung ist eng mit dem Erhalt der Streuobstwiese verbunden.

1-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese an Braunscher Lache (1)

1-Dessau-Roßlau-Blick nach Norden auf Streuobstwiese an Braunscher Lache (1)

Beim Heimweg stellten die AHA-Mitglieder mit sehr großem Unbehagen das große Aufkommen von parkenden Auto am Landhaus fest. Das dringende Erfordernis der Beendigung dieser Zustände hatte der AHA jüngst in einem Brief an den Oberbürgermeister zum Ausdruck gebracht.
Im Ergebnis des sehr aktiven Tages, sei noch einmal an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein großer Dank ausgesprochen. Ferner verdeutlichen Arbeitseinsatz, Beratungen und Beobachtungen, dass noch viel Raum und Umfang für ein vielfältiges Engagement dringend geboten sind.

1-Dessau-Roßlau-Blick nach Nordosten auf Streuobstwiese am Landhaus

Fotos: Andreas Liste und Isabell Schneider

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