Autor: Frank Hahn (Seite 57 von 119)

AHA fordert nachhaltigen Umgang mit Natur, Landschaft, Umwelt und Hochwasser an Selke und Wipper

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) betrachtet mit größter Sorge das unverständliche Festhalten des Landes Sachsen-Anhalt an den Dammbaumaßmahmen an Selke und Wipper. Die ca. 70 km lange Selke und die ca. 81 km lange Wipper und ihre Auen gehören zu den bedeutsamsten Lebens- und Rückzugsräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Beide Fließgewässer zählen zu den wertvollsten Fließgewässern des Harzes und des Harzvorlandes. Ihre Flusstäler haben zudem wichtige Bedeutungen und Funktionen als Biotopverbundraum sowie als einer der wichtigsten Frischluftentstehungsgebiete und Frischluftventilationsstrecken. Dazu trägt u.a. auch der weitgehend naturnahe und störungsarme Verlauf außerhalb der Ortschaften bei. Die sich daraus ergebende landschaftliche Schönheit und Besonderheit haben daher beiden Flusstälern eine große touristische Anziehungskraft verliehen. Das ignorante und starrsinnige Festhalten des Landes Sachsen-Anhalt an den Rückhaltebecken Strassberg und Meisdorf im Selketal sowie des Rückhaltebeckens bei Wippra im Tal der Wipper zeugen von einem natur-, umwelt-, landschafts- und tourismusfeindlichen Hochwasserschutz. Während große Teile des Selketals als Naturschutzgebiet ausgewiesen und als Schutzgebiet nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat Richtlinie gemeldet ist, zählt das betroffene Wippertal zu den schönsten Tälern im Ostharz. Die Wipper ist zudem ebenfalls wie die Selke, ein Mittelgebirgsbach mit naturnahen Abschnitten, mit gewässertypischen Gehölzen und arten- und strukturreichen Auenbereichen. Solche Rückhaltebecken dagegen bilden jedoch Barrieren bei besagten Frischlufttransport, Auffangräume für Schlamm- und Geröllmassen, zerstören bereits in der Bauphase Natur und Landschaft, unterbrechen den Biotopverbund sowie suggerieren den Menschen einen hundertprozentigen Hochwasserschutz. Statt derartiger Bauwerke fordert der AHA die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen. Dazu zählen an der Selke die zahlreichen Teiche, welche durch rechtzeitige Wasserregulierungen genügend Staupotenzial besitzen. Ebenso können an Selke und Wipper mobile Hochwasserschutzanlagen zum Einsatz kommen. Gerade die mobilen Hochwasserschutzanlagen haben sich z.B. in Köln und Rosslau bestens bewährt. Aber auch Rückbaumaßnahmen in und an den Ortschaften dürfen kein Tabu sein. Im Gegenteil die Errichtung eines Klärwerkes zwischen Strassberg und Silberhütte sowie die Erweiterung der Biotechnologieanlage in Gatersleben haben vollkommen falsche Zeichen in Richtung Einengung natürlicher Hochwasserüberflutungsräume aufgezeigt. Der AHA hält es daher für dringend geboten ein vollkommen neues, wissenschaftlich fundiertes und nachhaltiges Hochwasserkonzept für Selke und Wipper zu entwickeln und fordert daher den Landtag und die CDU/SPD-Landesregierung auf die dazu notwendigen Maßnahmen und Schritte zu ergreifen und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Dazu gehört u.a. nicht nur Barrierefreiheit in Fließgewässern zu schaffen, sondern auch zu erhalten. Immerhin gehören Selke und Wipper zu den bedeutsamsten Fließgewässern des Harzes und des Harzvorlandes. Um diesen Forderungen den dringend erforderlichen Nachdruck zu verleihen ruft der AHA alle Interessenten auf in der Ortsgruppe Gatersleben sowie in den Arbeitsgruppen Selke und Wipper mitzuwirken. Wer mit dem AHA Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter folgender Anschrift tun:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46;
Fax.: 01805/684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E – Mail: aha_halle@yahoo.de

AHA führt Radexkursion in der Landschaft der Goitsche durch

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt am Samstag, den 27.09.2014 eine ca. siebenstündige Fahrradexkursion durch die Bergbaufolgeland- schaft „Goitzsche“ durch. Stationen unterwegs sind: Stadt Bitterfeld; weiter auf dem Goitzschewald- und Seenrundweg: Bitterfelder Wasserfront, Sandbank-Erinnerung an die Flut 2002, vorbei am Auensee und an der Holzweißiger Ostsee, Gänseblick, Lud- wigsee, Arboretum, Südkehre, Neuhauser See, Paupitzscher Kreuz, weiter auf dem Go- itzscheseerundweg: Sonnentalblick, Fußgängerbrücke über den Lober-Leine-Kanal, Seelhausener See, Denkmal Opfer Döbern, vorbei am Roten Turm in Pouch, Halbinsel Pouch, Pegelturm und Seebrücke, vorbei am Wasserzentrum Bitterfeld und zurück zum Bitterfelder Bahnhof Neben der Vorstellung des Gebietes und seiner Bedeutung, beabsichtigt der AHA auch eigene Vorstellungen zur Entwicklung und Schutz darzulegen sowie Möglichkeiten der Mitwirkung der interessierten Öffentlichkeit aufzeigen. Ferner möchte der AHA seine nunmehrige Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen vorstellen und zur Mitarbeit aufrufen. Die Fahrradexkursion startet um 10.00 Uhr am Bahnhof Bitterfeld

AHA möchte Aktivitäten in Dessau – Rosslau und Umgebung verstärken

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt seine ehrenamtlichen Aktivitäten im Stadtgebiet von Dessau – Rosslau und Umgebung zu verstärken. Besonderen Augenmerk nehmen dabei die Auenlandschaften an Elbe und Mulde sowie ihrer Nebengewässer ein. Ebenfalls im Blickfeld der Aktivitäten an der mit Schwarzerlen bestandenen Rossel, welche in Rosslau in die Elbe mündet. Diese Auenlandschaften gehören bekanntlich zu den wertvollsten und räumlich weitläufigsten ihrer Art in Mitteleuropa. Jedoch ist deren Bestand durch Ausbaumaßnahmen jeglicher Art an einzelnen Standorten und im Gesamtbestand gefährdet.

Im Rahmen dieser Aktivitäten hat der AHA beispielsweise ein Konzept für einen Naturerkenntnispfad im Mündungsgebiet der Mulde in die Elbe entwickelt, Rahmenpläne zur Erstellung von Schutz- und Entwicklungskonzeptionen für die Kleinen Mückenberge und das Unterluch sowie Konzeptionen für das Oberluch, die Sieglitzer Berge einschließlich der Solitude und den Muldeabschnitt in der Nähe der Wasserstadt erstellt. Bei diesen Überlegungen spielt auch ein nachhaltiger Hochwasserschutz eine entscheidende Rolle, welcher eng mit einer umfassenden naturnahen und sukzessiven Entwicklung der Auenlandschaften verbunden ist. Dazu zählen weitere Deichrückverlegungsmaßnahmen wie zum Beispiel im Kerngebiet des Biosphärenreservates Mittelelbe zwischen Aken und Breitenhagen.

Darüber hinaus setzt sich der AHA für ein nachhaltiges Verkehrs- und Infrastrukturkonzept für die Stadt Dessau – Rosslau ein, welches die Belange des Umwelt-, Natur-, Land- schafts- und Denkmalschutzes berücksichtigt. Dazu zählt eine stärkere Beförderung des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenpersonennahverkehrs. In dem Zusammenhang ist der AHA der Auffassung, dass es keines Baus einer Nordumgehung mit neuer Muldequerung bedarf. Derartige Bauvorhaben tragen nicht zur grundsätzlichen Verkehrslösung bei, zerstören bzw. zerschneiden aber wertvolle Kultur- und Naturlandschaften, insbesondere die weitgehend unverbaute Mulde als Bestandteil eines Naturschutz- und FFH-Gebietes sowie des weltbedeutsamen Dessau-Wörlitzer Gartenreiches. Der AHA sieht es hier als einer der wichtigsten Aktivitäten an, diesen wichtigen ökologischen, kulturellen und touristischen Verbindungsraum zu erhalten und vor weiteren Verbauungen zu bewahren. Dies ist nach Meinung des AHA, auch ein sehr wichtiger Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz. Die Aktivitäten im Bereich der Mulde sollen u.a. auf die Ergebnisse der Muldekonferenzen in den Jahren 1997 und 2007 in Raguhn aufbauen. Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Aktivitäten führt der AHA im Oktober 2014 folgende Exkursionen durch:

Samstag, den 04.10.2014 Exkursion teilweise durch den Schillerpark, zum Naturschutzgebiet „Untere Mulde“ und das Naturdenkmal „Eichendom“ Treff: 10.00 Uhr Ecke Walderseestraße/Albrechtstraße (ARAL-Tankstelle) Dauer: ca. 4 Stunden

Samstag, den 11.10.2014 Rundexkursion in das Unterluch in Dessau-Roßlau mit Aufenthalt an der Mündung der Rossel in die Elbe sowie Blick zum Naturschutzgebiet „Saalberghau“ und zur Mündung der Mulde in die Elbe Treff: 10.00 Uhr Bahnhof Rosslau Dauer: ca. 4,5 Stunden

Auf Grund dieser räumlich und fachlich-inhaltlich vielfältigen Aufgaben und dringend notwendigen beabsichtigt der AHA interessierte Personen zu gewinnen, welche in der Ortsgruppe in Dessau – Rosslau ehrenamtlich mitwirken möchten. Dabei spielen Alter, Beruf, Geschlecht und Nationalität überhaupt keine Rolle. Dabei soll räumlich gesehen ein enges Zusammenwirken mit den AHA-Aktivitäten in den anderen Wirkungsgebieten, wie zum Beispiel mit der Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen, die Effizienz der Arbeit erhöhen. Wer Interesse hat an einer derartig wichtigen ehrenamtlichen Arbeit bzw. noch mehr darüber erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschrift sowie kann nachfol- gende Sprechzeit persönlich oder telefonisch nutzen:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Ortsgruppe Dessau-Rosslau Schwabehaus Johannisstraße 18
06844 Dessau
E-mail: aha_halle@yahoo.de
Tel.: 0340 – 66158320
Fax.: 0180 – 573 737 6961 (Verbindungen deutschlandweit zum Ortstarif)
Sprechzeit: Donnerstag: von 19.00 bis 20.00 Uhr

Der Mündungsbereich der Weißen Elster bedarf besonderen Schutz

Während ihres 245,4 km langen Verlaufs durchquert die Weiße Elster ab der Quelle im tschechischen As bis zur Mündung in die Saale in Halle (Saale), mit Tschechien und Deutschland zwei Staaten und in Deutschland mit den Freistaaten Thüringen und Sachsen sowie dem Bundesland Sachsen-Anhalt drei deutsche Bundesländer. Auf ihrem Weg durchquert sie arten- und strukturreiche Landschaften bzw. hat sie selbst geschaffen und geprägt. Jedoch ist ihr Verlauf streckenweise von Siedlungs-, Verkehrs- und Bergbau geprägt, was zu Begradigungen, Einschränkungen und Zerstörungen von Auenlandschaften sowie Überbauungen geführt hat.
Diese Widersprüche erfordern nunmehr jedoch eine nachhaltig, ökologisch geprägte Herangehensweise an Schutz, Erhalt, Entwicklung und Nutzung. Von daher begrüßt der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) als sehr wichtigen Schritt die flächenmäßig unterschiedlich großen Ausweisungen und Unterschutzstellungen als Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), als Europäisches Vogelschutzgebiet sowie Landschafts- und Naturschutzgebiete. Das Potenzial der Weißen Elster als Biotop- und Grünverbundraum, ist nach Auffassung des AHA, jedoch bei weitem noch nicht voll und ganz ausgeprägt. Sei es der Umgang mit den Alttagebauen, den Auenlandschaften, der Nutzung für die Land- und Forstwirtschaft sowie dem Tourismus oder die Bebauung mit Siedlungs-. Gewerbe- und Verkehrsbauten. Von daher fordert der AHA immer wieder die Erstellung von miteinander abgestimmten, länderübergreifenden, wissenschaftlichen Konzepten zum Schutz, Entwicklung und Erhaltung der Fluss- und Auenlandschaft ein. Ebenso unterstützt der AHA alle Aktivitäten zur Ausweisung eines UNESCO-Weltkulturerbes Weiße Elster, welches die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft zwischen Quelle und Mündung im Blick hat.
Bei allen zu betrachtenden Aktivitäten, gilt es nach Auffassung des AHA, ganz besonders auch den Schutz und Erhalt des Mündungsgebietes der Weißen Elster im Stadtgebiet von Halle (Saale) noch besser zu gewährleisten. Dieses großflächige Auengebiet, welches nach Norden von Bundsandsteinhängen und dem darauf befindlichen Wohnge- bieten Halle-Beesen und Silberhöhe geprägt sind, welche im nordöstlich davon befindlichen, 125 ha großem Naturschutzgebiet „Pfingstanger bei Wörmlitz“ deutlich in Erscheinung tritt, ist von einer umfassenden Arten- und Strukturvielfalt gekennzeichnet. Im 2.314 ha großen Landschaftsschutzgebiet „Saaletal“ sowie im ca. 381 ha großen Naturschutzgebiet „Abtei und Saaleaue bei Planena“ und in dem ca. 915 ha großem Naturschutzgebiet „Saale-Elster-Aue bei Halle“ gelegen, bildet das Mündungsgebiet eine sehr wichtige Nahtstelle zur Fluss- und Auenlandschaft der Saale. Das zu großen Teilen als Wasserschutzgebiet ausgewiesene Territorium genießt zudem teilweise den Schutz nach europäischem Recht als Vogelschutzgebiet und nach der FFH-Richtlinie. Entgegen jeglicher Vernunft und unter Ignoranz aller Alternativvorschläge in Hinblick auf Natur, Landschaft, Hydrologie sowie Qualität als Lebens- und Erholungsraum, findet gegenwärtig die Zerschneidungsbebauung für die ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt – Halle/Leipzig-Berlin statt.
Das Mündungsgebiet ist von einer großen Arten- und Strukturvielfalt gekennzeichnet, wozu Fließ- und Standgewässer, Feuchtgebiete, Auenwälder- und wiesen, Hochstaudenflächen sowie Streuobstwiesen gehören. Sie dient Weiß- und Schwarzstörchen, Wildgänsen, Rot- und Schwarzmilanen, Mäusebussarden sowie anderen Tierarten als Brut-, Lebens- und Nahrungsraum. Abgesehen davon findet hier Hochwasser einen großen Ausbreitungsraum sowie Frisch- und Kaltluftkorridore sorgen in nachfolgenden Siedlungsgebiet für verbesserte Lebensbedingungen. Nunmehr erscheint es für den AHA sehr wichtig der Saale-Elster-Aue bei Halle (Saale) einen besonderen Schutz anzugedeihen. Dazu gehören die Vermeidung und Beräumung von Vermüllungen und Verschmutzungen aller Art sowie die Verhinderung von Schädigungen an Fauna und Flora. Neben den zuständigen Behörden sind dabei insbesondere Flächeneigentümer, die Bevölkerung, Bildungseinrichtungen und Organisationen gefragt. Der AHA möchte daher Interessenten gewinnen, welche im Rahmen seiner ehrenamt- lichen Arbeitsgruppe Saale-Elster-Luppe-Aue daran mitwirken möchten. Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11 06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
Fax.: 01805-684 308 363
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de Internet

Bilder Andreas Liste

AHA führt Radexkursion entlang der Parthe durch

Die insgesamt ca. 48 km lange Parthe gehört zu den wichtigsten Nebengewässern der Weißen Elster und bedeutsamsten Fließgewässern in Leipzig und Umland. Große Teile des Fließgewässers sind naturnaher bzw. naturnah oder bergen das Entwicklungspotenzial dahingehend in sich. Insbesondere im Raum der Städte Leipzig und Taucha stellen sich das Fließgewässer und seine Aue recht vielfältig sowie arten- und strukturreich dar. Ebenso hat die Parthe eine entscheidende Rolle als Biotop- und Grünverbund sowie Kalt- und Frischluftentstehungsgebiet mit den dazu gehörenden Ventilationsbahnen. Dies hat nicht nur Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern insbesondere auch als Siedlungs- und Erholungsgebiet für zahlreiche Menschen im Einzugsgebiet der Parthe. Dass die wichtige Bedeutung der Parthe und ihrer Aue Anerkennung und Würdigung findet, zeigt beispielsweise die flächendeckende Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt im Rahmen seiner Regionalgruppe Leipzig und Umland sich verstärkt dem Schutz, der Entwicklung und dem Erhalt der Parthe und ihrer Aue anzunehmen. Dazu gehört unter anderem Möglichkeiten zu finden, die Aue von ihrem naturfernen Korsett in Teilen der Stadt Leipzig zu befreien. Gegenwärtig besteht bekanntlich eine ganz andere, umfassende Bedrohung, welche in dem geplanten Neubau der Bundesstraße 87 zwischen Torgau und Leipzig liegt. Die bisher bekannten Pläne lassen erkennen, dass das planende Autobahnamt Sachsen offenbar eine mindestens 28 m breite, vierspurige Trasse durch die Partheaue treiben möchte. Eine Umsetzung derartiger Vorhaben führt nach Auffassung des AHA, unweigerlich zu einer Zerschneidung der Partheaue mit allen obengenannten Funktionen. Ferner sieht der AHA einen weiteren Schritt in Sachen zukunftsunfähiger Verkehrspolitik, welche wider jeder umwelt- und klimapolitischen Vernunft, weiter auf neue Straßen setzt. Anstatt qualitativ das Verkehrssystem zu verbessern, in dem das vorhandene Schienennetz optimaler einbezogen wird, plant man quantitativ Landschafts-, Natur-, Lebens- und Erholungsräume zu zerschneiden, zu versiegeln und im Falle einer Umsetzung des Vorhabens die Region mit weiteren Lärm, Abgasen und Feinstaub zu belasten. Als ob bestehender Flug- und Verkehrslärm sowie das gegenwärtig laut Umweltbundes- amt und Statistischem Bundesamt deutschlandweit täglich zwischen 80 und 90 ha Boden neu versiegelt werden, nicht Belastung genug wären. Der ebengenannte Umfang der täglichen Neuversiegelung in Deutschland entspricht übrigens in etwa einer Fläche von 66 Fußballfeldern und in einem Jahr ca. der Fläche der Stadt München.

Der AHA fordert daher das Vorhaben B 87n bereits in der Planung zu stoppen und stattdessen eher den Schienenfernverkehr, Schienenpersonennahverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr zu befördern, den hier lebenden Menschen keine weiteren Belastungen bestehend aus weiterem Lärm, Abgasen und Feinstaub zuzumuten sowie der Partheaue als Bestandteil einer vielfältigen Umwelt, Natur und Landschaft keine weiteren Zerschneidungen und Versiegelungen aufzubürden. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt in dem Zusammenhang am Samstag, den 27.09.2014 eine ca. fünfstündige Fahrradexkursion zum Thema: „Die Parthe durch Stadt und Land“ entlang der Parthe von Taucha nach Leipzig bis zur Mündung in die Weiße Elster durch. Im Rahmen dieser Fahrradexkursion beabsichtigt der AHA auf die Bedeutung der Parthe, Beeinträchtigungen und Bedrohungen, Möglichkeiten zum Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung sowie auf den Gedanken zur Ausweisung des Einzugsgebietes der Weißen Elster zwischen Gera und der Mündung in die Saale in Halle (Saale) als UNESCO-Welterbe hinzuweisen. In dem Zusammenhang möchte der AHA Möglichkeiten der Mitwirkung von Interessenten aufzeigen und dabei u.a. die Inhalte und Ziele der im Aufbau begriffenen Regionalgruppe Leipzig und Umland vorstellen. Der AHA lädt somit alle Interessenten zu der Fahrradexkursion ein.

Treff ist um 10.00 Uhr am Bahnhof Taucha.

Kontakt: Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Leipzig und Umland Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
Tel.: 0176-84001924 (Handytarife aus allen Netzen)
Fax.: 01805-684 308 363 (deutschlandweit zum Ortstarif)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Initiative „Pro Baum“ trifft sich

Am Montag, den 22.09.2014 findet mit dem 114., das neunte Treffen der Initiative „Pro Baum“ im Jahr 2014 statt. Bei dem Treffen gilt es über Maßnahmen und Aktivitäten zum Schutz und Erhalt der Gehölze zu beraten. Dazu zählen die Auswertung der von der Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis organisierte Freiwilligentag am 13.09.2014, bei dem letztendlich der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“, ohne die zugesagte Mitwirkung der Stadt Halle (Saale), gemeinsam Stieleichen, Erlen und eine Ulme auf der Ziegelwiese pflanzten. Weiterhin ganz akut sind die vom Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) Dr. Bernd Wiegand am 12.07.2013 veranlassten, vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt so wie Verwaltungsgericht Halle und Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt gestoppten Abholzungs- und Baumaßnahmen für einen neuen Deich zwischen Gimritzer Damm und Wilder Saale zu thematisieren. Dabei gilt es mit Sorge die vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt vorangetriebenen Planungen für den obengenannten Deich zu betrachten. Ebenso ein weiter sehr wichtiges Thema bildet die nunmehr von der Stadt Halle (Saale) erteilte und nunmehr vom Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt in Magdeburg bestätigte Baugenehmigung für eine Wohnbebauung sowie die fortgesetzten Vorstöße der Bürgerinitiative „Pro Paulus Park“ das bestehende Freigelände im früheren Komplex des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt zur Wiederbelebung des einstigen Paulusparks zu nutzen und den besonderen Gebietscharakter zu wahren. Ebenso zählt die angedachte, überdimensionale Wohnbebauung der GWG im Bereich des Geländes des nunmehr beseitigten Heideschlösschens in Halle – Dölau und der massiven Bedrohung des Gehölzbestandes vor Ort. Hier gilt es mit der Bürgerinitiative zusammen zu wirken. Darüber hinaus stellt einen weiteren Beratungsschwerpunkt die Entwicklung und Gestaltung der Landsberger Straße nach ökologischen sowie kulturell künstlerischen Aspekten dar. Ein neues, sehr wichtiges Thema ist mit der angedachten Errichtung eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Heideallee, Weinbergweg und Walter-Hülse-Straße, welche u.a. mit der Fällung von 9 Platanen einhergehen soll, entstanden.

Ebenso akut ist das Thema der flächendeckenden, massiven Massenabholzungen im Gesamtgebiet der Stadt Halle (Saale), z.B. in den Klausbergen, in Halle – Neustadt und im Bereich der Freiimfelder Straße. Weitere Themenschwerpunkte bilden u.a. die Planungen zum Steintor und die angedachten Bau- und bereits erfolgten Fällmaßnahmen Paracelsusstraße / Ecke Wielandstraße sowie die Entwicklungen in der Gartenstadt Gesundbrunnen, die Aktivitäten zum Solbad und Park Wittekind, Aktivitäten im Medizinerviertel, Möglichkeiten der Optimierung der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, die weitere Erfassung von möglichen Standorten von Straßenbäumen, die allgemeine Entwicklung des Gehölzschutzes in der Stadt Halle (Saale) sowie weitere Planungen für das Jahr 2014 und bereits für das Jahr 2015 genannt.

Das Treffen beginnt 19.00 Uhr und der Veranstaltungsort ist der Versammlungsraum des Reformhauses in der Großen Klausstraße 11 in 06108 Halle (Saale).

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