Autor: aha-dietmar (Seite 266 von 364)

AHA und Initiative „Pro Baum“ fordern Erhalt des Gehölzbestandes am Riveufer in der Stadt Halle (Saale)

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Halle (Saale) René Rebenstorf hat eine Beschlussvorlage „Variantenbeschluss Hochwasserfolgemaßnahmen Riveufer“ dem halleschen Stadtrat zur seiner Sitzung am 26.09.2018 vorgelegt.

In den Planungsunterlagen gibt man als Bestand der Baumallee 146 Linden und 9 Rosskastanien, also gesamt 155 Bäume an. Im Zuge von geplanten Baumaßnahmen beabsichtigt man insgesamt 99 Bäume, davon 28 Alleebäume zu fällen. Das sind 18.06 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Alleebäume. Als Gründe gibt man den Zustand und Sanierungserfordernisse für den Abwasserhauptsammler sowie die Sanierung des „Senkgartens“ nördlich des Heinrich-Heine-Felsens sowie die fehlende Vitalität von zahlreichen Bäumen an.

Aus der Sicht des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ besteht hier noch sehr viel Raum einer alternativen Entwicklung des Riveufers. So sehen beide Organisationen das dringende Erfordernis die stark befestigten Standräume aufzulockern oder gar auszutauschen, da u.a. die Verwendung von Auftausalzen zu starken Bodenbelastungen geführt haben. Mangelnde Durchlüftung, schlechte Zufuhr von Wasser und Salzbelastungen haben unweigerlich zur Schwächung des Baumbestandes mit entsprechenden Infektionen geführt. Daher sind auch fach- und sachgerechte Schnittmaßnahmen erforderlich, um den Bäumen bei dem „Abstoß“ infizierter Kronenteilen zu helfen.

Im Bereich des Hauptsammlers halten es Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ für erforderlich selektive Rückschnitte von Wurzelbereichen zu prüfen und den Hauptsammler so zu gestalten und zu ertüchtigen, dass ein Eindringen von Wurzeln künftig ausgeschlossen ist. Zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen erscheint es sinnvoll zu sein, dort wo es möglich ist, den obengenannten Bodenaustausch zu realisieren.

Im Zuge der Sanierung des „Senkgartens“ nun eine „Steinschlagsicherung“ vorzunehmen erscheint beiden Organisationen vollkommen überflüssig zu sein. Der bestehende Gehölzbestand hat bisher hervorragend diese „Steinschlagsicherung“ übernommen. Eine ordnungsgemäße langjährige Beobachtung des Standortes im Vorfeld der Maßnahmeplanung ist offenbar ausgeblieben. Daher ist das Vorhaben auf ca. 800 m² ca. 30 Bäume zu fällen vollkommen überflüssig und daher zu unterlassen. Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ weisen an der Stelle darauf hin, dass die Vermehrung von Bäumen über Samen die natürliche, generative Vermehrungsform ist und versteht daher nicht die geringe Wertschätzung durch die Verwaltung der Stadt Halle (Saale). Auf Grund der unzureichenden fachlichen und sachlichen Betrachtung halten es daher Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ für dringend geboten die Planungen vollständig neu zu starten und so zu gestalten, dass eine umfassende öffentliche Beteiligung stattfindet. Hinsichtlich der Planung weisen der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ darauf hin, dass nach eigenen Angaben der Stadt Halle (Saale) unter Natur- und Denkmalschutz stehen und weist auf das Zitat aus dem Denkmalschutzverzeichnis in der Beschlussvorlage, auf Seite 4 hin:

„Dem gewundenen malerischen Verlauf des Flusses folgende Straße, die saaleseitig von
einer Promenade mit Lindenallee begleitet wird. Die Straße wird durch das Saaleufer mit dem reichen Baumbestand, die aufragenden Porphyrfelsen und die freistehenden, repräsentativen Villen landschaftlich und architektonisch geprägt.“ Zitat Ende

Nach Auffassung von Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ widerspricht jedoch die gegenwärtige Beschlussvorlage „Variantenbeschluss Hochwasserfolgemaßnahmen Riveufer“ eindeutig dieser Darstellung und Erhaltungsziel. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ fordern daher Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) auf, eine transparente, fachlich fundierte Stadtplanung im Bereich des Riveufers vorzunehmen, wo der Schutz, der Erhalt und die Verbesserung von Umwelt, Natur sowie Landschafts- und Stadtbild das Primat haben. In dem Zusammenhang bekunden Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ weiter und verstärkt für den Schutz, Erhalt, Betreuung und Erweiterung der Gehölzbestände aktiv zu sein. Daher sind interessierte Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Verbände, Vereine und weitere Organisationen aufgerufen im AHA und in der Initiative „Pro Baum“ mit- und zusammenzuarbeiten. Wer Interesse hat daran mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) & Initiative „Pro Baum“
c/o Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail „Initiative Pro Baum“: initiativeprobaum@yahoo.de

Fotos: Andreas Liste

AHA setzt sich für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung der Auenlandschaften in Magdeburg und Umland ein

Die mit 241.231 (Stand Juli 2018) Menschen bewohnte, 201,84 km² große sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg ist sehr stark durch den insgesamt 1.094 Kilometer langen Strom Elbe geprägt. Das Magdeburger Stadtgebiet durchquert die Elbe auf einer Länge von 21,1 km. Im Ostteil der Stadt lässt sich noch deutlich die einstige Furkation der Elbe erkennen, wobei insbesondere die Alte Elbe die einstige vielfältige Struktur noch am ehesten abbildet. Mit dem ca. 125 ha großen, im Nordosten der Großstadt an der Grenze zur Einheitsgemeinde Biederitz gelegenen Biederitzer Busch sowie dem im Südosten befindlichen 282,25 ha großen Naturschutzgebiet „Kreuzhorst“ sind noch sehr arten- und strukturreiche Restauenwälder existent. Dazwischen bildet insbesondere der zwischen Stromelbe und Alter Elbe ab dem Jahre 1871 als englischer Landschaftspark gestaltete, 200 ha große Rotehornpark einen sehr bedeutsamen Naherholungsraum für die Bevölkerung.

Im Biosphärenreservat „Mittelelbe“ gelegen, drücken insbesondere das Naturschutzgebiet „Kreuzhorst“, die drei Landschaftsschutzgebiete „Barleber – Jersleber See und Elbniederung“, „Zuwachs – Külzauer Forst“ und „Mittlere Elbe“ sowie die vier Gebiete nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie FFH_0199LSA „Ehle zwischen Möckern und Magdeburg“, FFH-Gebiet 0174_LSA Stromelbe im Stadtzentrum Magdeburg, FFH-Gebiet 0050_LSA_Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg und FFH-Gebiet LSA Sülzetal bei Süllorf die umfassende, zum Teil territorial übergreifende Schutzwürdigkeit der Elbe und ihrer Aue aus.

Jedoch ist insbesondere im Bereich der Stromelbe deutlich eine jahrzehntelange bauliche Prägung des Flussgebietes erkennbar, welche vorrangig im Westuferbereich von Nord nach Süd mehr oder wenig flächendeckend ersichtlich ist. Somit sind der Elbe nicht nur wertvolle Natur- und Landschaftsbestandteile, sondern auch Überflutungsräume verlorengegangen.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) sieht in der Konstellation die dringende Notwendigkeit sich verstärkt für den Schutz, den Erhalt und Entwicklung der Auenlandschaften in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg und deren Umland einzusetzen bzw. einzubringen. Dabei ist sich der AHA der Entwicklungspotentiale sehr bewusst, welche es nun gilt verstärkt zu nutzen. Dazu zählen zum Beispiel die Wiederanbindung von Altauen an das Hochwasserregime des Flusssystems der Elbe, Beendigung und Rückbau von Verbauungen, Aufschüttungen, Bodenversiegelungen, Ufer- und Sohlbefestigungen, Prüfung der besseren Wiederanbindung von Altverläufen an das Gesamtflusssystem sowie nicht zuletzt der Erhalt und die Ausweitung von Biotop- und Grünverbundräumen. Dazu können nach Ansicht des AHA ganz besonders die Fließgewässersysteme von Sülze, Eulengraben, Klinke, Schrote, Olvenstedter Röthe und von Großer Sülze beitragen, welche von Westen aus dem Landkreise Börde kommend in die Elbe einmünden.

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA beabsichtigt zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung der sehr bedeutsamen und ebenso vielfältigen Auenlandschaft Magdeburgs seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen. In dem Zusammenhang möchte der AHA Interessenten einen Raum geben sich für diese Ziele einzusetzen. Dazu strebt der AHA die Bildung einer Regionalgruppe Magdeburg und Umland an.
Als einen sehr wichtigen Schritt dahingehend dient folgende bevorstehende Fahrradexkursion:

Samstag, den 29.09.2018
Fahrradrundexkursion entlang der Elbe zum Mündungsgebiet der Sülze in die Elbe, zum Kreuzhorst und zum Stadtpark Rotehorn
Treff: um 10.00 Uhr Ecke Steubenallee/Steinbrücke in Magdeburg
Dauer: ca. 6 Stunden

Wer sich ebenfalls für den Schutz, Erhalt und Entwicklung dieser sehr arten- und struk-turreichen sowie vielfältigen Auenlandschaft einsetzen und mehr zu der Fahrradexkursion am 29.09.2018 erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Das Naturschutzgebiet Forstwerder und das flächenhafte Naturdenkmal Klausberge sind wichtige Bestandteile vom Saaletal in Halles Norden

Es ist morgens gegen 10:30 Uhr am 15.09.2018, als Freiwillige zusammen mit Mitgliedern des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) im strahlenden Sonnenschein sich auf dem Weg über die Bogenbrücke zum Naturschutzgebiet Forstwerder in Halle-Trotha begeben. Auf dem Forstwerder angekommen, beginnen die 10 Anwesenden im Rahmen des 14. Freiwilligentages der Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis gemeinsam den Zustand der Absperrungen an früheren Wegen und Trampelpfaden zu stabilisieren und zu verbessern.

Der ca. 7 ha große Forstwerder in Halle-Trotha ist ein Naturschutzgebiet, welches zusammen mit dem 10 ha großen Naturschutzgebiet (NSG) Peißnitznordspitze das Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)- Richtlinie „Nordspitze der Peißnitz und Forstwerder in Halle“ bildet und einen sehr wertvollen Bestandteil in der halleschen Saaleaue darstellt. Mit seiner vielfältigen Landschafts- und Naturstruktur, bestehend aus Hart- und Weichholzaue, Kies- und Schlammflächen, Wiesen- und Hochstaudenflächen sowie sukzessiven Gehölzbereichen, bietet der Forstwerder zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebens- und Rückzugsraum. Eng damit verbunden nutzen zahlreiche Menschen aus nah und fern die Aue zur Erholung und Entspannung.
Um genau diese Vielfalt zu erhalten, gilt es nun Bestandteile des NSG und FFH-Gebietes einer ungestörten Entwicklung zu überlassen. Dazu ist es jedoch erforderlich störende frühere Wegverbindungen und Trampelpfade zu verschließen.
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Freiwillige halfen fleißig in der UBM

Noch vor der offiziellen Eröffnung des 14. Freiwilligentages der Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis, trafen sich drei Akteure am 15.09.2018, um 09:00 Uhr in der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM), Weiße Mauer 33 in 06217 Merseburg.
Gemeinsam sortierten sie die Mitteilungen des Landesamtes für Umweltschutz und erfassten sie in einem Register. Gleiches begannen sie für ca. 50 Dia-Serien anzulegen.
Alle Arbeiten an diesem Tag sollen letztendlich ermöglichen alle Medien der Umweltbibliothek auch auszuleihen.

Dabei ist der Buchbestand weitestgehend registriert und kann jetzt schon genutzt werden.
In weiteren Arbeitseinsätzen sollen die beiden Räume der Bibliothek renoviert werden, so dass sie für das zu erwartende Publikum ansprechender wirken. Wir würden es sehr begrüßen, wenn uns dabei Fachleute aus der Bau- oder Malerbranche unterstützen. Ebenso sind auch Geldspenden sehr hilfreich.

Wer Interesse hat in der UBM mitzuwirken, kann sich an folgende Anschriften wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM)

Weiße Mauer 33
06217 Merseburg
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubh2004@yahoo.de

AHA und Initiative „Pro Baum“ fordern öffentliche Gesamtplanung des Raumes zwischen Riebeckplatz und Hauptbahnhof in der Stadt Halle (Saale)

Bekanntlich erfolgte in den Jahren 2005/2006 die jüngste bauliche Umgestaltung des halleschen Riebeckplatzes sowie im Jahr 2011 der steuerlich subventionierte und sinnlose Abriss der Hochhäuser an dem Platz. Diese Baumaßnahmen haben zu keiner umfassenden Vermehrung des Grüns beigetragen. Das schlimmste Beispiel für vollständige Bodenversiegelung und Vermeidung von Grün in einer Stadtplanung ist der runde Platz zwischen Riebeckplatz und Hauptbahnhof. Nunmehr haben die Neubaumaßnahmen für Gebäude am Riebeckplatz zur Fällung der einzigen Bäume auf dem Platz geführt. Somit erfolgte eine unverantwortliche Reduzierung von Grün in dem ohnehin stark verbauten Bereich. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ begrüßen zum Beispiel grundsätzlich die Schaffung sicherer Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder am Hauptbahnhof. Nur den bisher angedachten Standort und die damit verbundene Vernichtung einer weiteren Grünfläche halten der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ für vollkommen inakzeptabel. Es ist schon erschreckend, dass selbst eine grüne Stadtratsfraktion in Halle (Saale) so etwas in Ordnung findet. Dabei bietet sich nach Auffassung von AHA und Initiative „Pro Baum“ an, die weitgehend unvermieteten Ladenzeilen am runden Platz zwischen Riebeckplatz und Hauptbahnhof so umzubauen bzw. umzugestalten, dass eine Unterbringung von Fahrrädern möglich ist. In dem Atemzug schlagen AHA und Initiative „Pro Baum“ vor, auf dem Rundplatz Bäume wie Feldahorn, Ebereschen oder kleinkronige Spitzahorne sowie Kletterpflanzen wie selbstklimmende Weinarten oder Efeu zu pflanzen. Derartige Maßnahmen tragen nicht nur zur Erhaltung einer bestehenden Grünanlage bei, sondern reihen eine mögliche Fahrradunterbringung in eine Begrünung eines vollkommen versiegelten Platzes ein. Dies führt nicht nur zur Verbesserung des Stadtbildes, sondern ermöglicht die Verbesserung des Stadtklimas mit Frischluft und vermehrter Luftfeuchtigkeit und schafft neue Unterschlupfmöglichkeiten für Vögel.

Mit der Vorlage der Beschlussvorlage „vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 174 „Riebeckplatz Ost“ – Aufstellungsbeschluss“ durch Halles Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und seines Beigeordneten für Stadtentwicklung und Umwelt René Rebenstorf an den halleschen Stadtrat, welcher es im Rahmen seiner Sitzung am 27.06.2018 die Verweisung die Ausschüsse und in seiner Sitzung am 29.08.2018 die Vertagung auf seine Sitzung am 26.09.2018 beschloss ist eine weitere Privatisierung der Stadtentwicklung an Halles Riebeckplatz vorgesehen. Ein möglicher Aufstellungsbeschluss in derartiger Form ist als eine Fortsetzung der diffusen und zersplitterten Entwicklung des Riebeckplatzes mit dem Verkauf der Flächen an die GP Papenburg Hochbau GmbH verbunden und bedeutet eine öffentliche Planung nach Vorstellung dieses privaten und in der Stadt Halle (Saale) stark privilegierten Unternehmens. Der „Investor“ hat sein Kaufinteresse für wesentliche Teile der im städtischen Eigentum befindlichen Teilbereiche des Parkplatzes an der Volkmannstraße und der südöstlichen Fläche im Bereich des Busbahnhofes bekundet, welchem nun Halles Stadtrat im Rahmen seiner Sitzung am 26.09.2018 zustimmen soll. Nach dem Willen sollen im Bereich des Parkplatzes an der Volkmannstraße 2 Parkhäuser mit Grundstücksflächen zu je 1.120 m² und 1.780 m², ein Bürogebäude mit einer Grundstücksfläche von 2.600 m² und ein CAR-Sharing-Platz mit einer Grundstücksfläche von 266 m² sowie auf der südöstlichen Fläche im Bereich des Busbahnhofes ein Hotelund Bürogebäude mit einer Grundstücksfläche von 2.650 m² entstehen.

Neben der sehr umstrittenen Notwendigkeit des Baus weiterer Parkhäuser, Büro- und Hotelgebäude, möchten Halles Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und sein Beigeordneten für Stadtentwicklung und Umwelt René Rebenstorf den Stadtrat dazu bringen einem Verkauf von Filetstücken am Ort im öffentlichen Eigentum an die GP Papenburg Hochbau GmbH zuzustimmen. Auf Grund der prägendenWirkung
betreibt die Verwaltungsspitze der Stadt Halle (Saale) eine Privatisierung von Stadtplanung und – entwicklung am Riebeckplatz. Das Papenburg-Imperium hat sich im Stadtgebiet von Halle(Saale) nach Ansicht von AHA und Initiative „Pro Baum“ durch Mitwirkung und Profit an zahlreichen fragwürdigen Projekten hervorgetan. Dazu zählen zum Beispiel der übermäßige Ausbau von Otto-Stomps-Straße/Fiete-Schulze-Straße, der Verbau des einstigen Paulusparks und der Ausbau von Gimritzer Damm/Heideallee und Osttangente, aber auch die Errichtung eines Kinderspielplatzes an der Ecke Talstraße/Unteren Papiermühlenstraße auf kontaminierten Boden. Mit all diesen Vorhaben waren bzw. sind Zerstörungen von natürlicher Umwelt und Landschaft, zum Beispiel in Form von Abholzungen von Bäumen und Flächenversiegelungen, verbunden. Dabei halten Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ eine öffentliche Stadtplanung und – entwicklung für den Raum zwischen Riebeckplatz und Hauptbahnhof in der Stadt Halle (Saale) für dringend geboten. Beide Umweltorganisationen halten es dafür wichtig den Grünraum nicht nur zu schützen und zu erhalten, sondern zum Beispiel sogar Teilbereiche des Parkplatzes an der Volkmannstraße auf einen CAR-Sharing-Platz von ca. 500 m² zu reduzieren und den Rest als Wiesen- und Gehölzfläche zu entwickeln. Die bisher für die Schaffung sicherer Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder am Hauptbahnhof angedachte südöstliche Fläche im Bereich des Busbahnhofes gilt es von jeder Bebauung freizuhalten und als Wiesenfläche mit Solitärbäumen zu entwickeln.

Daher appellieren Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ an alle Fraktionen des halleschen Stadtrates der Beschlussvorlage „vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 174 „Riebeckplatz Ost“ – Aufstellungsbeschluss“, aber auch dem Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE, auf keinen Fall zuzustimmen. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und die Initiative „Pro Baum“ fordern daher Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) auf, endlich eine an öffentlichen Interessen orientierte Stadtplanung im Bereich des Riebeckplatzes aufzunehmen und diese so vorzunehmen, welcher ein Primat auf Schutz, Erhalt und Verbesserung von Umwelt, Natur und Stadtbild legt. In dem Zusammenhang bekunden Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) und Initiative „Pro Baum“ weiter und verstärkt für den Schutz, Erhalt, Betreuung und Erweiterung der Gehölzbestände aktiv zu sein. Daher sind interessierte Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Verbände, Vereine und weitere Organisationen aufgerufen im AHA und in der Initiative „Pro Baum“ mit- und zusammenzuarbeiten. Wer Interesse hat daran mitzuwirken, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) & Initiative „Pro Baum“
c/o Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)

Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/200 27 46
Internet: http://www.aha-halle.de
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail „Initiative Pro Baum“: initiativeprobaum@yahoo.de

AHA führt Fahrradexkursion entlang der Parthe durch

Die insgesamt ca. 48 km lange Parthe gehört zu den wichtigsten Nebengewässern der Weißen Elster und bedeutsamsten Fließgewässern in Leipzig und Umland. Große Teile des Fließgewässers sind naturnaher bzw. naturnah oder bergen das Entwicklungspotenzial dahingehend in sich. Insbesondere im Raum der Städte Leipzig und Taucha stellen sich das Fließgewässer und seine Aue recht vielfältig sowie arten- und strukturreich dar. Ebenso hat die Parthe eine entscheidende Rolle als Biotop- und Grünverbund sowie Kalt- und Frischluftentstehungsgebiet mit den dazu gehörenden Ventilationsbahnen. Dies hat nicht nur Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern insbesondere auch als Siedlungs- und Erholungsgebiet für zahlreiche Menschen im Einzugsgebiet der Parthe.

Dass die wichtige Bedeutung der Parthe und ihrer Aue Anerkennung und Würdigung findet, zeigt beispielsweise die flächendeckende Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) beabsichtigt im Rahmen seiner Regionalgruppe Leipzig und Umland sich verstärkt dem Schutz, der Entwicklung und dem Erhalt der Parthe und ihrer Aue anzunehmen. Dazu gehört unter anderem Möglichkeiten zu finden, die Aue von ihrem naturfernen Korsett in Teilen der Stadt Leipzig zu befreien.

Gegenwärtig besteht bekanntlich eine ganz andere, umfassende Bedrohung, welche in dem Neubau der Bundesstraße 87 zwischen Torgau und Leipzig liegt. Die bisher bekannten Pläne lassen erkennen, dass das planende Autobahnamt Sachsen offenbar eine mindestens 28 m breite, ursprünglich vierspurige und nunmehrige dreispurige Trasse durch die Partheaue treiben möchte. Eine Umsetzung derartiger Vorhaben führt nach Auffassung des AHA, unweigerlich zu einer Zerschneidung der Partheaue mit allen obengenannten Funktionen. Ferner sieht der AHA einen weiteren Schritt in Sachen zukunftsunfähiger Verkehrspolitik, welche wider jeder umwelt- und klimapolitischen Vernunft, weiter auf neue Straßen setzt. Anstatt qualitativ das Verkehrssystem zu verbessern, in dem das vorhandene Schienennetz optimaler einbezogen wird, plant man quantitativ Landschafts-, Natur-, Lebens- und Erholungsräume zu zerschneiden, zu versiegeln und im Falle einer Umsetzung des Vorhabens die Region mit weiteren Lärm, Abgasen und Feinstaub zu belasten. Als ob bestehender Flug- und Verkehrslärm sowie massive und voranschreitende Bodenversiegelungen nicht schon genug Schaden an Umwelt, Natur und Landschaft anrichten.

Dabei müsste eigentlich schon zu bedenken gegeben, dass laut Umweltbundesamt und Statistischem Bundesamt bundesweit noch immer eine tagtägliche Neuversiegelung im Umfang von 66 ha statt, was in etwa 92,44 Fußballfeldern mit den internationalen Maßen 68 m x 105 m = 7.140 m² = 0,714 ha und im Jahr in etwa einer Fläche von zwischen 24.090 ha entspricht. Im Vergleich dazu die Fläche der Stadt Leipzig, welche 29 760 ha beträgt.

Der AHA fordert daher eher den Schienenfernverkehr, Schienenpersonennahverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr zu befördern, den hier lebenden Menschen keine weiteren Belastungen bestehend aus weiterem Lärm, Abgasen und Feinstaub zuzumuten sowie der Partheaue als Bestandteil einer vielfältigen Umwelt, Natur und Landschaft keine weiteren Zerschneidungen und Versiegelungen aufzubürden.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) führt in dem Zusammenhang am Samstag, den 22.09.2018 eine ca. fünfstündige Fahrradexkursion zum Thema: „Die Parthe durch Stadt und Land“ entlang der Parthe von Taucha nach Leipzig bis zur Mündung in die Weiße Elster durch. Im Rahmen dieser Fahrradexkursion beabsichtigt der AHA auf die Bedeutung der Parthe, Beeinträchtigungen und Bedrohungen, Möglichkeiten zum Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung sowie auf den Gedanken zur Ausweisung des Einzugsgebietes der Weißen Elster zwischen Gera und der Mündung in die Saale in Halle (Saale) als UNESCO-Welterbe hinzuweisen. In dem Zusammenhang möchte der AHA Möglichkeiten der Mitwirkung von Interessenten aufzeigen und dabei u.a. die Inhalte und Ziele der im Aufbau begriffenen Regionalgruppe Leipzig und Umland vorstellen.
Der AHA lädt somit alle Interessenten zu der Fahrradexkursion ein.

Treff ist um 10.00 Uhr am Bahnhof Taucha.

Kontakt:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Regionalgruppe Leipzig und Umland
Otto-Adam-Straße 14
04157 Leipzig
Tel.: 0176-84001924 (Handytarife aus allen Netzen)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: http://www.aha-halle.de

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