Autor: aha-dietmar (Seite 138 von 363)

AHA setzt sich für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung der Auenlandschaften in Erfurt und Umland ein

Samstag, den 24.09., um 10.00 Uhr
Fahrradexkursion entlang der Gera
ab Erfurt bis zur Einmündung in die Unstrut bei Gebesee
Treffpunkt: Hauptbahnhof Erfurt, Ausgang Schillerstraße
Dauer: ca. 7 Stunden

Die mit 213 835 (Stand: 31.12.2021) Menschen bewohnte, 26.988 ha große Hauptstadt des Freistaates Thüringen Erfurt ist sehr stark durch den Fluss Gera geprägt. Die Gera, welche aus der Vereinigung der Wilden und Zahmen Gera in Plaue entsteht, zählt mit Saale, Werra, Unstrut und Ilm zu den bedeutsamsten Fließgewässern des Freistaates Thüringen. Die Länge des Flusses gibt man z.B. mit 67.00, 72,00 und 85,00 km an. Die Größe des Einzugsgebietes umfasst ca. 1.092,00 km². Zur Geraaue gehört durchaus auch der 5,4 km lange Flutgraben, welcher in den Jahren 1890 bis 1898 entstand und als Aufnahmegewässer für Hochwasser der Gera dient.
Im Rahmen einer ca. siebenstündigen Fahrradexkursion am Samstag, den 24.09.2022 möchte der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) die Gera ab Erfurt bis zur Einmündung in die Unstrut und dabei ihre Aue zwischen den Städten Erfurt und Gebesee in Augenschein nehmen.

Hinweis: Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Dabei ist vorgesehen über den gegenwärtigen Zustand, die Schutzbedürftigkeit sowie Möglichkeiten zum Schutz und zur Entwicklung der Flusssysteme von Gera und der Unstrut im Mündungsgebiet zu beraten.

Treff: 10.00 Uhr Bahnhof Erfurt, Ein- und Ausgang Schillerstraße
Ende: Bahnhof Gebesee/Ringleben

Der ehrenamtliche und gemeinnützige AHA beabsichtigt zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung der sehr bedeutsamen und ebenso vielfältigen Auenlandschaft Erfurts und des Umlandes seine Kenntnisse und Erfahrungen einzubringen. In dem Zusammenhang möchte der AHA Interessenten einen Raum geben sich für diese Ziele einzusetzen. Dazu strebt der AHA die Bildung einer Regionalgruppe Erfurt und Umland an.

Wer sich ebenfalls für den Schutz, Erhalt und Entwicklung dieser sehr arten- und struk-turreichen sowie vielfältigen Auenlandschaft einsetzen und mehr zur Fahrradexkursion am 24.09.2021 erfahren möchte, wende sich bitte an folgende zentrale Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 – 200 27 46
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 17.09.2022

AHA hält Schutz der Auen zwischen den Städten Bad Sulza und Naumburg für dringend geboten

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) kann es nicht oft genug erklären, dass der Schutz, der Erhalt, die Betreuung und die Entwicklung von Auenlandschaften eine sehr bedeutsame Erkenntnis beim Planen und Handeln sein muss. So gehören Auenlandschaften in ihrer natürlichen Verbundenheit mit den jeweiligen Fließgewässern und deren Hochwasser als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als Überflutungsraum, in ihrer Arten- und Strukturvielfalt sowie daraus erwachsenen Bedeutung als Erholungsraum für den Menschen. Dass die Realität leider oft anders aussieht, muss der AHA oft genug und immer wieder feststellen.
Um sich immer wieder ein aktuelles Bild der Auenlandschaften zwischen den Städten Bad Sulza, Naumburg, Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg und Halle (Saale) zu verschaffen, dienen immer wieder Fahrradexkursionen in diesem Landschaftsraum.
Einen sehr bedeutsamen Teil des Raumes bildet die Auenlandschaft zwischen den Städten Bad Sulza und Naumburg (Saale) bzw. zwischen den Mündungsgebieten von Ilm und Unstrut.
Dabei setzt sich der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) bereits seit mehreren Jahren im Rahmen seines ehrenamtlichen Engagements für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung des 128,7 km langen Flusses Ilm, welcher nach Saale, Werra und Unstrut der viertlängste Fluss Thüringens und viertlängste Nebenfluss der Saale ist. Es gilt die Ilm und ihre Aue als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Überflutungsraum sowie Biotopverbund- und Naherholungsraum zu schützen, zu erhalten und womöglich umfassend zu erweitern. Dies erfordert einen umfassenden gesamtgesellschaftlichen Einsatz und eine Einbindung in die Schutzaktivitäten in der Saaleaue.
Der Ilm-Abschnitt zwischen Bad Sulza und Großheringen war in der Vergangenheit durch massive Mäandrierungen mit der dafür typischen Wechselwirkung von Prall- und Gleithängen, Schnell- und Langsamfließstrecken sowie einer sehr vielfältigen Struktur an begleitenden Pflanzen geprägt. Das Umsortieren der Sedimente, was das Eintiefen ausschließt und die Schaffung von Schotter- und Kiesflächen ermöglicht, bietet ebenfalls zahlreichen Tierarten Lebensraum. Abrechende Uferkanten befördern diesen Prozess. Ein längerer Flusslauf, welcher mehr Wasser aufnehmen kann und die Freihaltung der Aue von baulichen Einschränkungen, schaffen ferner mehr Ausbreitungsräume für Hochwasser. Außerdem binden diese natürlichen Fließprozesse im Rahmen der Mäandrierung Wasserkraft.
Jedoch ist nunmehr seit Jahren festzustellen, dass massive bauliche Eingriffe stattgefunden haben, welche offensichtlich die unnatürliche Behinderung bzw. Einstellung der Mäandrierung zum Ziel haben. Neben massiven Baumfällungen und Schotterungen sollen dazu Uferabbaggerungen und Verschotterungen in den Prallhangbereichen beitragen. Anpflanzungen, welche der Gefahr unterliegen bei einem Hochwasser eine Abspülung zu erfahren, sollen entweder ein „grünes Alibi“ darstellen oder die Uferbefestigungen biologisch verfestigen.
Nach Auffassung langjähriger Auffassung des AHA stellen die Arbeiten entlang der Ilm, wo man selbst Bauschutt zur Verschotterung verwendete, einen massiven und unverantwortlichen Eingriff in die Fluss- und Auenlandschaft der Ilm dar und gilt es nicht nur zu stoppen, sondern wieder baulich rückgängig zu machen. Zudem stellen sie einen klaren Verstoß gegen die Wasserrahmenrichtlinie der EU (WRRL) dar. Ferner geht der AHA von Zusammenhängen zur baulichen Ausweitung des seit 1992 in Großheringen angesiedelten Zweigs des Familienunternehmens Viega mit seinem Seminarcenter und Werk in die Ilmaue aus. Die lobenswerte Schaffung von zahlreichen Arbeitsplätzen und Zahlungen von Gewerbesteuern rechtfertigen jedoch nicht derartige bauliche Aktivitäten.
Im Bereich der Einmündung der Ilm in die Saale in Großheringen, welche auch ein Teil des Verlaufes der Grenze zwischen dem Freistaat Thüringen und dem Land Sachsen-Anhalt bildet, lässt sich deutlich erkennen, welche Potenziale beide Flüsse als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie als Biotop- und Grünverbundraum in sich bergen.
Dabei würdigten sie den weitläufigen naturnaheren Verlauf der Ilm mit den angrenzenden vielfältigen, strukturreichen Begleitlandschaften und -biotopen. Jedoch gibt es z.B. in Zottelstedt, Eberstedt und Bad Sulza auch stark verbaute Flussabschnitte. Besonders erschütternd sind die massiven baulichen Eingriffe im Ilmabschnitt zwischen Bad Sulza und des Stadtteiles Großheringen zu werten. Gleiches gilt für die Fahrradwege an Saale, Ilm, und Unstrut welche asphaltiert bzw. betoniert massiv zur Flächenversiegelung beitragen sowie schwer oder gar nicht überwindbare Hindernisse für Klein- und Kleinsttiere darstellen.
Dabei ist allgemein bekannt, dass ein ganz anderer Umgang mit Hochwasser bei Ausbreitung und Abfluss von Hochwasser dringend erforderlich ist.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gibt zur aktuellen täglichen Neuausweisung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik Deutschland folgendes an, Zitat: „Täglich werden in Deutschland rund 54 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch – von circa 76 Fußballfeldern.“, Zitat Ende

Ferner ist folgendes ausgeführt, Zitat:

Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern. Diese gegenüber der Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 verschärfte Festlegung wurde vom Bundeskabinett bereits im Januar 2017 in der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016“ festgelegt. Seit dem Klimaschutzplan vom November 2016, der die Leitplanken für ein grundsätzliches Umsteuern in Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Weg zu einem treibhausgasneutralen Deutschland beschreibt, strebt die Bundesregierung bis 2050 sogar das Flächenverbrauchsziel Netto-Null (Flächenkreislaufwirtschaft) an, womit sie eine Zielsetzung der Europäischen Kommission aufgegriffen hatte. Diese Zielsetzung hat während der deutschen Ratspräsidentschaft 2020 Eingang in die Erwägungen für eine EU-Biodiversitätsstrategie gefunden und wurde im März 2021 nun auch in die weiterentwickelte Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen.“, Zitat Ende

https://www.bmu.de/themen/nachhaltigkeit-digitalisierung/nachhaltigkeit/strategie-und-umsetzung/flaechenverbrauch-worum-geht-es

Das ergibt im Jahr einen Flächenverbrauch im Umfang von 19.224 ha. Im Vergleich dazu hat die niedersächsische Großstadt Braunschweig – mit Stand vom 31.12.2020 – eine Fläche von 19.270,00 ha = 192,70 km².

Der unnatürliche Flächenverbrauch mit eingebundenen Flächenversiegelungen führen unweigerlich zum oberflächigen Abfluss von Niederschlagswasser. Gleiches gilt für Agrarlandschaften, welche im zunehmenden Maße von Monokulturen und fehlender Arten- und Strukturvielfalt in der Fläche geprägt sind.
Während noch zu DDR-Zeiten ca. 25 Ackerkulturen für Anbauvielfalt und Fruchtfolge zwischen Humusmehrern und Humuszehrern sorgten, kommen heutzutage ca. 5 – 6 Ackerkulturen auf den Feldern zum Anbau. Nicht nur der Verlust an Arten- und Strukturvielfalt mit nachteiligen Folgen für Fauna und Flora kommen so zum Tragen, sondern Humusverluste und der Einsatz schwerer Technik führen zu massiven Bodenverdichtungen, welche u.a. die zunehmenden Starkniederschläge nicht versickern lassen, sondern zum oberflächigen Abfluss mit Bodenerosionen führen. Dabei gelangen nicht nur Boden, sondern auch ausgebrachte Mineraldünger und Pestizide in die Vorfluter und Fließgewässer mit den bekannten Umweltfolgen und -schäden. Ähnliches trifft bei Winderosionen zu.
Ebenfalls problematisch ist die Vernichtung von Wäldern in Folge von Hitze, Trockenheit, Massenabholzungen und nicht zuletzt durch Waldbrände. Dabei gehen nicht nur Lebens- und Rückzugsräume für Fauna und Flora, Produzenten von Sauerstoff und Frischluft, Speicher von Kohlendioxid sowie Erholungsraum, sondern auch nachhaltige Wasserspeicher verloren.
Gerade der Natur- und Landschaftsraum im Stadtgebiet von Naumburg bietet viele Möglichkeiten zum Schutz, zum Erhalt und zur Entwicklung großflächiger Natur und Landschaft. Die Saale und ihre Aue ist dabei in einen aus Muschelkalkformationen und Lößablagerungen Natur- und Landschaftsraum eingebettet, welche durch Hang- und Schluchtenwälder, Sukzessionsflächen, Hochstaudenbereichen sowie Standorten von Halbtrocken- und Trockenrasenbeständen geprägt sind. Die Naturschutzgebiete „Saale-Ilm-Platten bei Bad Kösen“ (640,00 ha) und „Göttersitz“ (142,00 ha), eingebettet in das ca. 711,00 ha große FFH-Gebiet „Ilm-Saale-Muschelkalkplatten“ (EU-Code: DE 4836-304, Landescode: FFH0153) und in das ca. 152,00 ha FFH-Gebiet „Göttersitz und Schenkenholz nördlich Bad Kösen“ (EU-Code: DE 4836-303, Landescode: FFH0152) sowie in das 36.755,50 ha große Landschaftsschutzgebiet „Saale“ bieten dazu sehr gute rechtliche Rahmenbedingungen, um wissenschaftlich-fachlich fundierten Schutz und Erhalt zu betreiben.
Diese Arten- und Strukturvielfalt gilt es in den Auen der insgesamt 413,00 km langen Saale, der Ilm und der 190,00 km langen Unstrut nicht nur zu schützen und zu erhalten, sondern wieder sukzessiv zu erweitern. Dazu zählen die Wiederentstehung von Auenwäldern und -wiesen, die Wiederentstehung von Altverläufen, die Freihaltung von beidseitig mindestens 10,00 m Uferschutzzonen, eine von umfassender Fruchtfolge und Kulturvielfalt geprägten Landwirtschaft sowie die umfassende Rückgabe von Retentionsflächen durch Deichrückverlegungen bzw. Deichrückbaumaßnahmen. Letztere Maßnahmen ermöglichen den Fließgewässern wieder mehr Auen als Ausbreitungsraum für Hochwasser zu nutzen.
Das dient nicht nur als Stauraum für Hochwasser, sondern ermöglicht u.a. die Durchfeuchtung der Böden mit Entspannung der Grund- und Schichtwassersituation sowie der „Befreiung“ der Fließgewässer von Schlick und anderem Schwemmgut. Gerade die hydrologische Einwirkung hat eine riesige Bedeutung angesichts der zunehmenden Niederschlagsarmut, Trockenheit und Sommerhitze.
Ebenfalls problematisch ist die Vernichtung von Wäldern in Folge von Hitze, Trockenheit, Massenabholzungen und nicht zuletzt durch Waldbrände. Dabei gehen nicht nur Lebens- und Rückzugsräume für Fauna und Flora, Produzenten von Sauerstoff und Frischluft, Speicher von Kohlendioxid sowie Erholungsraum, sondern auch nachhaltige Wasserspeicher verloren. Hier gilt es die Sukzession zu befördern und zu schützen, um die Entwicklung standortgerechter, arten- und strukturreicher Wälder zu ermöglichen, welche womöglich besser mit den Veränderungen in unserer Umwelt umgehen können.

Alles Fakten und Ereignisse, wo nach Ansicht des der seit dem Jahr 2019 nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) vom Umweltbundesamt anerkannten, gemeinnützigen und ehrenamtlichen, insbesondere in den Freistaaten Thüringen und Sachsen sowie im Land Sachsen-Anhalt aktiven Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA), keine umfassenden und nachhaltigen, wissenschaftlich begründete Antworten in Form von Schutz- und Entwicklungskonzeptionen vorliegen.
So erscheint es nach Überlegungen des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) dringend geboten, unverzüglich zu prüfen, wo Rückbaumaßnahmen von Flächenversiegelungen erfolgen können. Gleiches gilt für Rückverlegung des Deiches an der Saale und ihrer Nebengewässer – zum Beispiel im Nordostteil des Naumburger Stadtteiles Bad Kösen sowie im Bereich der Saaleaue zwischen den Weißenfelser Stadtteilen Schkortleben und Großkorbetha.
Außerdem ist nach Auffassung des AHA der Wiederanschluss von Altverläufen der Saale sowie die sukzessive Wiederentstehung von Auenwäldern zu prüfen.
Darüber hinaus setzt sich der AHA weiterhin und verstärkt für länderübergreifende, wissenschaftlich-konzeptionelle Arbeit sowie die Einbeziehung der Nebengewässer – zum Beispiel im Raum Stadt Bad Sulza bis Weißenfels – ein. Hier seien insbesondere Ilm, Unstrut und Wethau genannt.
Ferner gilt es beidseitig mindestens 10 m breite Gewässerschutztreifen zu bewahren, um so naturnahere bis naturnahe Entwicklungen zu ermöglichen. Dies entspricht zudem dem Anliegen der Wasserrahmenrichtlinie der EU (WRRL), welche u.a. auf Verbesserung und Überprüfung der Wasserqualität sowie biologische Durchlässigkeit orientiert.

Auf Grund der Vielzahl der vielfältigen Aufgaben, wo sich der AHA einbringen möchte, ist die Bildung einer Regionalgruppe Weißenfels-Bad Sulza vorgesehen.
Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende Anschriften:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 200 27 46
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM)
Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubm2021@yahoo.com

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 18.09.2022

Fotos: Andreas Liste

Wanderung durch die Dölauer Heide

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) lädt am Samstag, dem 03.09.2022, zu einer Wanderung auf den Naturerkenntnispfad durch die Dölauer Heide ein.
Treffpunkt ist 10.00 Uhr an der Gaststätte „Waldkater“, Waldkater 1, 06120 Halle (Saale).
Die Wanderung dauert ca. 4 Stunden im leicht profilierten Gelände. Festes Schuh-werk und Rucksackverpflegung wird empfohlen.

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

i.A. Werner Zabel

Arbeiten auf der Streuobstwiese

Zu einem außerplanmäßigen Arbeitseinsatz trafen sich Mitglieder des AHA am 20.08.2022 auf der Streuobstwiese in Dessau „Am Landhaus 1“. Es galt Restarbeiten nach der Mahd zu erledigen.
So wurde das gemähte Gras zum Mulchen um die Apfelbäume verwendet.
Dabei stellten die Mitglieder des AHA fest, dass in diesem Jahr schon viele Äpfel am Boden lagen, die frühestens für eine Ernte im September vorgesehen waren.
Somit wird ein weiterer, außerplanmäßiger Arbeitseinsatz zur Ernte wahrscheinlich.
Die dann gepflückten Äpfel sollen wieder, wie schon in den Jahren zuvor, zum Mosten verwendet werden. Leider wiesen beim Begutachten der Bäume einige Äpfel dunkelbraune Flecken auf, die auf die starke Sonneneinstrahlung zurückzuführen sind.
Unser nächster regulärer Arbeitseinsatz findet am Samstag, dem 15.10.2022, um 10.00 Uhr statt. Zusätzliche Arbeitseinsätze vor diesem Termin werden kurzfristig hier auf unseren Homepage bekannt gegeben.

Fotos: Esther van Zalm

Luchs Kino am Zoo und AHA laden zu gemeinsamer Filmveranstaltung ein

Angesichts der voranschreitenden massiven Bedrohung von Umwelt, Natur und Landschaften ist es nach Ansicht von Luchs Kino am Zoo und Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) dringend geboten in vielfältiger Form auf die Bedrohungen des Lebens auf der Erde hinzuweisen.
Daher laden beide Einrichtungen am Sonntag, dem 16.10.2022, zu einer gemeinsamen folgenden Filmveranstaltung mit der Möglichkeit einer anschließenden Diskussion ein:

Everything will change
Deutschland/Niederlande 2021

93 Minuten

Regie: Martin Persiel

Darsteller: Noah Saavedra, Stuart L. Pimm, Mojib Latif, Thomas Lovejoy, Markus Imhoof, Wim Wenders

FSK: ab 12

„Everything Will Change“ war der Eröffnungsfilm des diesjährigen Max Ophüls Festivals und spielt in einem dystopischen Jahr 2054. Es gibt sie nicht mehr: die Affen, Elefanten oder Giraffen; es gibt sie nicht mehr: die Natur. Menschen leben in künstlichen Welten, mit einem Chip am Körper. Drei junge Menschen – Ben, seine Freundin Cherry und Fini – vermissen nicht, was sie nie gekannt haben. In einem Antiquariat entdeckt Ben das Foto einer Giraffe, was den Startschuss für eine Zeitreise der drei zurück ins Jahr 2020 gibt. Regisseur Marten Persiel zielt mit seiner Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm und seiner genialen inhaltlichen Idee, das unvorstellbare Ausmaß des Artenaussterbens nicht einfach zu prognostizieren, sondern per Zeitreise sinnlich vor Augen zu stellen, direkt aufs Herz. Eine Million Tier- und Pflanzenarten, so die Wissenschaftler im Film, werden bis 2050 verschwunden sein. Dies spiegelt der Regisseur auf der Bildebene wider, wenn er Bilder von grandioser Schönheit mit Bildern des Schreckens montiert. Wir sehen faszinierende Aufnahmen, von fliegenden, flachen Fischen, die hoch in die Luft steigen und mit lauten „Bauchplatschern“ wieder aufkommen. In Persiels emotionalem Konzept ist dies mit den rational aufklärenden Elemente des Doku-Teils verwoben, in dem Expert:innen, darunter auch die Filmemacher Wim Wenders und Markus Imhoof, zu Wort kommen. Und doch ist diese Arbeit von Schwung und Optimismus gekennzeichnet: Es liegt allein in unserer Hand.

Genre

Road Movie, Märchen, Dokumentarischer Spielfilm, Science Fiction

Klassenstufe ab 8. Klasse
Altersempfehlung ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Biologie, Erdkunde, Sozialkunde, Ethik, Religion, fächerübergreifend: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Themen

Umwelt, Artenschutz, Artenvielfalt, Klima, Klimawandel, Planet Erde, Zukunft, Ökologie, Digitalisierung, Meere

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=F5apyctlbmQ

Zeitpunkt/Beginn: Sonntag, den 16.10.2022, um 15.00 Uhr
Ort: Luchs Kino am Zoo, Seebener Straße 172, 06114 Halle (Saale)

E-Mail: post@luchskino.de
Internet: https://www.luchskino.de
Preise: https://www.luchskino.de/preise/

Wer noch mehr zu der Filmveranstaltung und der Möglichkeit einer anschließenden Diskussion erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Anschriften:

Luchs Kino am Zoo
Seebener Straße 172

06114 Halle (Saale)

Telefon: (0345) 52 386-31 | Telefax: (0345) 52 386-32

E-Mail: post@luchskino.de
Internet: https://www.luchskino.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V.
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746

E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 22.08.2022

AHA fordert arten- und strukturreiche Agrarlandschaften sowie naturnahe Entwicklung von Fließgewässern und Gewässerschonstreifen

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) stellt immer mit sehr großem Bedauern fest, dass in den letzten Jahren kein Ende der Verarmung der Anbaustruktur und somit der Agrarlandschaft zu erkennen ist. Während noch zu DDR-Zeiten bis zu 25 Ackerkulturen zum Einsatz kamen, sind es heute noch maximal 5 bis 6 Arten. Neben dem Verlust von Nahrungs- und Lebensraum zahlreicher Tierarten wie z.B. für Greifvögel, Hasen und Insekten, gehen auch Pflanzenarten verloren. Zudem führt der verstärkte Anbau von Humuszehrern wie Mais und Raps zu Verlusten an der Humusbilanz und zur Verfestigung der Böden. Niederschlagswasser kann nicht mehr im Boden einsickern, fließt oberflächlich ab und befördert so die Wassererosion. Der abgetragene Boden gelangt mit dem häufig vermehrt ausgebrachten mineralischen Düngern und Pestiziden in die Graben- und Fließgewässersysteme, welche dann verschlammen und eutrophieren. Ferner fehlen Flur- und Feldgehölze, welche nicht nur das Landschaftsbild verbessern, sondern als Biotopverbundräume, Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie Schutz gegen Winderosion dienen. Ein Verlust wertvoller Waldgebiete und Ackerflächen durch eine derartige Bewirtschaftung bringen nicht nur Umwelt, Natur und Landschaft in Gefahr, sondern sorgen womöglich so auch zu Arbeitsplatzverlusten.
Darüber hinaus gilt es entlang der Gehölzstreifen und Wege mindestens 5 m breite Streifen als Wiesen- und Staudenflächen entwickeln zu lassen, um so Raum der Entwicklung von standorttypischen Agrarwildpflanzen sowie weitere Nahrungs- und Rückzugsräume für Insekten und Spinnen zu schaffen. Ferner gilt es temporär oder dauerhaft Wiesenflächen zu schaffen, welche flächen- und zeitmäßig einem unregelmäßigen Mahdregiment unterliegen sollten, um durch Saatgutausreifung die Arten- und Strukturvielfalt zu sichern bzw. zu erhöhen sowie Jungtieren und Bodenbrütern Schutz zu gewährleisten. Dadurch erhöhen und verbessern sich nicht nur Arten- und Strukturvielfalt, das Landschaftsbild sowie die Attraktivität des Gebiets, sondern gewährleistet man eine höhere Bodenqualität, verbessert das Klima und stabilisiert nicht zuletzt Nahrungsketten. Letzteres wirkt sich auch auf die natürliche Tilgung von Tieren, welche landwirtschaftliche Kulturen schädigen. Das Scheinargument, dass derartige Flächen nichts zur menschlichen Ernährung beitragen können, führen solche Personen nicht bei dem monokulturellen Anbau von Mais und Raps an. Nur das arten- und strukturreiche Wiesen, Staudenflächen, Gehölzbereiche und Stauden noch sehr viele ökologische Funktionen besitzen.
Nach Auffassung des Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) zählen ausgeräumte Landschaften, versiegelte Böden, fehlende Gewässerschonstreifen und Retentionsflächen sowie begradigte und häufig an Ufern und in der Gewässersohle befestigte Fließgewässer als verheerende Ausgangssituation für den Bestand von in Agrarlandschaften eingebettete Gewässer aller Art. Der AHA hält es daher für dringend geboten, insbesondere den Fließgewässern naturnahe Entwicklungen zu ermöglichen, wozu die Möglichkeit der Mäandrierung, die Schaffung von mindestens 10 m breiten Gewässerschonstreifen entlang beider Ufer, verstärkte Schaffung von Möglichkeiten zur Wieder- bzw. Neuentstehung von Gehölzflächen in der ausgeräumten Agrarlandschaft sowie eine vielfältige Fruchtfolge im Ackerbau, welche auch tier- und bodenfreundliche Kulturen wie z.B. Luzerne, Phacelia, Lupine und Landsberger Gemenge, bestehend aus Zottelwicke (Vicia villosa), Inkarnatklee (Trifolium incarnátum) und Welschem Weidelgras (Lolium multiflorum), einbezieht. Derartige Maßnahmen verhindern auch die wind- und wasserbedingte Bodenerosion und der damit verbundenen Einträge von häufig mehr oder minder stark nährstoff- und pestizidbelasteten Böden in die Gewässer und Wälder. Einhergehend müssen solche Maßnahmen mit der Schaffung von Retentionsflächen, der Beseitigung von Verbauungen in und am Gewässer sowie die Unterstützung der Mäandrierung durch den Einsatz von Störsteinen oder –hölzern sowie z.B. des Belassens von Ästen, Laub und Zweigen im Gewässerbett.
In den Ortschaften selbst gilt es verstärkt zu prüfen, inwieweit eine Entfernung von Verbauungen aus dem Ufer- und Sohlbereich möglich und umsetzbar ist, Verunreinigungen mit Abwässern und Abfällen verhindert und beseitigt sowie Durchlässe erweitert und Verrohrungen entfernt werden können.
Die immer auftretenden Forderungen, dass Fließgewässer von „Verschmutzungen“ wie Laub, alten Zweigen und Schlamm zu beräumen sind, zeugen von wenigen oder gar nicht vorhanden Sach- und Fachverstand über die obengenannten Ursachen und Auswirkungen sowie aber auch zu dem was zur Entwicklung naturnaher Fließgewässer dazugehört. Nach Auffassung des AHA sollten sich u.a. Landkreise, Stadtkreise und Gemeinde eher dafür einsetzen, dass Fließgewässer nicht vermüllt, bestehende Vermüllungen beseitigt, Gewässerschonstreifen von mindestens 10 m gesichert bzw. eingerichtet, Abwässereinträge verhindert und unterbunden sowie Verbauungen im Sohl- und Uferbereich unterlassen und zurückgebaut werden.

Alles dies gehört in eine ordentliche wirtschaftliche Betrachtung hinein. Es kann nach Ansicht des AHA nicht sein, dass die Gewinne privatisiert sind und die Folgeschäden die Gesellschaft zu tragen habe. In dem Zusammenhang bekräftigt der AHA, dass das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gibt zur aktuellen täglichen Neuausweisung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik Deutschland folgendes an, Zitat: „Täglich werden in Deutschland rund 54 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch – von circa 76 Fußballfeldern.“, Zitat Ende
Ferner ist folgendes ausgeführt, Zitat:
Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern. Diese gegenüber der Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 verschärfte Festlegung wurde vom Bundeskabinett bereits im Januar 2017 in der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016“ festgelegt. Seit dem Klimaschutzplan vom November 2016, der die Leitplanken für ein grundsätzliches Umsteuern in Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Weg zu einem treibhausgasneutralen Deutschland beschreibt, strebt die Bundesregierung bis 2050 sogar das Flächenverbrauchsziel Netto-Null (Flächenkreislaufwirtschaft) an, womit sie eine Zielsetzung der Europäischen Kommission aufgegriffen hatte. Diese Zielsetzung hat während der deutschen Ratspräsidentschaft 2020 Eingang in die Erwägungen für eine EU-Biodiversitätsstrategie gefunden und wurde im März 2021 nun auch in die weiterentwickelte Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen.“, Zitat Ende

https://www.bmu.de/themen/nachhaltigkeit-digitalisierung/nachhaltigkeit/strategie-und-umsetzung/flaechenverbrauch-worum-geht-es

Das ergibt im Jahr einen Flächenverbrauch im Umfang von 19.224 ha. Im Vergleich dazu hat die niedersächsische Großstadt Braunschweig – mit Stand vom 31.12.2020- eine Fläche von 19.270,00 ha = 192,70 km².
Der Klimawandel zeigt auch massive Auswirkungen auf die Agrarlandschaften. Insbesondere in den Jahren 2018 bis 2020 sind mehr oder minder von Hitze, andauernd fehlenden Niederschlägen und damit verbundener massiver Trockenheit geprägt. Das bleibt nicht ohne Folgen auf Fauna, Flora, Boden und Gewässer. Einhergehend mit verstärkter Monokulturanbau, fehlender Fruchtfolge sowie fortbestehender sowie voranschreitender Verringerung der Arten- und Strukturvielfalt treten verstärkt Kalamitäten, insbesondere von Feld- und Wühlmäusen auf. Die ebengenannten Bedingungen führten zum starken Rückgang von deren Fraßfeinden wie Füchsen, Mauswiesel, Greifvögel, Eulen und Storcharten bei. Trotz der Tatsache, dass es verstärkt Störche und Reiher abgeerntete Äcker insbesondere zum Beutefang auf Mäusearten aufsuchen, reicht das nicht aus, um deren Kalamitäten einzudämmen. Riesige Mais- und Rapsbestände machen es insbesondere Greifvögeln, Eulen sowie Storch- und Reiherarten unmöglich auf Mäusejagd zu gehen. Somit ist die die gegenwärtige Kalamität von Feld- und Wühlmäusen in mehrfacher vom Menschen verursacht. Bund und Länder sind bisher kaum in Erscheinung getreten, den obengenannten vielfachen Problemen und Schäden entgegenzutreten. Stattdessen feiert man sich in Bund und Ländern immer wieder, wenn man neue Flächenversiegelungen und Landschaftszerschneidungen für weitere Verkehrstrassen, Wohn- und Gewerbeansiedlungen planen und umsetzen kann.
Dabei hat der wieder zunehmende Flächenverbrauch für Bebauungen aller Art vielfältige negative Folgen für Umwelt, Natur und Landschaft. Dazu gehören die natürliche Funktion des Bodens, wozu Lebensraum für Fauna und Flora, Speicher für Wasser, Luft, Humus und Nährstoffe sowie als Ausgleich von Temperaturen.
Eng damit verbunden ist die Funktion als Retentionsfläche für Fließgewässer. Daher ist auch die Rückgabe von Auen als natürlicher Begleiter an die Fließgewässer dringend geboten.
Die Folgen der Hochwasser aus den Jahren 2002/2003, 2010/2011, 2013 und 2021 sollten Mahnung genug sein, dass die Fließgewässer nicht vorrangig höhere und breitere Deiche benötigen, sondern eine flächendeckende Rückgabe von sogenannten Altauen an das Überflutungssystem der Fließgewässer. Nicht nur ein ordnungsgemäßer Umgang mit Hochwasser erfordert das, sondern ebenfalls der Schutz, der Erhalt und die Entwicklung von vielfältigen arten- und strukturreichen Auenlandschaften. Diese dienen als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Wasserspeicher sowie als Erholungsraum für die vielfältig stressgeplagte Menschheit.
In dem Blickfeld betrachtet der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) das Massensterben von Fischen beispielsweise in Oder und in der Saale bei Bernburg. Hier fordert der nach § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz – UmwRG vom Umweltbundesamt anerkannte gemeinnützige und ehrenamtliche Umwelt- und Naturschutzverein eine massive Aufklärung zu dem sehr besorgniserregenden Ereignis. Der AHA geht davon aus, dass noch weitere Tiere und Pflanzen schwerwiegenden Schaden genommen haben. Als Ursachen sind womöglich Alt- und Neulasten aus Industrie und Landwirtschaft sowie eng damit verbundene unsachgemäße Einleitungen von Abwasser zu vermuten. Die momentan durch Sommerhitze und Niederschlagsarmut verursachte Wasserknappheit in Böden und Gewässern verschärfen diese Situationen.

Der AHA sieht daher aus diesem Grund hier massiven Handlungsbedarf und fordert daher u.a. die Auszahlungen der von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gespeisten Subventionen der EU –Deutschland erhielt im Jahr 2021 6,7 Milliarden Euro- an Bedingungen wie Einhaltung und Ermöglichung von Entwicklungen, Schutz und Erhalt von Umwelt-, Natur- und Landschaft zu verknüpfen.

https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/eu-agrarpolitik-und-foerderung/direktzahlung/veroeffentlichung-eu-zahlungen.html

Ferner ruft der AHA die Bevölkerung auf daran mitzuwirken.
Der AHA ist auf jeden Fall bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Arbeit an derartigen Maßnahmen konzeptionell und praktisch mitzuwirken und ruft daher auch die interessierte Bevölkerung zur intensiven Mitarbeit auf. Wer Interesse daran hat, kann sich an folgende Anschriften des AHA wenden:

I. Sitz des Vereins:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

II. Ortsgruppe Merseburg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

Tel.: 03461 – 821 98 25
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubm2021@yahoo.de

III. Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen
über Evangelisches Kirchspiel Wolfen
Leipziger Straße 81

06766 Bitterfeld-Wolfen

Tel.: 0173 – 9917836
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

IV. Ortsgruppe Dessau – Roßlau

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

V. Regionalgruppe Wettin-Könnern-Bernburg

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

in attac-Villa Könnern
Bahnhofstraße 06

06420 Könnern (Saale)

Tel.: 034691/52435
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

VI. Ortsgruppe Gatersleben

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Schmiedestraße 1

06466 Gatersleben

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

VII. Regionalgruppe Leipzig und Umland

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

Otto-Adam-Straße 14

04157 Leipzig

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

VIII. Regionalgruppe Torgau und Umland

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

IX. Regionalgruppe Weimar & Weimarer Land

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 22.08.2022

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