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AHA führt Wanderexkursion zur „Alten Leine“ durch

Samstag,den 18.03., um 10.00 Uhr
Wanderexkursion zur „Alten Leine“
über Wolfener Busch, durch den Salegaster Forst und die Mulde-Leine-Aue entlang der Mulde bis zur „Alten Leine“
Treffpunkt: Bahnhof Wolfen
Dauer: ca. 6 Stunden

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – führt am Samstag, den 18.03.2023 eine ca. sechsstündige Wanderexkursion zur „Alten Leine“ durch.
Marschroute: Bahnhof Wolfen, Überqueren der Eisenbahnbrücke am Wolfener Busch, weiter zur Salegaster Chaussee, Überquerung der Salegaster Chaussee und weiter durch den Salegaster Forst bis zur Wegekreuzung „Invalidendreieck“ und von dort weiter bis zur Katzenbrücke im Salegaster Forst, Fortsetzung der Wanderung durch die Mulde-Leine-Aue bis zum Muldewehr und weiter entlang der Mulde bis zur „Alten Leine“.

Im Rahmen dieser Exkursion ist vorgesehen die Bedeutung, Entwicklungsmöglichkeiten und die Schutzwürdigkeit der Gesamtlandschaft und der einzelnen Bereiche darzulegen. Ferner beabsichtigt der AHA Beeinträchtigungen bzw. Gefahren und deren Abwendung sowie eigene Vorstellungen zum Schutz, zur Entwicklung und zur Betreuung sowie Möglichkeiten der Mitwirkung Interessierter aufzuzeigen. Im dem Zusammenhang möchte der AHA seine ehrenamtliche Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen vorstellen und für eine Mitwirkung werben.

Die Exkursion beginnt um 10.00 Uhr am Bahnhof Wolfen.

Alle Exkursionen finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Deshalb sind wetterfeste Kleidung und entsprechend angemessenes Schuhwerk angebracht. Ferner empfiehlt es sich Rucksackverpflegung – Essen und Trinken – mitzunehmen.
Die Teilnahme an den Exkursionen erfolgt auf eigene Gefahr. Zudem ist das Verlassen der Exkursionen zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich.

Wer mehr zu der Exkursion und zu den Aktivitäten der ehrenamtlichen AHA – Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen erfahren möchte, wende sich bitte an folgende Kontaktmöglichkeit:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Ortsgruppe Bitterfeld-Wolfen

Evangelisches Kirchspiel Wolfen
Leipziger Straße 81

06766 Bitterfeld-Wolfen

Tel.: 0173 – 991 78 36

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 10.03.2023

AHA hält einen Schutz der Ilm und ihrer Aue dringend erforderlich!

Samstag, den 18.03., um 10.00 Uhr
Fahrradexkursion entlang der Ilm
bis zur Mündung in die Saale in Großheringen
Treffpunkt: Bahnhof Apolda
Dauer: ca. 6 Stunden

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – führt am Samstag, dem 18.03.2023, eine ca. sechsstündige Fahrradexkursion entlang der Ilm bis zur Mündung in die Saale in Großheringen durch.
Die Fahrradexkursion bildet die Fortsetzung des ehrenamtlichen Engagements des AHA für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung des 128,7 km langen Flusses Ilm, welcher nach Saale, Werra und Unstrut der viertlängste Fluss Thüringens und viertlängste Nebenfluss der Saale ist. Es gilt die Ilm und ihre Aue als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Überflutungsraum sowie Biotopverbund- und Naherholungsraum zu schützen, zu erhalten und womöglich umfassend zu erweitern. Dies erfordert einen umfassenden gesamtgesellschaftlichen Einsatz und eine Einbindung in die Schutzaktivitäten in der Saaleaue.
Das Ziel der Fahrradexkursion ist es, die diesbezüglichen Auffassungen des AHA darzulegen sowie Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitwirkung aufzuzeigen.

Treffpunkt: Bahnhof Apolda
Beginn: 10.00 Uhr
Ende: Bahnhof Großheringen

Die Exkursionen finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Deshalb sind wetterfeste Kleidung und entsprechend angemessenes Schuhwerk angebracht. Ferner empfiehlt es sich Rucksackverpflegung – Essen und Trinken – mitzunehmen.
Die Teilnahme an den Exkursionen erfolgt auf eigene Gefahr. Zudem ist das Verlassen der Exkursionen zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich.

Wer Interesse hat sich noch mehr über die Aktivitäten des AHA zu erfahren möchte, kann sich an folgende Anschriften wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA

Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 200 27 46
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ – UBM

Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

Tel.: 03461-8219825 oder 0157-83542790
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubm2021@yahoo.com

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 13.03.2023

AHA fordert endlich Umdenken in der Verkehrspolitik!

In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr vom 03.03.2023, welche die schon bezeichnende Überschrift „Wissing: `Verkehr in Deutschland wird zunehmen`“ trägt fasst man die Ursache und Zielrichtung der angedachten Verkehrspolitik folgendermaßen zusammen, Zitat:

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat heute in Berlin gemeinsam mit Studienautor Dipl.-Math. oec. Tobias Kluth von Intraplan die Ergebnisse der neuen Gleitenden Langfrist-Verkehrsprognose des BMDV vorgestellt. Sie reicht bis ins Jahr 2051 und berücksichtigt u.a. ein deutlich gestiegenes Bevölkerungswachstum, Veränderungen durch die Energiewende und Folgen des Ukraine-Krieges.

Bis 2051 wird der Verkehr überall in Deutschland zunehmen, besonders stark im Güterbereich. Im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, steigt hier die Verkehrsleistung um die Hälfte – von 679 auf 990 Milliarden Tonnenkilometer. Der LKW bleibt dabei das dominierende Verkehrsmittel und nimmt an Bedeutung weiter zu (+54 Prozent Zuwachs auf der Straße). Der Güterverkehr auf der Schiene legt um ein Drittel zu, während die Wasserstraße stagniert.
Der Personenverkehr wird um 13 Prozent auf fast 1.400 Milliarden Personenkilometer in 2051 ansteigen. Bei den einzelnen Verkehrsträgern gibt es starke Zuwächse gibt es beim Bahn- und Luftverkehr von über 50 Prozent, auch der Radverkehr legt spürbar zu (+36 Prozent), während der Straßenverkehr nur geringfügig wächst. Dennoch bleiben Auto und Motorrad mit Abstand beliebtestes Fortbewegungsmittel der Deutschen. Mehr als zwei Drittel aller Wege werden damit zurückgelegt.“, Zitat Ende

Die Zielrichtung und den Umgang mit dieser Feststellung fasst der FDP-Mann Dr. Volker Wissing schließlich folgendermaßen zusammen, Zitat:

Ich richte meine Verkehrspolitik an den tatsächlichen Begebenheiten aus, an Zahlen, Daten und Fakten und nicht an politischem Wunschdenken. Die Ergebnisse der neuen Langfrist-Verkehrsprognose machen deutlich: Der Verkehr in Deutschland wird in jeder Hinsicht zunehmen. Um einen Verkehrsinfarkt zu verhindern, brauchen wir jetzt dringend das Deutschlandtempo für den Ausbau aller Verkehrsträger – auch der Straße. Ich kämpfe dafür, dass die Menschen in unserem Land frei bestimmt ihren Mobilitätsbedürfnissen nachkommen können und unsere Wirtschaft wächst – auch dank einer guten Verkehrsinfrastruktur.“, Zitat Ende

Sehr bemerkenswert sind dann folgende Ursachenfeststellungen für eine prognostizierte Verkehrszunahme, Zitat:

Güterstrukturwandel: Weniger Kohle, mehr Sendungen

Ausschlaggebend für die starke Zunahme des Verkehrs auf der Straße ist ein Strukturwandel im Güterverkehr. Durch die Energiewende gibt es einen starken Rückgang bei Massen- und Energiegütern wie Kohle, Koks, Mineralölprodukte, Erze, die bisher vor allem auf Schiene und Wasserstraße transportiert wurden.

Großes Wachstum gibt es bei Gütern, die überwiegend auf der Straße befördert werden. Hierzu zählen Postsendungen (+200 Prozent), Sammelgüter (+91 Prozent) sowie Stückgüter, z.B. Nahrungs- und Genussmittel (+29 Prozent).
Ein vollbeladener Zug, der zuvor rund 2.000 Tonnen Kohle transportierte, erreicht mit Stückgut nur einen Bruchteil hiervon. Bei gleicher zurückgelegter Transportstrecke verliert die Bahn daher Anteile im Modal-Split. Dieser gibt Auskunft über die prozentualen Anteile der Verkehrsmittel an der gesamten Verkehrsleitung. Trotz Annahme von ambitionierten Ausbauplänen stößt die Bahn an die Grenzen der Leistungsfähigkeit und kann die zusätzlichen Verkehre nicht aufnehmen.
Deutschland steht des Weiteren vor einem klimaneutralen Umbau der mehr als 19 Millionen Wohngebäude. Dächer und Wände müssen gedämmt, Heizungen und Fenster ausgetauscht werden. Dies erzeugt einen Baustellenverkehr in neuen Dimensionen. Die Anlieferung vor Ort wird nicht mit der Bahn oder dem Binnenschiff erfolgen können.“, Zitat Ende

https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2023/017-wissing-pk-verkehrsentwicklung-deutschland.html

Nicht das der FDP-Bundesminister die richtigen Gedanken aus dem Ergebnis der von seinem Bundesministerium für Digitales und Verkehr an die Intraplan Consult GmbH und TTS TRIMODE Transport Solutions GmbH gegebene und steuerfinanzierte Langfrist-Verkehrsprognose 2021 – 2022 „Prognose 2022“ mit Stand vom 01.03.2023 zieht, dass eine grundlegende Veränderung des Verkehrs erfolgen muss, wozu zu allererst Verkehrsvermeidung mit Regionalisierungen von Wirtschaftskreisläufen und Arbeitsmärkten sowie Hinsteuerung zu unvermeidbaren Fernverkehren mit der Bahn, flächendeckenden und kostenfreien Öffentlichen Personen- und Schienennahverkehren sowie Beförderung von Fahrrad- und Fußgängerverkehren zu gehören hat, setzt er lieber auf einen fortgesetzten bzw. verstärkten Ausbau von Straßen.
Dabei gibt die Europäische Umweltagentur zum Thema Verkehr einleitend ganz vorsichtig, aber in Kern folgenden korrekten Inhalt an, Zitat:

Mobilität ist für die Gesellschaft und die Wirtschaft unerlässlich. Unsere Lebensqualität hängt von einem effizienten und zugänglichen Verkehrssystem ab. Gleichzeitig ist der Verkehr aber auch eine bedeutende Ursache von Umweltbelastungen in der Europäischen Union (EU) und trägt zum Klimawandel, zur Luftverschmutzung und Lärmbelästigung bei. Außerdem verbraucht er große Flächen Land und trägt zu Zersiedelung, Fragmentierung von Lebensräumen und Oberflächenversiegelung bei.“, Zitat

Schließlich geht die Europäische Umweltagentur mehr ins Detail., Zitat:
Der Verkehrssektor verbraucht ein Drittel aller Endenergie in der EU. Diese Energie wird überwiegend aus Öl gewonnen. Deshalb ist der Verkehr für einen Großteil der in der EU emittierten Treibhausgase verantwortlich und ein Hauptverursacher des Klimawandels. Im Gegensatz zu den meisten anderen Branchen z. B. Energieerzeugung und Industrie, die ihre Emissionen seit 1990 gesenkt haben, verzeichnet der Verkehrssektor einen Anstieg. Heute macht der Schadstoffausstoß über ein Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen der EU aus. Eine Umkehr dieser Tendenz ist zurzeit nicht zu erkennen. Dies bedeutet, dass der Verkehrssektor ein großes Hemmnis für die Erreichung der EU-Klimaschutzziele ist. Pkw, Nutzfahrzeuge, Lastkraftwagen und Busse erzeugen über 70 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} aller auf den Verkehr zurückzuführenden Emissionen von Treibhausgasen. Der Rest entfällt im Wesentlichen auf den Schiffs- und Luftverkehr.

Der Verkehr ist auch weiterhin eine bedeutende Quelle für Luftverschmutzung, vor allem in Städten. Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2) schaden der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Obschon die durch den Verkehr verursachte Luftverschmutzung in den vergangenen zehn Jahren durch die Einführung von Normen für die Kraftstoffqualität, durch die Euro-Emissionsnormen für Kraftfahrzeuge und den Einsatz sauberer Technologien abgenommen hat, sind die Schadstoffkonzentrationen in der Luft nach wie vor zu hoch.

Lärmbelästigung ist ein weiteres bedeutendes Problem, das vom Verkehr ausgeht und sich nachteilig auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Der Straßenverkehr ist die größte Lärmquelle; über 100 Millionen Menschen in den Mitgliedsländern der EUA sind davon in einem gesundheitsschädlichen Umfang betroffen. Auch der Luft- und Schienenverkehr ist eine wichtige Lärmquelle.

Hinzu kommt, dass die Verkehrsinfrastruktur beträchtliche Auswirkungen auf die Landschaft hat, weil sie die Naturgebiete in kleinere Zonen unterteilt, was wiederum schwerwiegende Folgen für Tiere und Pflanzen mit sich bringt.“, Zitat Ende

Schließlich fügt man noch folgende Schlussfolgerung an, Zitat:

Politische Strategien der EU

Die Reduzierung der nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs ist ein wichtiges politisches Ziel der EU. Bei den Hauptmaßnahmen geht es darum, die Verkehrsarten zu begünstigen, die die wenigsten Schadstoffe bei größtmöglicher Effizienz produzieren, sowie nachhaltigere Verkehrstechnologien, Kraftstoffe und Infrastruktur zu entwickeln. Weiterhin gilt es sicherzustellen, dass sich die Gesamtheit der umwelt- und gesundheitsschädlichen Auswirkungen in den Transportpreisen widerspiegeln.

Die EU macht die Reduzierung besonders des Kohlendioxid (CO2) ausstoßes, d.h. die Dekarbonisierung des Verkehrs zum zentralen Thema ihrer Strategiepapiere. Die Europäische Kommission strebt mit ihrer Strategie „Ein sauberer Planet für alle: Eine Europäische strategische, langfristige Vision für eine wohlhabende, moderne, wettbewerbsfähige und klimaneutrale Wirtschaft“ aus dem Jahr 2018 an, die Weichen für einen Übergang zu Netto-Treibhausgasemissionen von null in der gesamten EU bis zum Jahr 2050 zu stellen. In Bezug auf den Verkehr wird hier die Notwendigkeit eines systembasierten Konzepts betont und die Bedeutung des Übergangs zu CO2-armen Verkehrsarten und emissionsfreien Kraftfahrzeugen hervorgehoben. Weiterhin wird die zentrale Rolle herausgestellt, die der Elektrifizierung und den erneuerbaren Energiequellen zukommt; außerdem drängt die Kommission in der Strategie auf Effizienzsteigerungenwährend des Betriebs . Sie ruft auch dazu auf, die Stadtplanung zu optimieren und die Vorteile des öffentlichen Verkehrs in vollem Umfang auszuschöpfen. Schon in der „Europäischen Strategie für emissionsarme Mobilität“ wurden 2016 ein effizienteres Verkehrssystem, die zügige Einführung emissionsarmer Kraftstoffe und der Übergang zu emissionsarmen und emissionsfreien Kraftfahrzeugen als diejenigen Bereiche identifiziert, in denen vorrangig Handlungsbedarf besteht.

Ferner geht EU-Gesetzgebung direkt die umwelt- und gesundheitsschädlichen Folgen des Verkehrs an, indem sie verbindliche Vorschriften definiert. Zu diesen Vorschriften gehören Emissionsgrenzen für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge, Lastkraftwagen und Busse, besondere Anforderungen an Verkehrskraftstoffe sowie Lärmkarten und Pläne zur Lärmbekämpfung für die wichtigsten Elemente der Verkehrsinfrastruktur wie z. B. für Flughäfen.“, Zitat Ende

https://www.eea.europa.eu/de/themes/transport/intro

Konsequente ökologisch nachhaltige Umwelt- und Verkehrspolitik sieht zwar anders aus, aber ein zaghafter Anfang ist gemacht, vorausgesetzt, dass die Bundesrepublik Deutschland diesen Prozess nicht blockiert. Die Ansagen aus dem Bundesministerium eines Dr. Volker Wissing lassen Böses ahnen.

Das Umweltbundesamt ist da deutlicher, was zu den Folgen des Verkehrs zu sagen ist. Der erste Satz lautet hier, Zitat:

Umweltbelastungen durch Verkehr

Die Umwelt wird in vielfacher Weise für Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Eine nachhaltige Verkehrspolitik ermöglicht Mobilität und verringert die Umweltbelastungen.“, Zitat Ende

Verkehr benötigt Fläche

Der Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr hat vielfältige Auswirkungen auf unsere Umwelt, vor allem durch die Versiegelung der Böden. Die Zersiedelung der Landschaft führt darüber hinaus auch zu mehr Verkehr (vgl. Artikel „Siedlungs- und Verkehrsfläche“). Die für den Verkehr genutzte Bodenfläche nimmt stetig zu. 1992 bedeckte die Verkehrsfläche 16.441 Quadratkilometer (km²) oder 4,61 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der gesamten Bodenfläche Deutschlands. 2020 waren es 18.076 km² oder 5,5 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31}. Damit ist die Verkehrsfläche zwischen 1992 und 2020 um knapp 10 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} gewachsen. 2001 wurden täglich 22 Hektar (ha) neu für Verkehrszwecke in Anspruch genommen, 2020 waren es ca. 6 ha pro Tag. Die Flächeninanspruchnahme für den Verkehr hat sich über die Jahre somit etwas verlangsamt.

Diese Angaben entstammen der amtlichen Statistik der Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung. 2016 wurde die Datengrundlage vom Automatischen Liegenschaftsbuch (ALB) auf das Automatische Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) umgestellt, was auch Änderungen im Katalog der Nutzungsarten nach sich zog. Deshalb sind die Angaben ab 2016 nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre vergleichbar (siehe Abb. „Verkehrsfläche“), der Rückgang zwischen 2015 und 2016 beruht somit auf statistischen Effekten der Umstellung.“, Zitat Ende

Weiter führt man aus, Zitat:

Verkehrslärm kann krank machen
Lärm wird von vielen Menschen als störend oder belästigend empfunden. Dabei steht der Straßenverkehr als Lärmquelle mit Abstand im Vordergrund. So fühlten sich rund 76 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der für die Umweltbewusstseinsstudie 2020 des Umweltbundesamtes Befragten durch Straßenverkehrslärm zumindest etwas gestört oder belästigt (siehe Abb. „Belästigung durch einzelne Lärmquellen 2020“).

Rund um Hauptverkehrsadern und Großflughäfen sowie in Ballungsräumen ist die Lärmbelastung der Menschen besonders stark. Im Jahr 2017 waren rund 15,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger, das waren 19,1 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Bevölkerung, ganztägig einer Verkehrslärmbelastung von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt (siehe Abb. „Anteil der durch Verkehrslärm belasteten Bevölkerung“). Nachts ist Lärm besonders belastend. Etwa 10,9 Mio. Menschen, 13,2 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Bevölkerung, waren im Jahr 2017 von Schallpegeln über 50 dB(A) aus dem Verkehr betroffen.

Chronische Verkehrslärmbelastung kann langfristig biologische Risikofaktoren (wie beispielsweise Blutfette, Blutzucker, Gerinnungsfaktoren) verändern. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie arteriosklerotische Veränderungen („Arterienverkalkung”), Bluthochdruck und bestimmte Herzkrankheiten, einschließlich des Herzinfarkts, können durch Lärm verursacht werden.“, Zitat Ende

Außerdem erwähnt man, Zitat:

Verkehr belastet Luft und Klima

Der Ausstoß von Luftschadstoffen wie Stickstoffdioxid, ⁠NMVOC⁠, Feinstaub oder Kohlenmonoxid aus dem Verkehrssektor ist seit 1990 gesunken. In den letzten Jahren flacht der Rückgang der Emissionen ab. Gemäß der Berichterstattung unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und dem Kyoto-Protokoll werden die Emissionen aus dem internationalen Luftverkehr und dem internationalen Seeverkehr nur nachrichtlich im Treibhausgasinventar dargestellt. Sie werden nicht in die ⁠Treibhausgas⁠-Bilanzen und in die folgenden Ausführungen einbezogen.
Nachdem der Ausstoß der Klimagase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) aus dem Verkehrssektor in den 90er Jahren zunächst anstieg und 1999 seinen Höhepunkt erreichte, sank er in den Folgejahren. Seit 2013 steigen die verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen wieder an. Nach 2017 sind diese wieder gesunken und lagen im Jahr 2019 bei 165,5 Millionen Tonnen (Mio. t). Durch die Pandemie lagen die Emissionen im Jahr 2020 bei rund 147 Mio. t und damit erstmals deutlich unter den Emissionen von 1990. (siehe Abb. „Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe und Treibhausgase aus dem Verkehrssektor“).

2020 verursachte der Verkehr fast 40 {742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31} der Emissionen von Stickstoffoxiden in die Luft (siehe Tab. „Anteile des Verkehrssektors an den Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe und Treibhausgase“). Hauptverursacher war der motorisierte Straßenverkehr. Besonders in Ballungsräumen ist die Luft zu stark mit Stickstoffdioxid belastet.“, Zitat Ende

https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/umweltbelastungen-durch-verkehr#verkehr-belastet-luft-und-klima

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)gibt zur aktuellen täglichen Neuausweisung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik Deutschland folgendes an, Zitat: „Täglich werden in Deutschland rund 54 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch – von circa 76 Fußballfeldern.“, Zitat Ende
Ferner ist folgendes ausgeführt, Zitat:
Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern. Diese gegenüber der Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 verschärfte Festlegung wurde vom Bundeskabinett bereits im Januar 2017 in der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016“ festgelegt. Seit dem Klimaschutzplan vom November 2016, der die Leitplanken für ein grundsätzliches Umsteuern in Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Weg zu einem treibhausgasneutralen Deutschland beschreibt, strebt die Bundesregierung bis 2050 sogar das Flächenverbrauchsziel Netto-Null (Flächenkreislaufwirtschaft) an, womit sie eine Zielsetzung der Europäischen Kommission aufgegriffen hatte. Diese Zielsetzung hat während der deutschen Ratspräsidentschaft 2020 Eingang in die Erwägungen für eine EU-Biodiversitätsstrategie gefunden und wurde im März 2021 nun auch in die weiterentwickelte Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen.“, Zitat Ende

https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit-digitalisierung/nachhaltigkeit/strategie-und-umsetzung/flaechenverbrauch-worum-geht-es

Das ergibt im Jahr einen Flächenverbrauch im Umfang von 19.224 ha. Im Vergleich dazu hat die niedersächsische Großstadt Braunschweig eine Fläche von 19.200,00 ha = 192,00 km².

https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/statistische_angaben.php


Daher fordert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – eine sofortige Änderung der Umwelt-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Wir benötigen regionalere Wirtschaftskreisläufe mit entsprechenden Arbeitsplätzen. Damit verbunden verbleiben mehr Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze in der Region, verkürzen sich Transport- und Arbeitswege und damit verbunden schonen wir mehr Umwelt, Natur und Landschaften sowie leisten somit ebenfalls einen besseren Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ferner benötigen wir einen flächendeckenden und kostenfrei nutzbaren Öffentlichen Personen- und Schienennahverkehr mit enger Taktung.
Als ein Beispiel kann das Großherzogtum Luxemburg dienen, welches seit dem 29. Februar 2020 einen Gratistransport für Züge, Straßenbahnen und Busse anbietet. Die Regierung des Großherzogtums Luxemburg hat dazu auf ihrer Homepage geschrieben, Zitat:

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Luxemburg sind eine schnelle, saubere und kostenlose Möglichkeit, sich fortzubewegen. Ja, Sie haben gerade richtig gelesen: „kostenlos“ Seit 2020 sind alle öffentlichen Verkehrsmittel, wie Busse, Züge und die brandneue Straßenbahn, in ganz Luxemburg kostenlos. Und mit einem Netz, das sich ständig an die Bedürfnisse der Reisenden anpasst, und der Ergänzung durch die Straßenbahn wird dieses Verkehrsmittel bei Einwohnern und Besuchern immer beliebter.“, Zitat Ende

Einzige Ausnahmen sind, Zitat: „Fahrkarten der 1. Klasse und Zeitkarten in Zügen. Diese Karten sind weiterhin zu den aktuellen Preisen zu zahlen.“, Zitat Ende

https://luxembourg.public.lu/de/leben/mobilit{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31}C3{742476d910061147bacb9f2d1e63afebae5c969212eff52eb4ea03554537fa31}A4t/oeffentlicher-personennahverkehr.html

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – fordert daher den Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing auf die von ihm am 03.03.2023 der Öffentlichkeit vorgelegte „Gleitende Langfrist-Verkehrsprognose“ zum Anlass zu nehmen, endlich eine ökologisch und sozial orientierte Verkehrspolitik zu initiieren. Nur so lassen sich Lebensfähigkeit für Mensch, Tier, Pflanzen, Umwelt, Natur und Landschaften auf Dauer gewährleisten.

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – ist im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten bereit daran mitzuwirken und bietet sich für Interessierte als Plattform einer umfassenden Mitarbeit an.
Wer daran Interesse hat, wende sich bitte sich an folgende zentrale Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 05.03.2023

AHA fordert besseren Schutz des NSG „Untere Geiselniederung bei Merseburg“

Das ca. 52,00 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ stellt einen sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar, bildet einen wichtigen Teil eines Grün- und Biotopverbundes entlang der Geisel und des Klyegrabens sowie besitzt als großflächiges Kaltluftentstehungsgebietes mit Abfluss in Richtung Merseburg eine sehr wichtige Klimaschutzfunktion. Aus diesem Grund bedarf dieses arten- und strukturreiche Schutzgebiet entlang eines Teils des Unterlaufes der Geisel und des Mündungsgebietes des Klyegrabens eines umfassenden und unanfechtbaren Schutzes. Als Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie besitzt das NSG ebenfalls einen europäischen Schutzstatus.
Im Rahmen von zahlreichen Exkursionen zu Fuß und mit dem Fahrrad des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder Dinge feststellen, welche das NSG und FFH-Gebiet mehr oder minder beeinträchtigen. Im Rahmen der jüngsten, vom AHA organisierten und durchgeführten Exkursion am Samstag, den 04.03.2023, nahmen die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer das Gesamtgebiet wieder in Augenschein.
Die ersten Stationen bildeten der Überlauf vom vorderen Gotthardteich zur Klia, welcher entgegen der Bestimmungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) naturnaher und barrierefrei sein muss.
Der AHA erläuterte an dieser Stelle seinen am 07.01.2002 beschlossenen „Rahmenplan zur Erstellung einer Konzeption zur Renaturierung, Pflege und Entwicklung der Klia in der Stadt Merseburg, Landkreis Merseburg-Querfurt“, welches auf eine fundierte wissenschaftliche und technische Erarbeitung einer Konzeption zur Renaturierung, Pflege und Entwicklung der Klia abzielt. Leider ist weder seitens des Landes Sachsen-Anhalt, noch des Landkreises Saalekreises und der Stadt Merseburg dazu erkennbar. Daher forderten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer endlich eine konstruktive Reaktion dieser drei öffentlichen Einrichtungen ein.
Als nächste Station verweilten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer den früheren Auslauf der Geisel aus dem Vorderen Gotthardteich, welche seit vielen Jahren durch eine starke Vermüllung geprägt ist. Trotz mehrfacher Anmahnung ist es der Stadt Merseburg nicht gelungen dafür Sorge zu tragen zum Einem eine fortgesetzte Vermüllung zu verhindern und zum anderen den bestehenden Müll zu beräumen. Diese Verschmutzung des Gewässers stellt neben der Verschandelung des Stadt- und Landschaftsbildes sowie der Eutrophierung des Wassers, eine Gefahr für Tiere dar. Der AHA bekräftigte hier seine Überlegungen eine wissenschaftliche Prüfung der Möglichkeiten zur Renaturierung des Geiselabflusses vorzunehmen. In diesem Jahr verdeckten Schnee und Eis diese offenbar noch nicht beräumten Verschmutzungen.
In den vergangenen Jahren hatte sich schrittweise in der Geiselaue zwischen Hinteren Gotthardteich und Thomas-Müntzer-Straße bzw. B 91 eine naturnahe Entwicklung des Gehölzbestandes z.B. aus Stieleiche, Gemeiner Esche, Silberweide, Schwarzen Holunder und Blutrotem Hartriegel eingestellt. Bereits die Errichtung des Kinderspielplatzes in einer temporären Feuchtsenke in den neunziger Jahren hatte zu massiven Eingriffen geführt. Nunmehr nahmen die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer die noch deutlich erkennbaren Folgen der grundlosen Abholzungen von zahlreichen Bäumen und Sträuchern in Augenschein. Dabei zerstörte man große Teile der Gehölzflächen. Neben der umfassenden Schädigung der sich sukzessiv entwickelnden standortgerechten Auenwaldstruktur, hat man so Lebens- und Rückzugsgebiete von zahlreichen Tieren, insbesondere Brutstandorte von Vögeln, beseitigt und somit vernichtet.

Mit Sorge stellten die in den vergangenen Jahren Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer die fortgesetzte und zunehmende Vermüllung im Nordostbereich des NSG und FFH-Gebietes, unweit des Ulmenweges, aber auch im Bereich der Rudolf-Bahro-Straße, fest. Hier gilt es nicht nur unverzüglich umfassende und vollständige Beräumungen vorzunehmen, sondern Maßnahmen zur Verhinderung einer Neuvermüllung zu ergreifen.

Im Abschnitt des Klyegrabens im Nordbereich des NSG konnten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer eine Erholung des Gewässerverlaufes und der angrenzenden Biotope feststellen. Reste der Folgen der massiven Abholzungen und Ausbaggerungen im Gewässerlauf aus dem Jahr 2016 waren aber immer noch zu sehen. Im Zusammenhang des unerklärlichen und massiven Eingriffs in den Klyegraben und seiner Aue, tragen diese Arbeiten garantiert zur Minderung der Durchfeuchtung des NSG und FFH-Gebietes bei, was die Gefahr der Austrocknung – insbesondere in den Sommermonaten – stark erhöht.
Entlang der Geisel hatte man in den vergangenen Jahren immer wieder massiv das Schilf gemäht, was wiederum zum Betreten des Kernbereiches des Schutzgebietes verlockt sowie zur Beseitigung von Teilen des sehr wichtigen Rückzugsgebietes führte.
Im Rahmen seiner weiter aktuellen Stellungnahme zu den angedachten „Unterhaltungsmaßnahmen“ des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), Flussbereich Merseburg im Bereich des NSG „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ vom 28.08.2011 erklärte der AHA dazu u.a. folgendes:

Zu den vorliegenden Unterlagen und bestehender Ortskenntnis wird wie folgt Stellung bezogen:

  1. Bekanntlich handelt es sich bei dem ca. 52 ha großen NSG und dem etwa flächengenauen FFH-Gebiet um einen sehr feuchtigkeitsgebundenen Lebens- und Rückzugsraum. Das war auch entscheidender Grund bei der Flutung des Geiseltalsees „Pflichtwassermengen“ in die untere Geiselaue abzuleiten, um eine angemessene Durchfeuchtung des Gebietes zu ermöglichen. Die angedachten Baumaßnahmen mit der einhergehenden Eintiefung mit dem Ziel dem Überflutungsraum zu verringern bewirken womöglich, insbesondere in trockenen Jahren, die Austrocknung von vereinzelten Bereichen. Das widerspricht eindeutig dem Schutzziel und -bedürfnis des NSG und verstößt gegen das Verschlechterungsgebot von FFH-Gebieten.
  2. Das Gebiet der unteren Geiselaue fungiert mit seinen ca. 52 ha wie ein Art „Schwamm“, welche schrittweise höhere Wasserstände der Geisel, aber auch des Umlandes aufnimmt und bei trockeneren Phasen schrittweise wieder abgibt. Eine wichtige sanfte Regulation nimmt insbesondere die Geisel ein. Eine Eintiefung würde eher den Abfluss erhöhen. Diese „Schwammfunktion“, die große Räumlichkeit sowie der vielfältige Bewuchs stellt zudem eine Hochwasserschutzfunktion dar, da das Wasser nicht beschleunigt in das Stadtgebiet von Merseburg abgegeben wird. Die Bauarbeiten mit dem Ziel den Abfluss zu beschleunigen bewirken genau das Gegenteil.
  3. Im Raum westlich des NSG in Richtung des Geiselalsee zwischen Klye und Geisel befinden sich außerhalb beider Fließgewässer weitgehend ausgeräumte Landschaften. Baumaßnahmen für zahlreiche Einfamilienhäuser und im Rahmen des Ländlichen Wegebaus haben zur umfassenden Erhöhung des Versiegelungsgrades des Bodens beigetragen. Hinzu kommen Bodenstrukturbeeinträchtigungen durch zunehmende landwirtschaftliche Monokulturanbau. Damit sinkt einhergehend mit dem gewünschten Anstieg des Wasserspiegels des Geiseltalsees und der Senkung des Grundwassersenkkegels das Speicherungsvermögen des Bodens. Starke Niederschläge und Schneeschmelze haben gerade in diesem Jahr gezeigt, dass häufig das Wasser einhergehend mit Bodenabtrag über die Naumburger Straße in die untere Geiselaue strömt. Daraus resultiert ein bedeutsamer Teil des Eintrages von Bodenteilen. Hier gilt es neben der Prüfung der Rücknahme von Bodenversiegelungen und der Wiederherstellung einer vielfältigen Fruchtfolge die Schaffung umfangreicher Flurgehölzstreifen zu ermöglichen. Diese tragen zudem noch zur Verbesserung der ökologischen Landschaftsstruktur bei. Zudem gilt es mögliche Abwassereinleitungen in Geisel und Klye zu ermitteln und künftig auszuschließen.
  4. Die Baggerarbeiten führen zu massiven Aufwirbelungen von Schwebstoffen, welche dann Gewässerabwärts getragen werden. Es ist in den Anlandungsbereichen mit der Erhöhung von Nährstoffbelastungen zu rechnen.
  5. Richtigerweise geht die WRRL der EU auch von der Entwicklung naturnaher Gewässerstrukturen aus. Die angedachten Baumaßnahmen greifen genau dahingehend ein. Ebenfalls nicht zu erkennen sind, inwieweit Erfassungen der Fauna in der Geisel erfolgten.
  6. Im Zusammenhang der Veränderung der hydrologischen Situation in Mitteldeutschland und der zunehmenden Freihaltung von Hochwassereinzugsgebieten gilt es auch über Kleingartenanlagen im direkten Einzugsbereich der Geisel nachzudenken. Hier gilt es eine schrittweise Umsiedlung der Kleingartenanlage nachzudenken. Dazu gilt es zu allererst den Grad der Parzellennutzung sowie mögliche Alternativflächen zu ermitteln. Ferner sollten leergezogene Gärten nicht mehr vergeben, aber auch die Grundpacht des Gartenvereins an den Eigentümer gemindert werden. Somit ist langfristig ein Leerziehen des Kleingartens möglich und ein weiterer Hochwassereinzugsbereich gewonnen. Derartige Aktivitäten sind aber ausgiebig mit den Bürgerinnen und Bürgern vorzubereiten und zu beraten.

In diesem Jahr konnten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer erfreulicherweise keine diesbezüglichen Aktivitäten entdecken bzw. feststellen. Jedoch haben die obengenannten Vorschläge des AHA keinesfalls an Aktualität verloren.
Ebenso ist zu beobachten, dass besonders im Nord- und Südbereich verstärkt Jäger mit Hochständen in das Schutzgebiet drängen.
Der AHA verurteilt alle derartigen Eingriffe, Störungen und Beeinträchtigungen in bzw. direkt am NSG und FFH-Gebiet, welche durch nichts zu begründen und zu rechtfertigen sind.
Alle diese Aktivitäten stellen somit einen weiteren Meilenstein in der Missachtung sämtlicher Regeln und Notwendigkeiten zum Schutz, Erhalt und Entwicklung eines derartig wichtigen Schutzgebietes dar.
Im Bereich des Klyegrabens zwischen den Merseburger Ortsteilen Atzendorf und Zscherben erläuterte der AHA den Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmern sein am 06.06.2005 verabschiedetes Dokument „Konzeptionelle Vorschläge für den Abschnitt des Klyegrabens zwischen den Ortsteilen Atzendorf und Zscherben in der Gemeinde Geusa (Landkreis Merseburg-Querfurt)“, welches auf eine naturnahe Entwicklung des Klyegrabens und seiner Aue sowie des Erhaltes und Entwicklung des Restbestandes einer kleinen Streuobstwiese abzielt.
Jedoch mussten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer feststellen, dass von der einstigen Streuobstwiese noch drei ältere Birnen erhalten geblieben sind. Daher scheint es nunmehr sinnvoll zu sein, die erfreuliche naturnahe Entwicklung in dem gegenwärtigen räumlichen Umfang weiter zuzulassen bzw. zu befördern sowie die nordöstlich angrenzende Wiese unregelmäßig und partiell zu mähen.
Eine derartige positive Entwicklung ist auch in südwestlicher Richtung erkennbar. Die nachhaltige Wirkung lässt bei einer entsprechenden räumlichen Ausweitung verbessern.
An der Nahtstelle zwischen Wiese und Ackerfläche schlägt der AHA nunmehr die Pflanzung von Weiden oder bzw. und Obstgehölzen vor, welche im Rahmen von öffentlichen Arbeitseinsätzen in den Boden gelangen können. Gleiches gilt für Pflege und Betreuung. Auf einer gemessenen Länge von ca. 241,31 m und einen Pflanzabstand von 10,00 m besteht ein Bedarf von ca. 25 Bäumen. Im Falle des Einbringens von Weiden erscheint es sinnvoll zu sein Steckhölzer zu verwenden und diese dann schnitt- und pflegetechnisch zu Kopfweiden zu formen. Somit besteht die Möglichkeit eine angemessene Abgrenzung zwischen Wiese und Agrarfläche entstehen zu lassen sowie eine ökologische Aufwertung dieses Bereiches am Rand der Klyegrabenaue zu ermöglichen.

Der AHA fordert einen massiven Schutz und Erhalt des NSG und FFH-Gebietes „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ und des Gebietes des Klyegrabens sowie eine naturnahere Entwicklung der gesamten Geisel. Das erfordert jedoch u.a. einen sofortigen Stopp aller Eingriffe, Störungen und Beeinträchtigungen sowie deutliche und unmissverständliche Besinnung auf die klaren und eindeutigen Notwendigkeiten zum ungestörten Schutz, Erhalt und Entwicklung des NSG und FFH-Gebietes. Dazu gehören auch alle Mahdarbeiten im Bereich der Geisel zu unterlassen und die Mäandrierung des Fließgewässers zu befördern, um eine weitere Eintiefung auszuschließen und die Uferzonen zu erweitern.
Dies ist wichtig, um eine Austrocknung zu vermeiden und ermöglicht bei eintretenden Hochwassersituationen das NSG und FFH-Gebiet als Hochwasserrückhalteraum zu nutzen sowie durch die Mäandrierung die Strömungsgeschwindigkeit einzudämmen.
Dabei sieht der AHA auch die Notwendigkeit eines besseren Schutzes, Erhalts und einer besseren Entwicklung der Geisel über das Schutzgebiet hinaus. Insbesondere innerhalb Merseburgs der Bereich im Einzugsgebiet des Südparks und des Ulmenweges, des Absetzbeckens, des Verlaufes bis zum Hinteren Gotthardteich – einschließlich der Restauenwälder – und parkähnlichen Wiesenbereiche sowie die künftige Entwicklung des Überlaufes vom Vorderen Gotthardteich zur komplett ausgebauten Klia und die Prüfung einer perspektivischen Wiederbelebung des Altlaufes der Geisel durch die bebaute Stadt Merseburg. Hinsichtlich der wissenschaftlichen Prüfung eines naturnaheren Verlaufs der Klia hatte der AHA mit Datum vom 07.01.2002 einen „Rahmenplan zur Erstellung einer Konzeption zur Renaturierung, Pflege und Entwicklung der Klia in der Stadt Merseburg, Landkreis Merseburg-Querfurt“ beschlossen und vorgelegt. Leider hat die wissenschaftliche Bearbeitung in Verantwortung von Einrichtungen der Wissenschaft und Bildung noch immer nicht begonnen.
Das entspricht auch dem Anliegen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, welche es gilt bis zeitnah umzusetzen.

Die Exkursion fand ihren thematischen und gedanklichen Abschluss zur Entwicklung der AHA-Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“. Hier bekräftigten die Anwesenden, dass der umweltbildende Charakter der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ einen weiteren Ausbau erfordert und dazu eine verstärkte Einarbeitung neuer Literaturbestände dringend geboten ist. Hier besteht auch die umfassende Möglichkeit der Mitwirkung von Interessenten.
Für Geldspenden steht folgende Bankverbindung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – zur Verfügung:

IBAN: DE 14 800 537 62 0380 302 257
BIC: NOLADE21HAL
Saalesparkasse

Verwendungszweck: UBM

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit auf dem Weg zu spenden:

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

Im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten ruft der AHA ferner die Bevölkerung auf, ebenfalls alles für den Schutz, Erhalt und die Entwicklung des NSG und FFH-Gebietes „Untere Geiselniederung bei Merseburg“ und darüber hinaus zu tun. Ferner bietet der AHA die Möglichkeit sich für den Schutz, den Erhalt und die Entwicklung der Auenlandschaften in den Städten Merseburg, Leuna und Bad Dürrenberg einzusetzen und dabei an der Gestaltung der Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ mitzuwirken. Wer dabei besonders aktiv mitwirken möchte, kann sich an folgende Kontaktanschrift wenden:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“

Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

Tel.: 0176 – 52562945
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubm2021@yahoo.com

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 04.03.2023

Fotos: Dietmar Hörner

AHA hält Schutz der Auen zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg und Halle (Saale) für dringend geboten!

Samstag, den 11.03., um 10.00 Uhr
Fahrradexkursion durch die Saaleaue
zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna und Merse­burg sowie der Saale-Elster-Luppe-Aue zwischen den Städten Merseburg und Halle (Saale) mit Blick zur Mündung der Rippach in die Saale, Auf­enthalt am Saalealtarm bei Großkorbetha, in der Saaleaue bei Bad Dür­renberg, im Mündungsbereich des Ellerbaches in die Saale, im Kreypau­er (Göhlitzscher) Holz, in der Fasanerie in Merseburg, im Mündungsbe­reich der Laucha in die Saale und an der Weißen Elster in Halle-Ammen­dorf
Treffpunkt: Bahnhof Weißenfels
Dauer: ca. 5 Stunden

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – bekräftigt immer wieder, dass der Schutz, der Erhalt, die Betreuung und die Entwicklung von Auenlandschaften eine sehr bedeutsame Erkenntnis beim Planen und Handeln sein muss. Dass die Realität leider oft anders aussieht, muss der AHA oft genug und immer wieder feststellen.
Um sich ein aktuelles Bild der Auenlandschaften zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna, Merseburg und Halle (Saale) verschaffen zu können, soll eine am Samstag, dem 11.03.2023, geplante, ca. fünfstündige Fahrradexkursion in diesem Landschaftsraum dienen.
Zu Beginn der Fahrradexkursion ist ggf. aus aktuellem Anlass ein Besuch im Bereich der Saale und ihrer Aue im Ortsteil Uichteritz der Stadt Weißenfels vorgesehen. Im Rahmen der räumlichen Erweiterung der Fahrradexkursion möchte der AHA seine Stellungnahme zum Vorhaben Planfeststellungsverfahren „Neubau Deich Uichteritz“ vom 26.02.2023 erläutern und mit einer interessierten Öffentlichkeit diskutieren.

Die Entscheidung, ob diese räumliche Erweiterung der Fahrradexkursion stattfindet, entscheidet sich am Treffpunkt der Veranstaltung.

Die Fahrradexkursion führt ansonsten durch die Saaleaue zwischen den Städten Weißenfels, Bad Dürrenberg, Leuna und Merseburg sowie der Saale-Elster-Luppe-Aue zwischen den Städten Merseburg und Halle (Saale) mit Blick zur Mündung der Rippach in die Saale, Aufenthalt am Saalealtarm bei Großkorbetha, in der Saaleaue bei Bad Dürrenberg, im Mündungsbereich des Ellerbaches in die Saale, im Kreypauer(Göhlitzscher) Holz, die Saalealtarme bei Leuna, in der Fasanerie in Merseburg, im Mündungsbereich der Laucha in die Saale und an der Weißen Elster in Halle-Ammendorf.
Im Rahmen der Fahrradexkursion beabsichtigt der AHA die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieses arten- und strukturreichen Natur- und Landschaftsraumes sowie Möglichkeiten zur Entwicklung, zum Schutz und Erhalt darzulegen.
In dem Zusammenhang möchte der AHA aufzeigen, wie jeder Interessent daran aktiv mitwirken kann.
Die Fahrradexkursion beginnt 10:00 Uhr ab Vorplatz des Bahnhofes Weißenfels und endet in Halle (Saale) an der Straßenbahnendhaltestelle Halle-Ammendorf, Regensburger Straße

Die Fahrradexkursion findet grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Deshalb sind wetterfeste Kleidung und entsprechend angemessenes Schuhwerk angebracht. Ferner empfiehlt es sich Rucksackverpflegung – Essen und Trinken – mitzunehmen.
Die Teilnahme an der Fahrradexkursion erfolgt auf eigene Gefahr. Zudem ist das Verlassen der Fahrradexkursion zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich.

Wer Interesse hat sich noch mehr über die Aktivitäten der ehrenamtlichen AHA- Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg/Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM) sowie zur geplanten Bildung einer Ortsgruppe Weißenfels zu informieren, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Regionalgruppe Merseburg-Leuna-Bad Dürrenberg
Umweltbibliothek Merseburg „Jürgen Bernt-Bärtl“ (UBM)

Weiße Mauer 33

06217 Merseburg

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
E-Mail UBM: ubm2021@yahoo.com

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 03.03.2023

Initiative „Pro Baum“ und AHA mahnen Schutz und Erhalt des Mühlgrabens in Halle (Saale) an!

Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – verfolgen weiterhin mit sehr großer Sorge und mit absolutem Unverständnis Pläne der Verwaltung der Stadt Halle (Saale), eine „Flaniermühle“ an dem Ufer des Mühlgrabens im Bereich des Robert-Franz-Ringes zwischen Mühlpforte und Brücke an der Residenz errichten zu wollen. Dieser Teil der Saaleaue gestaltet sich mit seinen Wiesen und Gehölzbeständen durchaus naturnah, gehört zu einem sehr wichtigen Teil des Biotop- und Grünverbundes entlang der Saale und bringt als grünes Band Auflockerung in die dichte Bebauung zwischen Domviertel und Klaustorvorstadt. Nicht erst das letzte Hochwasser vor fast genau zehn Jahren hat zudem deutlich aufgezeigt, dass auch dieser Teil der Saaleaue Bestandteil der Retentionsfläche der Saale ist.
Insofern ist es schon unverantwortlich Pläne zur weiteren Flächenversiegelungen in den bisher unversiegelten Teil des Mühlgrabens voranzutreiben, welcher zudem als Kalt- und Frischluftkorridor fungiert. Schon bereits die im Jahr 2017 durchgeführten und später fortgesetzten Abholzungen entlang des Mühlgrabens für ein fachlich sehr zweifelhaftes gewässertouristisches Konzept, haben zu unverantwortlichen und unsinnigen Eingriffen in Aue und Gehölzbeständen geführt.
Nunmehr beabsichtigen die Verantwortlichen von Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) entgegen jeglicher ökologischen und hydrologischen Vernunft das Bauvorhaben umzusetzen.
Die Initiative „Pro Baum“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – fordern daher erneut mit Nachdruck die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Halle (Saale) auf, dieses Vorhaben sofort einzustellen. Es ist nach Ansicht beider Organisationen nicht erforderlich in diesen Teil der Saaleaue bauliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Natur- und Landschaftsraum erlebbar zu machen. Bereits die bestehenden Blickverbindungen von den Brücken Mühlpforte und Robert-Franz-Ring/Hallorenring/Mansfelder Straße sowie vom Robert-Franz-Ring reichen dazu aus. Stattdessen regen beide Organisationen an, endlich Möglichkeiten der Wiederöffnung der Gerbersaale zu prüfen sowie eine weitere Durchgrünung der Stadt Halle (Saale) mit Ein- und Anbindung an bestehende und zu entwickelnde Biotop- und Grünverbundsysteme voranzutreiben. Dazu können u.a. Vorschläge des früheren Arbeitskreises Umweltschutz Halle in der Gesellschaft für Natur und Umwelt im Kulturbund der DDR sowie Baumpflanzvorschläge der Initiative „Pro Baum“ – z.B. für das Paulusviertel, für Landsberger Straße und Forsterstraße – behilflich sein.

Die Initiative „Pro Baum“ und der AHA bekräftigen im Rahmen ihrer ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten an derartigen Überlegungen und Planungen mitzuwirken. Ferner bieten sie sich als Plattform der Mitwirkung von Interessenten an.
Wer Interesse an einer Mitwirkung hat, wende sich bitte an folgende Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA
Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746
E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 01.03.2023

Fotos: Andreas Liste

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