Die Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – führen am Samstag, dem 02.05.2026 folgende gemeinsame Fahrradexkursion auf den Spuren des Bibers durch.
Dabei ist ein sehr wichtiges Thema der Fahrradexkursion der heimische Biber und die Natur, in der er lebt. 

Unweit von Zerbst im Bereich der Mittleren Elbe, befand sich um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts das letzte mitteleuropäische Bibervorkommen. Im Jahr 1945 gab es nur noch 150 bis 200 Tiere dieser Art, die in ihrem angestammten Lebensraum. Die Elbe, einer der letzten naturnahen Flüsse Mitteleuropas, bot als Flusslandschaft mit ihren Alt-Armen und Nebengewässern ein Rückzugsgebiet für die Elbebiber und sicherte so das Überleben dieser Art. Möglich war das nur durch das Engagement von Naturschützern:innen und den konsequenten Schutz der Art und ihrer Lebensräume. Inzwischen ist der Biber wieder an vielen Nebenflüssen der Elbe heimisch, so auch an Nuthe und Rossel. 

Start der Fahrradexkursion ist Zerbst die Route führt zuerst entlang der Boner Nuthe zum heute entwässerten Niedermoor im Rathsbruch. Dort finden die Biber einen optimalen Lebensraum vor, insbesondere da es Planungen für eine Wiedervernässung des Moores gibt. Im Anschluss an den Rathsbruch wechselt die Fahrradexkursion zu einem weiteren Nebenfluss der Elbe, der 25,00 km langen Rossel.

https://www.fgg-elbe.de/files/Download-Archive/Fachberichte/Allgemein/Fliessgw2015.pdf

Hier befindet sich das 40,24 ha große Naturschutzgebiet „Buchholz“.

https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landwirtschaft-umwelt/naturschutz-landschaftspflege-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/naturschutzgebiete-in-sachsen-anhalt/buchholz

Auch die Rossel bietet dem Biber einen guten Lebensraum. Das Naturschutzgebiet „Buchholz“ ist ebenfalls ein mooriger Standort und geprägt durch Seggen-Erlen-Bruchwald. Eine weitere Besonderheit ist hier ein regelmäßiges Brutvorkommen der Gebirgsstelze. Außerdem steht ein kleiner Abstecher zum Kupferhammer in Thießen auf dem Programm. Wahrscheinlich vor 1600 errichtet, ist das Hammerwerk ein interessantes technisches Denkmal, welches bis in die 60iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Betrieb war. 

Die Strecke ist insgesamt etwa 34,00 Kilometer lang. Treffpunkt ist am Samstag, dem 02.052026, um 10.00 Uhr der Zerbster Bahnhof, die Fahrradexkursion endet am Nachmittag am Bahnhof in Roßlau und dauert ca. 6 Stunden. Eine Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Zudem findet die Fahrradexkursion grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Deshalb sind wetterfeste Kleidung und entsprechend angemessenes Schuhwerk angebracht. Ferner empfiehlt es sich Rucksackverpflegung -Essen und Trinken- mitzunehmen.
Die Teilnahme an der Fahrradexkursion erfolgt auf eigene Gefahr. Zudem ist das Verlassen der Fahrradexkursion zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich.

Die Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – AHA – freuen sich auf interessierte Naturliebhaber:innen.
Rückfragen sind per E-Mail mail@zerbst-blueht-auf.de möglich.
Ebenso unter folgender Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
zu Halle (Saale) e.V. – AHA

Große Klausstraße 11

06108 Halle (Saale)

E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Tel.: 0345 – 200 27 46

Andreas Liste
Vorsitzender

Halle (Saale), den 24.04.2026